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Später

Kennt ihr auch so unendlich viele Situationen, in denen ihr Wünsche, Pläne, Ideen usw. auf „später“ verschiebt? Mir ist in den vergangenen Jahren aufgefallen, dass mir durch das hohe Arbeitspensum, das ich hatte, immer mehr die Kraft für das Jetzt gefehlt hat. Und passend zu meinen Gedanken sind mir diese Worte begegnet – hört es euch an. Da steckt viel Stoff zum Nachdenken drin:

Freunde bleiben

Gar nicht so einfach grad, mein Freund zu sein – denn ich konzentriere mich auf mich. Hab ich so „extrem“ noch nie, ist also bestimmt für alle Beteiligten neu. Manchmal fühl ich mich noch so ein klein wenig unruhig dabei – jetzt gerade zum Beispiel. Wär an diesem traumhaften Sommerabend gerne mit Freundin und Hundefreund durch die Holledauer Wälder gestreift. Bin aber erst vor 10 Minuten vom Baugerüst gestiegen. Jetzt muss ich mich erst mal auslüften, denn hoch oben ist es sehr heiß gewesen, netter Nebeneffekt: ich Erde mich. Dann geh ich duschen, essen, trinken – und dann komm ich zur Ruhe. Nach einem arbeitsintensiven Tag. Spazierengehen wär schon schön, machen wir bestimmt auch wieder. Irgendwann. Aber gerade ist meine Zeit zu kostbar, als dass ich mich durch verpasste Gelegenheiten stresse …

Dabei leitet mich ein Bauchgefühl, das mir auch sagt: es werden die Freundschaften bei mir bleiben, die sich mit mir entwickeln. Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben …

Ein paar Gedanken zum heutigen Tag der Freundschaft – und ein kleines großes Dankeschön an alle, die sich angesprochen fühlen: es ist schön, begleitet zu werden.

Das mit dem Nachdenken

Ich hab was gewonnen. Und mich sehr gefreut. Also sogar sehr sehr. Nicht enthusiastisch, sondern einfach aus dem Herzen heraus. Sicher stiller, als andere, nicht nervös oder aufgeregt. Dafür keinesfalls weniger intensiv. Jetzt war das kein „materieller“ Gewinn, sondern Zeit. Mit einem von mir sehr geschätzten Menschen. Also mein liebstes Geschenk für die von mir geliebten Menschen. Ein Tag, ein paar Stunden. Was eben möglich ist. Wertvoller als alles, was man mit Geld kaufen kann. Im Vorfeld hab ich viel nachgedacht, denn – in Zeiten von www und Social Media und so – war mein Gewinn so aufbereitet, dass wir zwar „zu zweit“ waren, uns sehr nett unterhalten haben, viel gelacht haben. Aber eben von Kameras umgeben, Selfies gemacht wurden. Und alles aufgezeichnet. Schon ist das alles gar nicht so für mich, sondern öffentlich … Und es war gut, dass ich das vorher mit mir abgemacht hatte. Mich bewusst dafür entschieden habe. Meins draus gemacht habe. Und meinen Gewinn für mich genossen habe. Was danach kommt ist nicht wichtig. Gestern war ein sehr intensiver Tag, ein glücklicher Tag.
Was ich wieder mal gelernt habe: Wir sollten manchmal einfach das tun, was uns glücklich macht, und nicht das, was am besten ist… Egal, ob es nur eine Minute, eine Stunde oder einen Tag dauert. Der Augenblick zählt und wird in Erinnerung bleiben. Und es schadet keinesfalls, nachzudenken. Realistisch und ohne rosaroten Erwartungsplüsch zu bleiben schützt das kleine große Glücksgefühl.

Mehr als 1 Million

Ironisch: mehr als eine Million Menschen (muss mich 24 Stunden später korrigieren: etwa 20 Millionen sinds) haben den Link mit diesem Video bereits auf Facebook gepostet.

Der Inhalt macht nachdenklich: Einsamkeit und Isolation durch Technik. Statt mit Freunden zu sprechen beschäftigen wir uns – mit Handy, iPad, Computer & Co.
Ironisch auch, dass genau das gestern Abend Thema einer lieben Freundin war – vielleicht hilft das Video? Oder macht zumindest noch deutlicher: es liegt an uns, das echte Leben nicht aus den Augen zu lassen. Und das soziale Netzwerk nicht damit zu verwechseln?