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Eisheilige

In diesem Jahr machen die Eisheiligen ihrem Namen alle Ehre – heute noch kalte Sophie, dann ist aber auch echt mal gut, oder? Da war die letzten Tagen von Sonne, Sturm, Wind, Regen, Platzregen, kalten Böen, Hagel wirklich alles dabei. Heute solls in Österreich sogar schneien, brrrr … Gut, wie war das jetzt genau: nach den Eisheiligen ist es vorbei mit Nachtfrost und man kann beruhigt alle Pflanzen ins Freie bringen? Bedeutet das dann auch, dass ab morgen schönes Wetter ist? Die bezaubernde Nichte feiert nämlich im Kindergarten ein Maifest. Im matschigen Garten. Da sollten die hübschen Sommerkleidchen mal besser im Schrank hängen bleiben. Sie hat ja zum Glück Gummistiefel. Natürlich in der Lieblingsfarbe PINK.

Schneemanntag und Maulwurfshügel

… Und weit und breit nix, noch nicht mal Flocken. Schon etwas traurig für die Kids und kindgebliebene Erwachsene wie mich, dieser viel zu milde Winter hat bisher noch nicht genug Futter für alles, was im Schnee, und nur im Schnee Spaß macht, gebracht? Da stapfen die Kindergartenkinder mollig in Schneeanzüge verpackt durch braune Matsche, statt wunderbar pappigen weißen Schnee zu formen, Schneemann oder -Frau zu bauen, sich mit Pulverschnee zu beschmeißen, eine richtige Schneeballschlacht, sich einreiben, einen Schneeengel hinterlassen, Skulpturen oder einen Berg bauen … Da bleibt wirklich zu hoffen, dass es jetzt irgendwann losgeht? Mein Schweizer Patenkind rutscht beim Skikurs grad fast auf dem Gletscher rum, Schneemangel, auch in den Alpen … Echt schade, oder? Und heute ist auch noch der Welttag des Schneemanns – kann gar nicht gefeiert werden, außer Herr Schneemann vegetiert seit einem Jahr in irgendeiner Gefriertheke?
Wen der milde Winter zu freuen scheint sind die Maulwürfe, auf Wiesen, in Gärten überall frische Hügel. Und jetzt les ich grade, dass es dazu eine alte Bauernregel gibt: Wirft der Maulwurf seine Hügel neu, bleibt der Winter bis zum Mai. Hm, also erst mal sollte er jetzt langsam mal kommen, der Herr Winter… Und bis Mai? Ohne Worte.

Episoden aus (m)einem Autofahrerleben (1)

Gestern hats in Süddeutschland endlich geschneit. War allerdings nicht wirklich Schnee, sondern eher Schneeregen, was da vom bayerischen Himmel kam. Auf meinem Heimweg aus dem schönen Allgäu sitze ich im Auto und hab es, wie fast jeder andere Verkehrsteilnehmer auch, nicht so eilig. Die Straßen sind winterlich, etwas matschig, etwas vereist. Auf der Autobahn ist die linke Spur so gut wie nicht befahrbar. Kein Problem, ich will zu Hause ankommen. Irgendwann, wenns auch langsam vorwärts geht. So denkt aber nicht jeder, und auch gestern war ich mal wieder verblüfft, dass Autofahrer aus unterschiedlichen Landkreisen so deutlich an ihrer Fahrweise zu erkennen sind. Im Raum München warnt man immer vor den Kennzeichen FFB und LL – nach gestern muss ich einmal mehr sagen: zu recht. Der Unfall unterwegs, der mich einiges an Mehr-Zeit gekostet hat, wurde von einem Fahrer mit FFB-Kennzeichen verursacht. Der aufgrund der Straßenverhältnisse und nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schlingern kam und gleich mehrere andere Fahrzeuge touchiert hat. Und immer wieder überrascht haben mich die winzigen Geschosse aus dem Landkreis LL, die auf der Bundesstraße bei Tempo 90 schlingernd an allen anderen vorbeimussten. Die hatten es einfach eiliger als alle anderen?

Dabei ist es echt nett, so langsam zu fahren und auch mal den Blick nach links und rechts ins ansatzweise Winterwunderland zu werfen. Mein schönster Ausblick war eine Gruppe Spaziergänger mit Hunden, die durch den Schnee getobt sind. Schon schön, so etwas Winterstimmung unterwegs 🙂