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Sonntagsfreude: Sommer-im-April-Mädelswochenende

Da ich mir eben recht böse in den Finger geschnitten habe und Tippen nur eingeschränkt möglich ist ein ganz kurzes Erinnerungsstichwort: das erste Mädelswochenende zu viert haben wir mehr oder weniger verbracht, wie 4 Mädels, 2×2 Schwestern, das eben tun: mal fröhlich und gut gelaunt, mal genervt, mal etwas zickig … aber alles in allem wars einfach nur schön viel Zeit. Und zum Glück hatten wir auch kleine Fluchten, einen Ausflug zur Pferdefreundin. Alles in allem wars schon ganz schön schön miteinander. Sollten wir bald mal wiederholen?!

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

Sonntagsfreude: Post an den Himmel

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Bildquelle: Pixabay CCO

Das war, obwohl ich Freitag nicht früher aus dem Büro losgekommen bin und „zu spät“ gekommen bin, ein wundervolles Mädelswochenende. Die bezaubernde Nichte hat mich mit einem Film im KiKa erwartet, den wir beim ins Bett gehen noch ausgiebig diskutieren mussten … war dann etwas spät und die Nacht für mich viel zu kurz.

Das mit dem Frühstück klappt immer besser, ich bekomme ihr Spiegelei fast so knusprig und gleichzeitig noch glibberig hin, wie der Herr Papa. Im Bad ist es nicht ganz mein Tempo, aber wir hatten ja Zeit, bis wir gemeinsam zum Friseur durften, um wieder hübsch gemacht zu werden. Sie bekommt natürlich das volle Programm inklusive Farbe auf die Nägel. Doch mehr das Mädel, das ich irgendwie nie war?

Danach haben wir für uns beide und die Oma Pizza mitgenommen, damit die nicht für uns kochen musste und auch ein bisschen Mädelswochenend-Programm hatte. Auf dem Weg gabs noch einen Abstecher in den Supermarkt, wo ein netter Herr ihr einen grünen Herzluftballon schenkte. Den sie freudestrahlend anhimmelte – bis direkt am Auto das Malheur passierte. Irgendwie hat sie ihn losgelassen – und er entschwand himmelwärts. Und da hat sie mich einmal mehr verblüfft. „Jetzt freut sich jemand über Post!“ Keine Traurigkeit, sondern ein Gedanke an die lieben Verstorbenen im Himmel, die das Herz als Gruß erkennen werden. Und wir haben hinterher ganz viele winkende Hände in den Wolken über uns entdeckt …

Denn wir mussten schon wieder weiter, ins Landkino auf dem Weg, wo „Die Kleine Hexe“ uns erwartete. Gut, erst mal nicht kindgerechte Werbung, die unser aller Nerven überstrapazierte. Das hat der Film aber mehr als wettgemacht. Ich kenne das Buch, hatte aber zugegebenermaßen nicht mehr alles parat. Es war egal, ich finde die Verfilmung zauberhaft. Und die bezaubernde Nichte – und ich hatte den Eindruck, auch alle anderen kleinen Besucher – war mit mir begeistert. Meine Lieblingsszene: die kleine Hexe tanzt mit den Kindern um den Schneemann. Die bezaubernde Nichte: fand den ganzen Film toll, konnte sich nicht für eine Szene entscheiden. Und wir finden beide Hexen toll, die bezaubernde Nichte kennt schon wieder neue Zaubersprüche. Hach.

Und ich möchte eine große Lanze für die Kinos auf dem Lande brechen: es gab Kinositzerhöhungen für die Kinder, faire Preise und super freundlichen Service. Und Leinwand, Bildqualität und Sound stehen den großen Filmpalästen in nichts nach. Ach ja, sauberer war’s – und wir wurden von den Mitarbeitern persönlich verabschiedet. Da geh ich gerne wieder ins Kino.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“

 

Sonntagsfreude: Mädelswochenende 

Die letzten 24 Stunden war „Mädelswochende“, erstmalig war die bezaubernde Nichte große Schwester, Nichte 2.0 war zum ersten Mal überhaupt dabei – auch die Mama der zwei, meine Schwester (weil für ohne ist die jüngste Teilnehmerin definitiv noch zu klein) – und den Herrn Papa haben wir als Koch und technischen Support eingesetzt. Die neuen Abläufe und Beteiligten haben für die Premiere sehr gut harmoniert:

Gestern Nachmittag hat sich das bewährte Chaos-Tante-Nichte-Team zum Schwimmen ohne den Rest aufgemacht. Ich sag nur: im kleinen Becken unzählige Male hin und her ohne Schwimmhilfe. Klappt, sofern keiner spritzt und sonst Wasser geschluckt wird. Tauchen klappt nicht. Punkt.

Danach wurden wir – welch Luxus – am gedeckten Tisch empfangen. Es gab Salat, Burger mit allen möglichen Saucen und Pommes Frites. Anschließend wurde uns die DVD eingelegt und der Filmeabend konnte starten. Wir haben bis zum Ende durchgehalten (und die Nichte kann jetzt allen erklären, dass ihre Tante mal Theater gespielt hat oder besser an einem Singspiel mitgewirkt hat, und die wesentlichen Eckpunkte des Stücks erklären kann sie auch, auch wenn nicht alles so sehr logisch ist …)

Durch die Zeitumstellung waren wir lang wach, haben herrlich lang ausgeschlafen – zum Frühstück gabs Blaubeer-Pancakes – und Sturm. So hatten wir Zeit, im ruhigen Hausinneren  Geburtstagseinladungskarten zu basteln und zu schreiben. Und ein paar Spiele zu spielen.

Die Tante ist eben bei blauem Wolkenhimmel mit viel Sonnenschein nach Hause gefahren, weil sie Abends ins Theater geht. Die Nichte hat sich zurückgezogen, um Bibi & Tina zu hören, das ist an diesem Mädelswochenende definitiv zu kurz gekommen. Bisher.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Glückspilz-Momente (2)

 Als die beste Freundin vor Wochen meinte, sie könne sich an meinem Geburtstag freinehmen und Zeit mit mir verbringen, hab ich mit Freude ja gesagt. Weil oft haben wir das ja nicht, also mal mehr als ein paar Stunden am Stück. Unser ursprünglicher Plan klappte nicht, wir haben eine andere Idee realisiert: eine Auszeit an einem Kraftort im Chiemgau, auf der Fraueninsel im Chiemsee. Im Kopf hatten wir in den ersten Apriltagen natürlich – wie vor einigen Jahren auch wunderbar erlebt – mit Frühlingssonne satt gerechnet, Blick auf den spiegelnden See vor der Bergkette und strahlend blauem Himmel. Hmnaja, nicht so ganz. Die Wettervorhersage meinte Regen, den hatten wir nicht. Dafür bedeckten Himmel, aber was solls. Bei der kurzen Schifferlfahrt von Gstaad zur Fraueninsel lerne ich von den Profis, „die können An- und Ablegen“, und wie. Wir laufen über den  Steg brav auf der Mittelspur an Land, merklich wenig los. Nur ein paar Meter und wir haben unser Quartier erreicht, auf der Website steht zu lesen: „Seit über 600 Jahren lädt das altehrwürdige Inselhotel zur Linde mit seinem Charme und seiner schlichten Eleganz zur Einkehr. Vom höchsten Punkt der Fraueninsel grüßt diese Oase der gepflegten Gastlichkeit, als eines der ältesten Wirtshäuser Bayerns.“ Am Eingang eine kurze Irritation: „Heute geschlossen“. Neeeeeiiiiin. Wir gehen trotzdem rein, denn wir haben doch reserviert. Und werden herzlich begrüßt. „Sind Sie meine Gäste?“ Ja, also ja. Wir erfahren, dass ein hinterlistiger Virus das System lahmgelegt hat, aber: „ich hab Ihnen im Zimmer schön eingeheizt. Das Restaurant öffnet Sytembedingt leider nicht, aber ich könnte Ihnen eine Brotzeit richten. Oder Sie essen beim Klosterbräu? Und für nachher heiz ich Ihnen den Kachelofen ein …?“ Echt jetzt? Himmel. Wir sind im Himmel. Unser Zimmer mit Himmelbett. Klar.  Die nächsten Stunden erleben wir Herrenchiemsee menschenleer, kaum andere Lebewesen, nur Vögel. Ruhe, Stille, Zeit, Gespräche – ohne Ablenkung, ohne Ausweichen. Vollkommen für uns. Auch die Fraueninsel lässt uns auf einer abendlichen Runde zur Ruhe kommen, kein Wunder, dass Menschen seit Jahrhunderten hierher pilgern. Im Klosterbräu verwöhnt uns das aufmerksame Team mit köstlichem Saibling, frischem Meerrettich und Preiselbeeren, vor allem frischen Kräutern mit etwas Butter auf König-Ludwig-Brot. Die Herren am Stammtisch haben neben den Fußballexpertengesprächen immer wieder verstohlen zu uns heulenden Mädels geschielt, lag wirklich daran, dass der Kren seeeeeehr frisch war … Pappsatt spazieren wir in unser hellerleuchtetes Zuhause für die Nacht. Das wir fürs uns ganz allein haben, uns erwartet der wunderbare grüne Kachelofen, ein Flascherl Wein und etwas Käse zum Schnabulieren. Und ein Brieflein, das uns einen gemütlichen, entspannten Abend wünscht. 

  Nicht nur, dass wir genau den verbracht haben, wir sind schon zwei riesengroße Glückspilze: den schönsten Platz im Hotel, nur für uns. Das war ein Geschenk, kostbar, mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Wir sind überglücklich und mit einem kleinen Schwipps, vom Wein und vom endlich mal ganz auf uns fokussierten Gedankenaustausch ohne Ablenkungen ins Bett. Und da fühlt man sich im Himmelbett doch etwas wie eine kleine Prinzessin? Noch mehr am nächsten Morgen, als im Wintergarten – nur für uns – Frühstück, das jeden, wirklich jeden Wunsch erfüllt, aufgebaut ist. Wir haben ein komplettes Küchenteam, nur für uns. Muss mal geschrieben werden: das ist nicht selbstverständlich. Schließlich waren wir die einzigen Gäste. Und das System lief auch am zweiten Tag Virus-bedingt nicht. Trotzdem haben wir uns jede Minute königlich gefühlt. Und wenn man dann noch ein Gespräch aufschnappt, in dem man als liebe, zufriedene Gäste erkannt wurde …. Herz, was willst du mehr? Und weil es gesagt werden muss: Vielen lieben Dank an alle, die unsere Zeit so sehr bereichert haben. Das war wirklich ein sehr besonderes Geschenk, und so unverhofft …

  Achso, alles richtig gemacht, Freitag regnete es, war zwar noch weniger los, aber es hat doch deutlich mehr Spaß gemacht, trocken über die menschenleeren Chiemseeinseln zu spazieren. In der Klosterkirche konnten wir Freitag Vormittag ganz allein Kerzerl für unsere Lieben entzünden und nochmal eine tiefe Ruhe in uns aufnehmen. Und als kleines Geburtstagsgeschenk hab ich mir aus dem Klosterladen „Die Gärtnerin von Versailles“ mitgenommen, passt sooo gut. Und die beste Freundin und ich müssen „bald mal“ einen DVD-Abend planen. Und in Rosenheim bekamen wir sogar noch Schuhe … Hach!
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Ein Beitrag zu den Glückspilz-Momenten im April 2016. Danke an die Initiatorinnen Petra, Maire und Mel für den schönen Impuls, das in dieser so treffenden Rubrik festhalten zu dürfen.