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Warum man auf Fragen antworten sollte

Heute morgen habe ich meine Krankenkasse angerufen, um eine kleine Frage zu einem Versicherungsthema zu stellen, das mich beschäftigt. Ich habe darauf telefonisch eine nichtssagende, sehr allgemeingültige Antwort bekommen. Mit der ich nicht viel anfangen kann, da sie alles und nichts aussagt. Deshalb habe ich mich hingesetzt und per E-Mail noch mal nachgefragt. Nach wenigen Minuten bekam ich eine automatische Empfangsbestätigung. Eben sehe ich, dass der nette Herr, der mir heute morgen schon nicht wirklich auf meine Frage geantwortet hatte, mir eine Antwort geschickt hat: „Ich hatte Ihnen die Antworten ja bereits heute früh telefonisch gegeben. Sollten noch Fragen offen sein melden Sie sich bitte jederzeit gerne bei uns.“ …
Ja Moment – weiß nicht – ob man vielleicht besser garnicht fragen sollte? Und sich einfach ganz allgemein überlegen sollte, wie man es haben möchte? Das wird dann schon passen?

Positiver Mix

„Neue Besen kehren gut…“ kombiniert mit Know-How, das in vielen Jahren gesammelt wurde. Vor ein paar Wochen hab ich mir notiert, dass ich nicht voreilig über einen neuen Vorgesetzten urteilen möchte, sondern in Ruhe beobachten will, ob und wie er sich entwickelt. Ein neuer Chef. Und heute möchte ich die Gelegenheit ergreifen, eine Lanze für gesunden Mix aus alten und neuen Mitarbeitern zu brechen: Fachwissen, Basiswissen, Erfahrung mit Situationen im Unternehmen, in der Branche… Alles äußerst wertvoll. Aber mir gefällt auch, wenn jemand sachte und langsam an Prozessen rütttelt. Nicht aggressiv, sondern mit Bedacht. Wenn er keine Scheu hat, sich an „immer so gewesen“ und „das ist bei uns so“ zu versuchen. Und das mit einer Leichtigkeit, die man (oder besser ich) offensichtlich mit den Jahren verliert?

Und am besten gefällt mir eine neue Einstellung, die er konsequent durchzieht, die ich für nachahmenswert befunden habe und sie deshalb heute mitteilen möchte: „Nehmen wir uns für die Zukunft doch vor, kurz innezuhalten und dann positiv zu formulieren. Also anstatt: Das geht nicht! besser: Ich könnte mir vorstellen, dass es so klappen könnte!“ Ok, war jetzt einfach. Besser finde ich, dass er vorgeschlagen hat, das: Ja, aber … zu eliminieren. Ich bin seit Montag dabei, den Vorschlag für mich im Job umzusetzen – und das tut so gut. Meine Antworten sind dadurch wesentlich konstruktiver geworden. In meinem Team klappts bereits ganz gut, jetzt muss der neue Ansatz noch in die anderen Teams getragen werden – dann macht das Arbeitsleben wieder deutlich mehr Spaß.

Schauen wir weiter, wie sich die Dinge entwickeln. Für heute mach ich nämlich Schluss und genieße die Feierabendsonne. Nix, ja aber … 🙂