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Das mit Mozart

Als der Chor, in dem ich jetzt seit einem Jahr wieder öfter mitsingen darf, anfragte, ob ich auch dieses Jahr könne und Lust auf Mozart habe, sagte ich mit Freuden zu. Und studierte eifrig meine Duettpassage im „Suub tuum praesidium“ (KV 198 158b) ein – den Tenor. Gar nicht so leicht, wenn man vor Jahren den Sopran sang und immer eher noch die Läufe meiner Duettpartnerin im Ohr hat?

Sicher dagegen war ich mir, dass ich die Missa brevis in welcher Tonart auch immer „drauf habe“. Hab ich, aber die Loretomesse (in B, KV 275) mit der Spatzenmesse (in C-Dur, KV 220) verwechselt hab ich zudem. So kams, dass ich nach der Generalprobe Freitag doch noch unter Druck kam und mir in ein paar Stunden unzählige Passagen eintrichtern musste, denn so sicher war ich dann doch nicht an ganz schön vielen Stellen … so ein bisschen Druck schadet aber nicht und alles war theoretisch gut machbar.

Dass mich das Sommerohr dieses Jahr schon im Mai ereilt war dann aber praktisch hinderlich, war Samstag sogar beim hausärztlichen Notdienst (den zum Glück neuerdings auch in den umliegenden Landkrankenhäusern zu finden ist), um mir die Heilsalbe mit Breitbandantibiotikum verschreiben zu lassen. Ist ja nicht mein erstes Mal Ohrenentzündung, da brauchts keine Experimente. So hab ich immerhin auf dem linken Ohr gehört (beim Singen ist das Hören ja nicht ganz unerheblich), rechts hat während der Aufführung immer wieder geploppt, dafür war’s ganz ok.

Unerwartet für mich war, dass bei den Namen der Verstorbenen, für die im Gottesdienst besonders gebetet wurde, unsere kürzlich verstorbene Chorfreundin an letzter Stelle kam, nach dem Duett flossen die Tränen – Musik setzt Emotionen frei, die man längst „unter Kontrolle“ wähnte …

Der Herr Mozart wär mir sicher mit seinem „Schneizhadern“ zu Hilfe geeilt und hätte mich galant getröstet? Ist ihm auch so durch seine Musik gelungen …

1000 Fragen an mich #8

141. In welche Länder möchtest du noch reisen?
Es gibt keine klassische Bucketlist und es sind weniger die Länder, als viel mehr einzelne Landstriche: an der US-Ostküste fehlt New York (das ich mit tiefhängenden Regenwolken wirklich nicht gesehen habe …), Kanada, Cornwall, Wales, die Polarlichter in Skandinavien, die baltische Küste, die nordfranzösische Küste, die Provence …

142. Welche übernatürlichen Kraft hättest du gerne?
Ich wäre sehr gerne ein Heiler.

143. Wann wärst du am liebsten im Erdboden versunken?
Ich habe vor vielen Jahren eine Frau gefragt, wann das Baby kommt – sie war nicht schwanger.

144. Welches Lied macht dir immer gute Laune?

Einmal, weil Elvis es immer schafft, mich glücklich zu machen. Falling in love war aber auch „der“ Hochzeitsklassiker meiner beiden Mitsänger-Buben, nie Noten dabei, konnten es auch nach 100x nie auswendig. Die Variationen waren immer wieder zum grinsen …

145. Wie flexibel bist du?
im Job 99 Prozent, privat kann ich mich arrangieren, manchmal mag ichaber nicht.

146. Gibt es eine ungewöhnliche Kombination beim Essen, die du richtig gerne magst?
Gesalzene Nussmischung mit Banane, mein Lieblingsobst.

147. Was tust du, wenn du in einer Schlange warten musst?
Beobachten und die Zeit genießen.

148. Wo siehst du besser aus: im Spiegel oder auf Fotos?
Spiegel.

149. Entscheidest du dich eher für weniger Kalorien oder mehr Sport?
Mehr Sport.

150. Führst du oft Selbstgespräche?
Ja, und gern. Hilft mir, gerade in wichtigen Entscheidungsfragen auch immer, weiterzukommen.

151. Wofür wärst du gern berühmt?
Anderen Gutes tun.

152. Wie fühlt es sich an, abgewiesen zu werden?
Irritierend.

153.  Wen würdest du gern besser kennenlernen?
Ich freu mich riesig darauf, in den kommenden Jahren Nichte 2.0 immer besser kennenzulernen.

154. Duftest du immer gut?
Frisch geduscht immer …

155. Wie viele Bücher liest du pro Jahr?
Früher hätte ich sie nicht zählen können, und noch unzählige Zeitschriften und Magazine dazu. Heute lese ich ca. einmal die Woche etwa 50 Blogs, zu wenig Zeitschriften und Magazine – und komme etwa auf 10-20 Bücher pro Jahr.

156. Googelst du dich selbst?
Unregelmäßig mache ich das, ja.

157. Welches historische Ereignis hättest du gerne mit eigenen Augen gesehen?
Mit etwas Nachdenken wäre ich gerne bei der Uraufführung von Mozarts Zauberflöte dabeigewesen, oder hätte eine seiner Opern zumindest gerne als Zeitgenosse besucht. Wobei ich natürlich noch lieber auf der Bühne mitgewirkt hätte.

158. Könntest du mit deinen Freundinnen zusammenwohnen?
Kommt darauf an, wenn wir ein großes Haus und jeder seine Bereiche hätte, warum nicht?

159. Sprichst du mit Gegenständen?
Ich schimpfe bzw. lobe mein Auto, motiviere elektrische Geräte, frage den Staubsauger nach seinen Problemen …

160. Was ist dein größtes Defizit?
Ich werde trotz intensivem Training nicht wirklich besser im Nein-Sagen.


Johanna alias pinkepank stellt 1000 Fragen, sie und viele viele andere Blogger antworten. Spannend, dieser Weg der Selbstfindung, anhand gängiger Fragen etwas Selbstreflektion. Dazu sicher viele Infos für meine Patenkinder zum Nachlesen. Deshalb wird das – statt immer wieder mal sogenannten Blogstöckchen – (m)ein Schreibprojekt für 2018, mal kurz, mal ausführlich. Ganz so, wie es sich ergibt.