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Sonntagsfreude: Kleine Momentaufnahmen

Das war eine sehr intensive Woche – beruflich passieren aufregende Dinge. Es macht großen Spaß, vieles erlebe ich in der Art zum ersten Mal und vor allem sehr positiv. Dann hatten die bezaubernde Nichte und ich einen gemeinsamen Ausflug unter dem Motto „Faszination Pferd“. Zum Glück war die abendliche Pferde-Show nicht zu abstrakt, wir haben uns über die vielen Pferdearten freuen dürfen – vor allem über Isländer und Haflinger. Und Ostfriesen. Und Camargue-Pferde. Und und und … kurz: auch mir hat es gut gefallen. Weil es sehr liebevoll und mit viel Herzblut präsentiert wurde – nur um halb 12 war ich dann durch und die fast 9jährige hat ihre müde Tante nach Hause begleitet 😉

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Gestern gabs ganz viel Kuscheln und Streicheln mit Nichte 2.0., die uns ja am Abend vorher wieder mal allein losziehen lassen musste. Vom gemeinsamen Zähneputzen vor dem Spiegel. Und im Supermarkt alles mögliche finden. Und Spielen. Und auf der Tante turnen und Faxen machen. Und mit den Händen an meinem Gesicht einschlafen …

Ich bin so rechtzeitig losgekommen, dass ich gemütlich den Föhn-Alpenblick auf der Heimfahrt genießen konnte. Und die Zeit sogar noch gereicht hat, um Körper und Haare von den Honigresten zu säubern, die da noch vom Frühstück für später übriggebliebene sind. Dann ging es sehr entspannt zu unserem musikalischen Highlight der Woche: die viel mehr als Konzertfreundin und ich hatten gestern das große Glück, den perfekten Platz in der Münchner Philharmonie im Gasteig zu haben. Beste Akustik, weit weg von der Bühne, um die Atmosphäre im Publikum mit zu spüren.

Das Herbert Pixner Projekt und die Berliner Symphoniker haben uns fast 3 Stunden mit in die Symphonic Alps genommen. Es war anders, dann aber auch die typische Pixner Note. Das Quartett hat sich für dieses Projekt vielköpfige Unterstützung geholt. Dennoch hatte ich die gewohnten leisen, fast stillen Momente. Aber auch die Macht der Musik, die Gewalt und Kraft, die in ihr liegt. Wie in den Bergen, aus denen er seine Inspiration bezieht. Es gab diese Momente, die mir durch und durch gingen, wie beim Percussion-Solo, als sich Herbert Pixner und Manuel Randi für Minuten umdrehten, um den Beat nicht nur zu spüren, sondern ihn auch visuell einzufangen.

Sehr besonders: beim Schlussapplaus kam eine Dame zur Bühne, um ihre Komplimente vor allen zu übergeben. Sie war sehr bewegt, dankbar, immer wieder diese Musik genießen zu dürfen. Ein Geschenk. Keine Frage, die Musik von Herbert Pixner bewegt … in mir hat es viiiieeel bewegt, hab heut Nacht endlich meine fehlenden Zeitumstellungsstunden „herein geschlafen“, halleluja!

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Sonntagsfreude: Tantenpflichten

Zusammenfassend darf ich voll Stolz berichten, dass ich die letzten etwas mehr als 48 Stunden eine äußerst brave Tante war.

  • Wie gewünscht durften die Nichten in meinem Zimmer übernachten, mit mir und der Mama (ja, geschlafen haben nur zwei davon gut)
  • Während die Tiere des Bauernhofs mit Oma und Opa versorgt wurden bin ich kurz ausgebüchst, um einzukaufen, sonst haben wir die ganze Zeit zusammen verbracht
  • Nichte 2.0 saß auf meinem Schoß beim Haareschneiden, sonst lief alles wie geplant – und alle 3 Mädels haben tolle Frisuren und sind noch vielvielviel hübscher
  • Danach raus aus dem Friseursalon und durch das Laub auf den Bürgersteigen rascheln – bis zum Spielplatz und zurück, hach, macht das Spaß!!!
  • Der bestellte Schweinebraten hatte die best gelungenste Kruste jemals, alles genssvollst verknuspert ist das größte Lob für die Oma
  • Während Oma und Nichte 2.0 Mittagsschlaf gehalten haben waren die bezaubernde Nichte und ich beim Kürbis-Speed-Dating und in Rekordzeit wurden 3 Halloween-Prachtstücke geschnitzt
  • Danach gabs alles mögliche ins Auto zu packen und dann haben sie sich mit einem fröhlichen Winken auf den Heimweg gemacht
  • Und ich war heute mit Monsieur sein Firmgeschenk einlösen – die Kurzfassung: sein Taschengeld ist krisensicher in Mineralsteine investiert. Zwischendurch gabs für seinen Papa und mich Kaffee und Sonnenschein (weil ja nur das Firmkind in den Millionen Angeboten das findet, was er sich wünscht). Danach gabs Mittagessen und ein Tschüss zu den Messehallen – und während der Glückseligkeit ge Steinekäufer seine Schätze verräumt hat haben sein Papa und ich den letzten Sonnenschein eingefangen, hach!

„Tourist“ in der eigenen Stadt

In den letzten Jahren nehme ich immer öfter Angebote wahr, die durch München „führen“. Weil man als Bewohner der Stadt doch zu oft achtlos unterwegs ist. Wie toll, wenn das Auge gezielt geleitet wird und man spannende kleine Geschichten dazu erfährt.

So waren wir in unserer alten Freundinnenrunde im Sommer mit dem Nachtwächter auf seiner Runde entlang der alten Stadtmauern.

Haben gar nicht mal so viele Schritte gemacht, aber in dunkle Ecken gespäht, auf die Heimkehrer aus den Spelunken geachtet und den Geschichten bei Kerzenlicht gelauscht.

Ganz nebenbei gabs die Mondfinsternis, die man in der heute modern beleuchteten Innenstadt glatt übersehen hätte können …


Und letztes Wochenende waren wir mit der Zofe bei Hofe – wobei sie uns direkt klargemacht hat, dass sie kein niederes Dienstpersonal ist, sonst hätte sie keinerlei Zeit für tratschreiche Besucherführungen, sondern müsste der Herrschaft zu Diensten sein …

Da ich die Residenz mit „meiner persönlichen“ Führerin schon recht gut kennengelernt habe gabs für mich einige interessante Wiederholungen mit neuen Aspekten. Neu war mir, dass Casanova den Spiegelsaal der Residenz für seine amourösen Abenteuer geliebt haben soll. Und auch die Nähkästchenplaudereien über kurfürstliches Fremdgehen und die Retourkutsche der Ehefrau waren mir noch nicht bekannt. Dann wird aber auch schnell klar, dass es Zeiten gab, in denen die große Residenz quasi „voll ausgelastet“ war.

Leider schaffe ich 2019 keine Führungen im Rahmen der Residenzwoche, das hab ich mir aber für nächstes Jahr wieder felsenfest vorgenommen. Punkt. Und da war auch noch die Idee einer Stadtrundfahrt in netter Gesellschaft, das muss ich auch „irgendwann“ mal schaffen 😉