Schlagwort-Archive: nachwuchs

Kuckuck

Was ich in den letzten Wochen besonders genossen habe, war eine kleine akustische Beobachtung. An den zahlreichen sonnigen freien Tagen des Frühlings hab ich es mir öfter mal auf einem Liegestuhl mit einem guten Buch bequem gemacht. Und zwischendurch der Stille gelauscht. Um mich zu hören nichts – nur das Summen der Insekten, das Malmen und Schnauben der Sommerkälber auf der Weide, Hühnergegacker. Mal ein Auto … und millionenfach das in dieser Ruhe wummernde Vogelgezwitscher. Wie aufgeregt und laut sie in diesen Wochen sind. Was für eine Hektik und Betriebsamkeit die flatternden Freunde in diesen Wochen entwickeln. Kein Wunder, Material fürs Nest suchen, bauen, Feinde vertreiben, Ei legen, brüten, Nachwuchs versorgen …

Und irgendwo ganz nah ein Kuckuck, der deutlich herauszuhören ist …

Die Vogelbetriebsamkeit geht im Lärm der Stadt oft unter, schön, dass ich sie die Tage in der Ruhe so intensiv belauschen durfte.

Das mit dem Vogelleben

Gestern morgen wollte ich doch nur ein Verlängerungskabel holen – begleitet von der Katzendame schloss ich die Tür zum alten Stall auf, wo auf dem elterlichen Bauernhof Dinge wie diese aufbewahrt werden. Kaum drin tschilpen die Schwalben, die dort nisten, in heller Aufregung. Ehe ich michs versehe hüpft die Mietzekatze in zwei beeindruckenden Sprüngen auf ein hohes Fensterbrett, verharrt dort einen winzigen Augenblick. Erst jetzt seh ich den regungslos scheinenden Vogel. Doch auch mein Schreien hilft nicht, schwups hat sie ihn. das Ende eines viel zu kurzen Schwalbenlebens – und ich fühle mich erbärmlich mitschuldig …

Später wurde ich noch mal Zeuge, wie ein Raubtier – dieses Mal ein Sperber – einen kleinen Star aus seinem Schwarm heraus verfolgte, bis er am Nachbarhaus ans Fenster folg – der Sperber hat nur kurz zugeschnappt, den herunterfallenden Star bei seinem hungrigen Nachwuchs im Nest abgeliefert. Und ist schon wieder weiter zu nächsten Beute ausgeflogen, denn die schwirren hier gerade in Massen durch die Lande …

Sonntagsfreude: Zum Beispiel Regen

  • Ich habe mich durch eine Buchrezension an ein Buch erinnert, das ich gerade genüsslich an den Abenden auf dem Balkon wiederlese
  • Geschafft, Donnerstag pünktlich aus dem Büro zu kommen, um die beste Freundin zum Flughafen zu bringen – natürlich vollkommen uneigennützig, so hatten wir fast eine Stunde miteinander, Zeit zusammen ist Luxus!
  • Auch wenn es immer noch ein riesengroßes Chaos ist und immer wieder Dreck anfällt, wir kommen auf der Baustelle voran. Der Verputzer hat sich als Glücksgriff erwiesen, er ist Renovierungsspezialist, steht uns immer freundlich und kompetent mit vielen Tipps zur Seite, achtet mit auf Kosten, hat auch den restlichen Estrich gegossen – hätte ernsthaft schlimmer kommen können.
  • Es hat abgekühlt und heute Nacht kam auch etwas mehr Regen. Mehr als willkommen, die Natur verdurstet nämlich sonst … 
  • Gestern kam mein alter Sängerfreund nebst Sohn zu Besuch – mit Baby-News-Ankündigung: schon bald sind die 3 zu viert, ich freu mich.
  • Ich bleibe Optimist und gehe davon aus, dass unser Elektriker nur vergessen hat, uns von seinem Urlaub zu informieren, weil er morgen wieder am Start ist und die dringend notwendigen Installationen macht. An das sonst denk ich einfach mal nicht – und auf so einer Baustelle ist ja zum Glück immer was zu tun, auch wenn nicht eins nach dem anderen geht …

Habt einen schönen Sonntag – mehr Sonntagsfreude hier nachlesen 🙂