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Übers Zuhören

Zuhören ist wichtig. Richtig verstehen noch viel mehr. Man stelle sich vor, Menschen, gar Kollegen sitzen um einen runden Tisch und besprechen das gemeinsame Vorgehen, die gemeinsame Strategie. Einer redet, die anderen hören zu, investieren Zeit. Manche stellen Fragen, die anderen nicht, denken sich ihren Teil, schlussfolgern, stellen Vermutungen an, entscheiden, widersprechen oder eben nicht …

Wie oft hört man eigentlich nur, was man hören möchte? Wie oft hört man schlicht nicht zu? Wie oft hält man die Klappe, anstatt so lange nachzufragen, bis man sein Gegenüber versteht? Aus aktuellem Anlass möchte ich einmal mehr betonen, dass ich es wichtig finde, dass man mir „richtig“ zuhört. Sollte ich mich unklar ausdrücken, so versuche ich sehr gerne, meine Sicht zu erklären. Das ist zumindest besser, als sich etwas zurechtzulegen, was mit meiner Aussage nichts zu tun hat. Menschen sind nicht immer gut im klar und einfach formulieren, manche Gedankengänge sind verworren, manche Ideen mögen für den Sprecher vollkommen klar sein, seinen Zuhörern nicht – das Missverständnis ist da.

Ich stimme vollkommen mit dem Autor dieses Artikels überein, der sagt: „Zuhören ist eine Kunst.“ Die man üben muss. Beim Zuhören lieber mal die Klappe halten, wenn danach etwas unklar ist: lieber mal nicht die Klappe halten. Und ganz ehrlich: hinterher mit anderen über die eigenen Rückschlüsse zu sprechen, ohne das direkt mit dem zu klären, dessen Aussagen man falsch verstanden hat? Geht meiner Meinung nach GAR NICHT …

Spruch zum Wochenende: Osterhase

… auch wenn ich London so sehr genossen habe: die Meetings waren intensiv und haben Zeit gekostet, es ist zu viel Arbeit liegengeblieben, obwohl ich in den Pausen und abends im Hotel gearbeitet habe …

Zum guten Ende war beim Rückflug nach München mein Parkticket unauffindbar. Ist mir noch nie passiert, also schon wieder eine Premiere. Kostet übrigens 10 Euro Bearbeitungsgebühr und man bekommt noch nicht mal seinen Stellplatz mitgeteilt (den ich mir ja immer superkorrekt auf dem Parkticket notiere). Das Parkticket hat sich zu Hause angekommen beim Ausräumen der Laptoptasche schön ordentlich in einer Plastikhülle verpackt zu Erkennen gegeben. Hat wahrscheinlich der Osterhase versteckt?

Dafür hatte ich heute Glück: hab passend zum Winterwetter das Weihnachtsgeschenk meines kleinen Bruders eingelöst und mir Entspannung in einem Münchner Spa gegönnt. Gebucht waren ca. 30 Minuten Nackenmassage. Anscheinend haben mich die Damen am Empfang verwechselt? Habe ein tolles Peeling und eine Ölmassage zusätzlich bekommen. Ich bin gerade sehr entspannt! Und freu mich aufs Wochenende, aufs Eierfärben morgen und das Ostereiersuchen mit meiner Nichte am Sonntag.

Dazu passend mein Spruch zum Wochenende:

„Eiersuche, schöne Spiele, darauf freu’n sich wirklich viele.
Dieses Spaßes ist man beraubt, wenn man nicht mehr an den Osterhasen glaubt.
Und um der ganzen Freude Willen, nun die große Frage ist:
Weiter glauben oder nicht?“

Diesen und weitere Sprüche gibts hier – schöne Ostern euch allen!

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London: I like

Meine ersten Male setzen sich fort: gestern nacht hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen mitternächtlichen Feueralarm im Hotel. War nix, nur quasi mitten im schönsten und eigentlich ja erholsamen Schlaf um mich rum ein Riesenlärm. Bis ich kapiert habe, was überhaupt los ist, hat echt gedauert. Das Hotelzimmer konnte ich zum Glück schnell erkennen, da durch den Alarm alle Lichter angehen. Nur war ich erst mal geschockt. Und dann eine interessante Beobachtung an mir selber: ich hätte mich in der Vergangenheit eigentlich so eingeschätzt, dass mir alles egal ist und ich in so einem Fall erst mal einfach raus gehe. Ohne etwas mitzunehmen. Ha, im Gegenteil. Nach dem ersten Blick in den Gang im Schlafanzug habe ich mich erst mal in aller Ruhe angezogen, dann überlegt, was alles mitmuss (ja, ich habe meine Handtasche zusammengepackt und war sogar kurz am überlegen, meinen Koffer zu packen, völlig gaga, für den Fall, dass es echt gebrannt hätte?). Dann standen erst mal hunderte von schläfrigen Hotelgästen und ich, teilweise in Nachthemd, Pantoffeln, aufeinander gewürfelt in der Lobby … eine knappe Stunde, denn dieser Alarm ist so laut, das hält man im Zimmer schlicht nicht aus. Dann wars vorbei – irgendwie zumindest ein Learning: jetzt hab ichs mal erlebt und hoffe, dass mir das nie wieder passiert. Für den Fall dass hätte ich aber gerne zumindest daraus gelernt.

Dann gestern morgen der Weg ins Büro – London ist einfach zu groß. Theoretisch auf der Karte dachten meine Kolleginnen und ich: eine Stunde reicht locker. Tatsächlich sind die Dimensionen so viel größer, dass wir uns ordentlich verspätet haben … Auch eine Premiere: ich bin lieber pünktlich!

Das neue Büro in Hatton Garden ist superschön gelegen, am Abend sind wir auf einem kurzen Spaziergang durch das Viertel gelaufen, kleine Straßen, schnucklige Backsteinhäuser, alles um die Ecke. Früher lag zwar Victoria Street, Buckingham Palace, um die Ecke – aber das Büro lag mitten in einem Bank District, einfach ein großer hässlicher Häuserblock neben dem anderen … Jetzt kann man mittags wunderbar eine Runde laufen gehen, um sich die Umgebung anzuschauen. Mal sehen, ob ich das heute schaffe – habe mich nämlich auch bei den Uhrzeiten zum ersten Mal irgendwie vertan: mein Meeting dauert bis 3 Uhr, mein Flieger startet in Heathrow um kurz vor 5. Englische Zeit – hab ich eben beim Einchecken erst gemerkt, hatte bislang viel Zeit eingeplant, die habe ich definitiv nicht.

Über den gestrigen Abend muss ich nochmal separat schreiben, so toll war unser Restaurantbesuch (!!!), aber auch die Taxiheimfahrt war ein Traum: durchs nächtlich erleuchtete, wunderschöne London. Ich muss es an dieser Stelle einmal sagen: es gibt wenig Städte, die so „natürlich“ schön sind, wie diese Riesenstadt. Auf dem Weg zum Restaurant durch Holborn, später Covent Garden bei Nacht, Londons berühmteste Telefonzellen, am St. James Park entlang, dann wieder meine Tags zuvor gelaufene Strecke Richtung Chelsea Bridge. Einfach nur schön! Wird Zeit, die Stadt mal wieder zu Fuß zu durchstreifen, nicht immer nur hierherkommen zum Arbeiten!

Ach ja, noch eine Frage: wer fährt morgens gegen 9 Uhr in einem alten grünen Landrover mit einer riesigen Polizeieskorte durch London? wir hatten viele lustige Ideen, viel Spaß beim Miträtseln 🙂