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Alles ist relativ

Wie so oft wurde die Oma kürzlich von der bezaubernden Nichte bezüglich der Wünsche fürs Mittagessen instruiert, einen Schweinebraten mit viel rescher Kruste solle es geben. Gefälligst. Bitteschön. Bei der Ankunft etwas Trubel, die Damen hatten sich verspätet, dann müsste die kleine Schwester auch noch mit Hilfe frisch gewickelt werden … ein kurzer Wirbelwind in die Küche, auf dass ja keiner der bereits hungrig um den Küchentisch versammelten es wage, „ihre“ Kruste anzurühren!!! Endlich dann der Genuss des perfekten „Rindels“, ist der Oma sehr gut gelungen.

Von ihrer Frau Mama wurde das Essen etwas argwöhnisch beobachtet, schließlich ist so eine Schweinebratenkruste bekanntlich nicht weich, und am Vortag hatte die Nichte es nicht geschafft, mit ihrem grad soooo wackelig wehtuenden Zahn die harte Krume eines Toastbrots zu essen, musste weggeschnitten werden … 😉

Geburtstag im Familienkreis

„Heute ist mein 7. Geburtstag!“ Mit diesen Worten begrüßte uns Mademoiselle glückselig zum Geburtstags-Mittagessen im Familienkreis mit Paten. Und schön war’s, trotz Regen, im Restaurant im Münchner Osten. Alle Großeltern da, auch der kranke Opa, mit dem sie ja ihren Geburtstags-Tag teilt. Sie thronte zwischen den beiden Omas, bekam eine spezielle Speisekarte für kleine Geburtstags-Prinzessinnen, trug passenderweise Krone und ein Kleid mit einem riesengroßen Herzen … nur als die Hundedame kam, die am Vortag einen kleinen Unfall ausgelöst hatte und für eine ganze Reihe Pflaster und aufgeschürfte Stellen „verantwortlich“ war, da gab’s kurzzeitig eine bockige Phase.

Als dann aber zum Glück wunschgemäß Schnitzel und Pommes geliefert wurden war selbst das Malheur schnell wieder vergessen. Später gabs für den wirklich brav unter dem Tisch dösenden Gast auch liebevollste Streicheleinheiten. Die Geschenke sind „perfekt, alles, was ich mir gewünscht hab“. Und na ja, dass es regnet – ach egal, kann man zu Hause gleich alle neuen Spielsachen ausprobieren. Und sich mit dem neuen Maniküre-Set Farbe – natürlich pink und lila – auf die Nägel zaubern. Anders als die Patentante, die ja meist nicht sehr gepflegte Hände hat, sind die Patenmädels Trendsetterinnen …

Schön, wenn die ganze Familie zusammenkommt. Zusammenkommen kann. Es braucht ein kurzes Innehalten, um die Dankbarkeit zu empfinden, dafür, dass die alles dominierende Krankheit diesen Tag ermöglicht. Alle Großeltern dürfen die 7 Jahre mitfeiern, die dieser kleine wilde Schmetterling schon kunterbunt durch unser aller Leben flattert – und oft ordentlich wirbelt.

Unvergessen: wie du uns einmal mehr mit deinen Freestyle-Tanzkünsten überzeugst. Zu schade, dass du Ballet-Unterricht so zum K…. fandest/findest, es steckt so viel Talent in dir: Körperspannung, anmutige Bewegungen, sauber gestreckte Beine, edle Arm- udn Handbewegungen … und das ganze zu „Fields of Gold“. Passend, wo rundherum um deinen Geburtstag die goldenen Felder glänzen. Also eigentlich, wenn’s nicht gerade regnet …

Auf ein gutes neues Lebensjahr, für dich und den Opa. Dessen nächste Untersuchung am Dienstag ansteht. Die besten Wünsche begleiten ihn auf seinem Weg! Und Dankbarkeit, dass zumindest der gestrige Tag unter einem guten Stern stand – auch wenn wolkenbedingt weit und breit keine einzige Sternschnuppe auszumachen war …

Das mit dem Sattsein

Gestern gabs Mittagessen im wunderschönen Gutshof Menterschwaige – der Papa der Patenkinder ist ein Jahr älter geworden und das musste bei strahlendem Sonnenschein und leckerem Essen in gemütlicher Umgebung gefeiert werden. Alle anwesenden Kinder haben Kinderschnitzel bestellt, je nachdem wurde das Fleisch oder die Pommes ganz aufgegessen, Rest blieb übrig. Ketchup gabs in einem winzig-kleinen Kübelchen, das war ein witziger Effekt, der alle zum Lachen brachte.

Monsieur (11) hat sich die Erwachsenenportion bestellt, also zwei riesige Schnitzel und dazu Bratkartoffeln. Hat alles in ihn reingepasst, aber danach war er laut eigener Aussage „sooo satt“. Dann allerdings kam ein Crepes Suzette, was zum Kommentar „der Nachtisch ist mehr lecker als ich satt bin“ führte – und selbstverständlich blieb kein Krümelchen auf dem Teller …

Sonntagsfreude

  Seit der Rückkehr aus der Kur „kabbeln“ sich die Eltern. Einfach so. Wegen allem. Mein Papa hatte 4 Wochen alles richtig gut im Griff, die Mama ist noch nicht zu 100 Prozent einsatzfähig. Er will sein System beibehalten, sie wieder zu ihrem zurückkehren … Und dann sitzen sie beim Mittagessen. Ein Wort gibt das andere. „“Du hast dich ja auch 4 Wochen verabschiedet, dich auf Kur schön verwöhnen lassen.“ „So schlecht habt ihr es euch nicht gehen lassen, ihr habt euch verwöhnt.“ „Warum auch, nachdem du absichtlich gestolpert bist, damit du uns los bist?“ „Wer weiß, ob du mir nicht den Fuß gelegt hast, um mich ein paar Wochen los zu sein …?“ Und schon müssen alle miteinander so herzlich lachen – weil das so absurd ist. Beim nächsten Mittagessen sitzt die bezaubernde Nichte mit am Tisch, sie isst Schonkost, weil noch nicht wieder fit vom Magen-Darm-Virus. Ihr Mutter ist ungeduldig, es dauert wieder ewig. „Jetzt iss endlich auf, das ist schon alles kalt.“ „Also Mama, jetzt entscheid dich mal, heute morgen hast du gesagt, ich muss ganz langsam essen und gründlich kauen, damit mein Magen das gut verdauen kann.“ Und schon wieder müssen alle über diese entwaffnende Kinderlogik herzlich lachen. Wobei, meine für den Augenblick sprachlose Schwester fühlte sich mit den eigenen Methoden konfrontiert. 

Familienhumor ist, wenn man, egal was sonst so grad los ist, gemeinsam lachen kann.

Schönen 4. Advent euch allen. Mehr Sonntagsfreuden lest ihr bei Rita.