Schlagwort-Archive: nebel

Im Nebel

Gestern gabs viele tierische Begegnungen im Nebel, auf meiner frühen Runde blieben die Eichhörnchen am Boden und die Rehe blieben einfach stehen. Wirkte fast, als ob sie alle dachten, ich seh sie im Nebel nicht so leicht. Auf der Fahrt zu den Nichten entdeckte ich dann eine ungewöhnliche Reitgruppe: beim Näherkommen sah es erst aus, als ob das „Pferd“ etwas ungelenk sei, dann war ich nah genug um zu erkennen: kein Pferd, ein Ochse – die beiden Mädels hatten aber trotzdem großen Spaß bei ihrem Ausritt …

#🐿 #🦌#🐂

„Job“

Wie angekündigt bin ich gestern sehr früh raus. Weil ich es versprochen habe. Mich zur Abwechslung aktiv in mein wochenend-lebendes Dorfleben integriert habe. Mit offiziellem Auftrag ohne Bezahlung: als Fotografin. Es war anstrengend. Es war aufregend. Es war bis Mittag nebelig. Nix mit Sonne. Es war chaotisch.

Und ich hab nicht nur fotografiert, sondern mich rundum nützlich gemacht. Mitgeschaut und aufgepasst, dass alles läuft. Dass das, was das Organisationskomitee geplant und vorbereitet hat nicht wegen einer falschen Absprache schiefgehst. Medienvertreter „betreut“, was ich halt auch im normalen Brotjob mache. Und war am Ende auch fix und fertig. Und überglücklich, allein zu Hause zu sein. Pflichtbewusst hab ich die Bilder dann sogar noch hochgeladen und ein bisserl aussortiert. Und den Link losgeschickt. Damit war der freie Tag auch schon mehr als rum.

Dafür gabs am Abend dann aber ein Kompliment von Herzen. Vom alten Freund, der mir den „Job“ vermittelt hat. Der darf das 😉

Trüb [*.txt]

Trübe Tage, grau, düster.
Wolken oder Nebel oder beides, hängen tief.
Wenn es nicht regnet, dann gleich.
Kein Licht, nicht mal Nuancen.
Unfreundlich ist es , nicht einladend;
als ob das Fensterglas schmutzig wär …
Die Stimmung betroffen, traurig, betrübt.
Nebenan scheint das Unglück zu wohnen.
Kein Lächeln, keine Freude … nur Kummer, Trauer, Trübsal, Leid.
Wehmut.
Und dann, dann reisst es auf, das trübe Element schwindet, mit ihm jeglicher Zweifel. Lichtstrahl für Lichstrahl bahnt sich seinen unbeirrbaren Weg, beleuchtet die farbige Pracht.
Bunte Vielfalt um uns. Ein blauer Himmel, Grün, wohin das Auge schaut – und Blumen. Millionen von. Frühling.
Satt. Zufrieden. Glücklich.
Aprilwetter.
——————–
Ein Beitrag zu Dominiks [*.txt]-Projekt, das 4. Wort lautet “trüb”.

Episode aus meinem Autofahrerleben: Angst

Als Fahrschüler hatte ich tierisch Angst: Vor dem Fahren, vor den anderen Autofahrern, vor allem vor LKWs, vor der Kraft des Wagens, eigentlich vor diesem ganzen Verkehr. Nur ich wollte unbedingt. Und hab Fahren gelernt. Heute habe ich Angst vor anderen Autofahrern, denen man ihre Angst im Straßenverkehr anmerkt. Deren unsichere Fahrweise darauf deuten lässt, dass sie überfordert sind. Manche schleichen, aus Angst nicht rechtzeitig reagieren zu können. Manche erschrecken, weil etwas passiert, womit sie nicht rechnen. Manche meinen, sie könnten durch hohe Geschwindigkeit Unsicherheit „überpinseln“. Gelingt aber nicht!

Heute morgen hatte ich das Vergnügen, hinter einer Autofahrerin herzufahren, die sich auf einer Strecke von knapp 30 Kilometern keine paar Meter sicher fühlte. Sobald ein Nebelschleier zu erahnen war bremste sie, blieb einmal sogar stehen … In der Ortschaft fuhr sie erst mal deutlich zu schnell, als Gegenverkehr kam reagierte sie mit hektischen Bremsmanövern, Blinker in alle Richtungen. In der Ortschaft dann ordentlich beschleunigen, um plötzlich zu merken, dass man noch innerorts ist. Und – richtig – scharf abzubremsen. Meine Lieblingsszene: es gibt auf meiner Strecke eine sehr langgezogene Kurve durch ein Waldstück, da war heute morgen dicke Nebelsuppe. Da ist sie mit richtig Tempo durchgesaust, so dass ich sie tatsächlich nicht mehr sehen konnte. Dann, also da, wo der Nebel sich auflöste, dann mal einfach stehenbleiben. Ja, einfach so. Da freute nicht nur ich mich, meine Hinterherfahrer konnten sich ein Hupen nicht mehr verkneifen. Ohje.

Die Ärmste ist sicher vollkommen durchgeschwitzt an ihrem Ziel angekommen? Und das tut mir echt leid, denn dass sie Angst hatte hab ich regelrecht gespürt. Was dagegen hilft ist ja, sich den Ängsten zu stellen, also Routine zu bekommen. Nur ob das so klappt? Ich weiß es wirklich nicht?