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Multitasking und so

Letzte Woche ist mir was Komisches passiert: ich hab einen Flirtversuch ziemlich harsch im Keim erstickt … zu meiner Verteidugung möchte ich gerne sagen, dass ich erst im Nachhinein verstanden habe, dass es war, was es war. Alle sagen zwar immer, dass Frauen Multitasking können, ich kann aber offensichtlich nicht gleichzeitig eine ärztliche Diagnose verarbeiten – und dann kapieren, dass die „Einladung zu einem weiteren Gespräch bei einem Abendessen“ nicht so ganz unmittelbar was damit zu tun hatte. Insofern hab ich den durchaus schüchternen Vorschlag mit einem gar nicht netten Statement vernichtet. 

Die Situation ist ok, so wie sie ist. Aber etwas höflicher wär ich dann doch gerne gewesen …

Das mit dem Verheiratetsein

Kürzlich hat die bezaubernde Nichte die Unfall-Oma besucht und die zwei haben in der Küche „gearbeitet“. Und da nutzt die Kleine das Alleinsein mit der Großen, um „heimlich“zu fragen, warum denn ich, also die Tante, nicht verheiratet bin. Dumm war echt, dass ich da mitten reingeplatzt bin, denn ich hätte zu gerne die Antwort meiner Mutter gehört … So wurde die Frage mit einem grinsenden „das wüsste ich auch gern, da fragen wir sie doch mal selber“ an mich weitergegeben.

Und was soll ich sagen, ich war unvorbereitet, schließlich war das in den letzten fast 6 Jahren noch nie ein Thema. Hm, wie erklär ich, dass das einfach so ist. Herumstammeln, weil alles, was ich dazu sage, in dem Moment von ihr nur mit weiteren Fragezeichen versehen wird. Dann hab ich erklärt, dass sie ja einen tollen Papa hat, klar, dass meine Schwester den geheiratet hat. Dass aber ja nicht jeder Mann so toll wie ihr Papa sei, und deshalb eben ich nicht verheiratet bin. Die Nichte nickt verständnisvoll, weil ihren Papa, den liebt sie heiß und innig, also sie würde bestimmt auch ihn heiraten. Eh klar.

Dann denkt sie nach, welche tollen Männer sie außer dem Papa kennt, und hat einen Tipp für mich: „Dann heirate doch den Onkel C.“ Mein Bruder, der hoffentlich irgendwann seine Verlobte heiratet. Damit die Nichte endlich noch eine Tante bekommt. Das ist ihr auch wichtig – und damit war das mit dem Verheiratetsein dann auch schon wieder erledigt. Also zumindest, was mich betrifft 😉

Musik am Mittwoch: Mädchen und Rabauken

Da hat Pohlmann ziemlich recht, wenn er davon singt, was Mädchen sich wünschen – und dann, dann kommen die Rabauken. Die Mädchen versuchen, den Prinzen im Rabauken finden, der sie im Mondlicht auf Händen trägt – man könnte auch sagen, sie wollen die Männer verändern … hört selber rein, ich mags:

Der Buchhändler ihres Vertrauens 

Es gibt diese Abende im Freundeskreis, die sich aller Vorfreude wert erweisen. An denen gemeinsam geschlemmt, getrunken, gelacht und genossen wird. Manchmal aber noch viel mehr. Kürzlich durften wir zu viert einen Abend beim kleinen Italiener in der Nachbarschaft genießen. Hier geht’s chaotisch zu, aber das Ambiente ist stimmungsvoll, man kennt sich und das Essen ist köstlich. Ein kleiner Geheimtipp, hierherzukommen. An einem großen Tisch drinnen sitzen mindestens 10 fröhliche Mädels aller Altersklassen. Unser reservierter Platz ist damit belegt. Macht nix, es ist eine erste laue Sommernacht, wir bleiben vor der Tür. Zwei Mädels erscheinen zum Rauchen, schon vorher ist uns das angeregte Tuscheln aufgefallen. Jetzt lächelt die hübsche Blonde unseren Freund an und stellt ihn der Freundin als „Buchhändler meines Vertrauens“ vor. Er errötet, in der Hinsicht ist er – übrigens schon seitdem ich ihn vor 20 Jahren kennen lernen durfte – sehr schüchtern. Ich hab später „beherzt“ ein ganz klitzekleines bisschen eingegriffen. Und am Ende eines unglaublichen Abends haben sich die beiden  – immerhin – mit einem verlegenen Grinsen, einem flüsternden „bis bald“ und sogar einer kleinen Umarmung verabschiedet. Hach. Das hat den ohnehin wundervollen Abend noch perfekter gemacht – und ich muss ergänzen: da war noch nicht abzusehen, dass wir noch weiterziehen, es noch lustiger wurde und wir wirklich erst im Morgengrauen auseinander gehen sollten. Aber auch das war wertvoll und darf nicht unwiederholt bleiben, weil wir langsam in dieses Alter  kommen, indem so eine Nacht eine Woche „Schlecht-Beieinander“-Sein nach sich zieht … Insofern: auf baldiges Wiedersehen!