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Sonntagsfreude: Die Trägheit eines Sommers

Nachdem die beiden letzten Nächte durch eine Mückeninvasion ungeahnter Hartnäckigkeit gefühlt nicht mal eine volle Schlafnacht ergeben werde ich heute wohl einen eher trägen Tag verleben. Es soll wieder mehr als 30 Grad bekommen, perfekt für ein gutes Buch, viel Schatten unter grünem Blätterdach und etwas Dösen. Herrlich, so ein fauler Sonntag an einem heißen Augusttag – bin versucht, um mehr davon zu bitten. Wenn’s so einfach wär? ☀️☀️☀️

Mehr Sonntagsfreude lest ihr bei Rita, die euch mit auf die Alm nimmt.

Sonntagsfreude: Frei

Ich habe 4 Tage am Stück frei – im Sinne von: es ist Sonntag morgen und es liegt noch das ganze Wochenende vor mir, denn morgen ist in Bayern Feiertag. 4 Tage, in denen ich durchaus irgendwas mache, denn das Gerüst ist weg, auch das Haus ist endlich wieder frei. Ich muss nicht mehr auf mehrere Meter Höhe, darf mit festem Boden unter den Füßen „rumgschafteln“. Tatsächlich habe ich die letzten Tage festgestellt, dass es die Arbeit im Job ist, die stresst, die mich müde macht. Die Arbeiten auf der Baustelle tun eher gut, sind vielleicht körperlich anstrengend, aber im Verhältnis befreiend. Nach einem Tag auf dem Bau bin ich auch erschöpft, aber anders. Trotzdem, mein Körper braucht aktuell mehr Ruhe, als sonst. Und die gönne ich mir. Außer heute Nacht, ich musste leider surrende kleine Biester jagen, die mich stechen und aussaugen wollten. Nicht mit mir, und die Tatsache, dass um halb 4 dann wirklich Nummer 13 erlegt war, ist nur so zu erklären, dass ich die beiden Nächte davor so tief und fest geschlafen habe, dass ich zu wach for nervendes Jucken war. Und ja, so viele passen in (m)ein kleines Schlafzimmer …

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (5)

Ich habe einen Mitfahrer. Seit kurzem, ich vermute, seit letzter Woche. Da ist er – oder vielleicht auch sie – mir zum ersten Mal aufgefallen. Noch als Teil der Gruppe, die Mittwoch oder  Donnerstagabend die offene Autotür als Einladung missverstanden hatte. Ich konnte schnell eine Taktik mit geöffneten Fenstern entwickeln, die geholfen hat, alle ungebetenen Gäste wieder loszuwerden. Bis auf den einen. Der gestern, vollkommen unerwartet, einen Angriff auf mich gestartet hat. Natürlich während der Fahrt. Und immer wieder aus dem Hinterhalt zugestochen hat, überall. Wenn ich ihn entdeckt habe, hab ich natürlich zugeschlagen, wollte ihn schließlich nicht weiter an mich rankommen lassen. Was für ein doofer Mitfahrer. Fast wäre er schuld gewesen, dass ich mitten auf der Autobahn an einer Fahrbahnverengung einen sehr gewagten Schlenker gemacht habe … Bislang hätte ich ja gelacht, wenn ich irgendwo gelesen hätte: Unfallursache Mücke. Nach gestern abend habe ich meine Meinung geändert: mein Mitfahrer ist mehr als hartnäckig und ausdauernd. Ich habe dutzende juckende Stellen davongetragen – und als ich angehalten habe, um mich zur Wehr zu setzen hat er sich feige versteckt. Da half dann nur, die letzten Kilometer mit weit geöffneten Fenstern zu fahren, das hält ihn in Schach …

Das mit Thailand

Als meine Schwester zu Beginn des Jahres freudestrahlend verkündet hat, dass sie dieses Jahr die großen Ferien in Thailand verbringen werden, war ich etwas neidisch. Klar, die können weg – ich hab eine Baustelle. Die vergangenen Wochen und Monate hab ich der bezaubernden Nichte dann immer vorgeschwärmt, wie toll es in Asien ist, dass sie im Flugzeug über mich hinweg fliegen wird und mir zuwinken darf … Dann sind die 3 Anfang August verreist – und alles kam anders. Die Erwachsenen wurden von einer bösen kleinen Mücke gestochen – und ein paar Tage später ging’s erst meinem Schwager dreckig, nachdem im Krankenhaus auf Ko Samui Denguefieber konstatiert wurde und meine Schwester auch erste Anzeichen hatte: vorzeitiger Heimflug. 

Die Info kam in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, wir sollten sie Samstag vom Flughafen abholen. Viele Fragezeichen, dann kamen sie, schlapp, vom Flug geschlaucht. Statt einem Wochenende auf der Baustelle war ich als Begleiteskorte abkommandiert, denn die Nichte war – zum Glück – topfit. Und wollte spielen, alle Freundinnen besuchen und und und. Das haben wir Samstag hinbekommen, damit die Eltern sich gesundschlafen. Sonntag morgen dann Angst, Nasenbluten, Einblutungen in den Beinen. Notaufnahme, Untersuchungen, Warten. Meinen Schwager mussten wir für ein paar Tage im Krankenhaus lassen, seine Werte waren gar nicht gut. Bei meiner Schwester war alles zeitversetzt, insgesamt war ihr Immunsystem etwas stabiler. Mittlerweile sind beide wieder einigermaßen fit – aber das mit den Fernreisen ist von der Wunschliste erst mal gestrichen.

Für mich war es ein großer Schock, schon einmal hab ich einen Anruf aus dem Ausland bekommen, auch damals war es eine schwere Erkrankung. Damals war es eine Meningitis mit tödlichem Ausgang – ich bin einfach nur dankbar, dass dieses Denguefieber zwar langwierig, höchst schmerzhaft und unangenehm war – aber vorbeigeht. 

Ja, das hat mich unerwartet erwischt, unvorbereitet. Und ich hab in den letzten Wochen etwas Zeit zum Verarbeiten gebraucht, dazu der zwar erwartete Verlust meines Onkels und die 7-Tage Wochen mit der Baustelle. Alle Energiereserven angezapft, um zu funktionieren. Jetzt? Mach ich weiter, schalte aber öfter mal einen Gang runter. Auch, was den Blog angeht. Etwas entspannter, etwas weniger, so, wie es sich für mich gut anfühlt.