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Spruch zum Wochenende: Aus Brasilien

„A melhor coisa do mundo é dia após dia – com uma noite no meio.“ Die Volksweisheit aus Brasilien lautet übersetzt in etwa: Das Beste auf der Welt ist ein Tag nach dem anderen – mit einer Nacht dazwischen. Sehr wahr, wie ich finde – Grüße aus meinem aktuellen Gastgeberland und allen ein schönes Wochenende 🗺

Spruch zum Wochenende: 3. Advent

Gestern, ein hektischer Tag – draußen schien die Sonne, drinnen knirschte es die letzten Stunden vor dem Urlaub „im Gebälk“ – wie man so schön sagt. Der eine bringt meine Planung ins Wanken, etwas wird abgesagt und ich muss spontan umkoordinieren, Kunden, die nicht erreichbar sind, eine Entscheidung, die mir nicht leicht fällt, die aber aus Effizienzgründen notwendig ist, die angefangene Übergabe muss noch mal komplett überarbeitet werden …

Dann los, die Weihnachtsfeier wartet. Und plötzlich durfte ich ruhig werden. Der Kopf wurde leer, die Augen groß, ein schönes Staunen, Freude machte sich breit. Ich konnte den Abend oder besser die Nacht mit den Kollegen so genießen, was haben wir gelacht, was ging es uns gut.

Das Herz war randvoll, Danke für die tollen Menschen, mit denen ich arbeiten darf. Es hat zum Abschluss dieses sicher nicht immer einfachen Jahres so gut getan – und wir wurden so verwöhnt.

Zu unseren Gesprächen und zum Abend insgesamt passen diese Worte als Spruch zum Wochenende:

„Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin, dass wir auf unserer Suche nach dem Großen und Außerordentlichen auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.“ (Unbekannt)

Ein schönes 3. Adventswochenende euch allen

Sonntagsfreude: Junitage

img_0099… und Nächte. Gute Tage. Die Sonne scheint, warm, oft sogar heiß. Die Nächte sind kurz und lau. Oft sternenklar. Angenehm, sofern alle Türen und Fenster weit offen stehen, kühle Nachtluft uns schlafen lässt …

Es ist Sommer geworden. Um uns herum, aber auch in uns drin. Wir haben die Müdigkeit des Winters abgeschüttelt, den Frühling abgestreift. Verbringen die Zeit draußen.

Jeder wie er mag, allein oder gemeinsam. Die Mischung machts. Wir leben den Tag und feiern die Nacht. Gestern. Heute. Morgen.

Es gibt Gespräche, die kann man nur im Sommer führen, an einem Abend auf dem Balkon, in einer Nacht im Freien. Mit Beobachtungen, wie sie nur jetzt möglich sind. In dieser Jahreszeit, in diesen Tagen, Wochen, Monaten wird manches klarer. Was sonst verborgen liegt.

Ich mag den Sommer. Diese Woche war so voll von Sommergefühlen. Randvoll.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

 

Das mit den grünen Tomaten

Göttlich sind sie, die Abende, in denen wir als alte Freunde unterwegs sind. Gut essen, trinken und vor allem reden, lachen – und uns manchmal so richtig daneben benehmen. Genau so muss es sein. 2 Männer, 2 Frauen, im gleichen Alter. Uns verbindet nicht nur die Vergangenheit, wir schaffen es, in der Gegenwart verbunden zu bleiben und immer wieder neue Verbindungen zu schaffen. So vertraut wie alte Ehepaare, obwohl das Leben und unsere Alltage sich heute so sehr unterscheiden.

Wir haben übrigens noch nie hinterfragt, wie wir bei unseren Aufenthalten im Lokal wohl auf andere wirken mögen. Generell sind diese gemeinsamen Abende so intensiv, dass wir sie in jedem Umfeld gleich erleben, weil wir zusammen sind. Es gibt kein Annähern, Abklopfen, Abtasten. Auch wenn wir uns ein paar Wochen oder Monate nicht gesehen haben ist es, als ob ein Startknopf gedrückt wird. Das Drumrum wird nicht so beachtet. Die Kellner und Bedienungen sind manchmal ein kleines bisschen überfordert, uns zu verstehen, denn oft bestellt einer für alle, oder keiner, oder wir wissen es auch grade nicht …

Und dann genügt eine skurile Bemerkung, ab da sind wir nicht mehr zu halten. „Weisst schon, zwei Namen.“ „So ähnlich wie grüne Tomaten …“ und wir haben Schnappatmung und noch 5 Minuten später kommt von ganz tief unten wieder ein ansteckender Lacher hoch. Versteht keiner? Genau, das ist der Augenblick, die Aussage, das erste Kichern – und alle haben wir am nächsten Tag Muskelkater vom Lachen. Wobei, das wirkliche Highlight des letzten Treffens war die Feststellung, dass 3 von uns immer ungeschminkt, eine immer geschminkt ist. Wir nur testen können, wie sie ohne aussieht, wenn wir morgens nebeneinander im Bett aufwachen, sie das nicht wollte – und die aufmunternde Erklärung unseres Uraltfreundes, dass das echt nicht so schlimm sein könne, weil er ja morgens IMMER wie ein frisch exolodierter Meisenknödel aussehe …

Ja, ich lache schon wieder. Und keiner kann das verstehen, der nicht dabei war. Kennt trotzdem (hoffentlich) jeder von uns? Genauso ist es, das ist das Besondere an alten Freundschaften. Und deshalb sollten sie gepflegt werden, sie bringen nur uns zum Lachen. Und tun sooo was von gut.