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Wunsch und Wirklichkeit

Erinnern wir uns – vor einem Jahr, Da haben sich alle gewünscht, dass endlich mal wieder „so richtig“ Winter sein soll. War überall zu lesen, in den Medien, wie sehr wir unter diesen Nicht-Wintern ohne Schnee leiden – wohlgemerkt die Auswirkungen auf den Menschen, unsere Sehnsucht, nicht die Bedürfnisse der Natur, eher die psychischen Auswirkungen des Nichterfüllten Wunsches. Darüber haben sowohl Journalisten nach gründlicher Recherche wie auch Privatmenschen oder Experten in den sozialen Medien viel und fundiert und teils sehr „hasserfüllt“ geschrieben. Ganz viele wurden sogar in für Wintersport bekannten Regionen enttäuscht. Da war so viel Sehnsucht. Sogar Wut, weil „wir nie Schnee haben“.

Gerade bekommen wir Winter in Hülle und Fülle. Mit allem, was dazugehört. Sogar in Regionen, die fast nie Schnee haben … Und schon wieder sind so viele unzufrieden. Mit Winter. Und Schnee. Irgendwie schade. Dass unser Wunsch in diesem Jahr so gar nicht zur Wirklichkeit passt – hätten wir nur vor einem Jahr schon diesen Wunsch nach Nicht-Winter gehabt. Das würde uns so viel zufriedener machen …

Und nur als weitere kleine Erinnerung: vor knapp 12 Monaten hat meine „Timeline“ durch die Bank geächzt. Alle wollten es etwas ruhiger, weniger Termine, mehr Ich-Zeit … warum nur klaffen Wunsch und Wirklichkeit mit der Erfüllung offensichtlich so weit auseinander? …?

Spruch zum Wochenende: Hier und Jetzt

Einmal mehr war mir das so intensive Zusammensein mit der besten Freundin und ihrer Familie gelebter Beweis dafür, dass dieser Spruch es auf den Punkt bringt:

„Wenn du dein Leben so intensiv und vollständig leben möchtest, wie es geht, dann sei dort, wo es stattfindet: Im Hier und Jetzt.“ (Doris Kirch)

Ja, hilft wenig, sich gedanklich mit so vielem zu beschäftigen, was war oder sein könnte, aber darüber den Augenblick zu verpassen …

Spruch zum Wochenende: Ankommen

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Heute morgen auf dem Weg in die Arbeit gab es so einen perfekten Morgenrot-Sonnenaufgang – die ganze Fahrtzeit lang hab ich diese Millionen Ausblicke einfach nur aufgesogen. Und mich des gefühlt ewig dauernden Moments gefreut. Mich einmal mehr beglückwünscht. Dass ich Augenblicke wie diese bewusst erleben darf. Dass ich sie als Geschenke wahrnehme und begreife. Dass ich nicht schon bekümmert bin, weil es ja gleich wieder vorbei ist …

Dass ich sie im Gegenteil „speichere“, als Energie. Als wohltuend. Als beglückend. Und da fliegt mir der Gedanke zu, über den ich gestern mit der Freundin im fernen Brasilien geratscht habe: wie schön, dass wir angekommen sind im Jetzt. Ohne das Vergangene zu vergessen. Ohne die Zukunft aus den Augen zu lassen.

Ja, das bedeutet: immer wieder daran arbeiten. Nicht immer einfach. Aber erfüllend … dazu passt für mich dieser Spruch:

„Das gute Leben ist ein Prozess, kein Daseinszustand.“ (Carl Rogers)