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Spruch zum Wochenende: Abschied

Es ist Zeit, viel zu früh, wenn auch seit langem erwartet. Zeit, in diesen herbstlichen Novembertagen zu hoffen, dass er noch mal Sonne und Farben und gelebtes Leben tief in sich aufnehmen darf, auf dass ihn  ein paar Sonnenstrahlen kitzeln und zum Lächeln bringen. Zeit, den Papa meiner besten Freundin los zu lassen, ihn und sie und alle seine Lieben auf den letzten Metern zu begleiten, gedanklich. Leider habe ich sein „kimmst wieder“ wohl zum letzten Mal gehört, aber wir werden es uns ganz in seinem Sinne tief im Herzen bewahren. Beziehungsweise fortführen. Und einmal mehr muss ich bemerken, wie nahe wir uns in solchen Zeiten kommen können. Diesem Gedanken widme ich meinen Spruch zum Wochenende: „Abschied ist die innigste Weise menschlichen Zusammenseins.“ (Hans Kudszus)

Spruch zum Wochenende: Zwei Dinge

 Zwei Dinge sollen Kinder
von ihren Eltern bekommen:
Wurzeln und Flügel.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Der Spruch ist mir diese Woche gleich mehrfach begegnet und ich mag ihn sehr gerne. Wünsch euch allen ein schönes Wochenende, wissend, was euch Wurzeln verleiht, dabei frei wie ein Vogel. Mich erdet gerade ein Eichhörnchen, das seine letzten Wintervorräte durchstöbert – und meinen Blick bestimmt gleich wieder mit auf den höchsten Baumwipfel nimmt, wenn es den Boden verlässt …

Spruch zum Wochenende: Alles passiert aus einem Grund

„Alles passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit du lernst, loszulassen. Dinge gehen schief, damit du zu schätzen weißt, wenn es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit du lernst, nur dir selbst zu vertrauen. Und manchmal bricht etwas Gutes auseinander, damit etwas Schöneres zusammenkommen kann.“ (Marylin Monroe)

Meine Pause dauert noch ein paar Tage, aber ich lasse mal wieder einen Spruch da – passend zum Leben.

Habt ein schönes Wochenende

Tag der Freundschaft

Gestern war der Tag der Freundschaft – und ich habe ja schon viel darüber geschrieben, wie wichtig mir Freundschaften ist, wie glücklich ich bin, dass ich echte Freunde in meinem Leben habe. An meiner Seite, die mich je nachdem auffangen und loslassen, Nähe oder Freiheit geben. Die mich mögen, wie ich bin. Mir auch mal den Kopf waschen, wenn ich total aus dem Ruder laufe, mir zuhören, ihre Gedanken mit mir teilen …

Freundschaften verändern sich, wie das Leben selbst. Die Geschichte einer Freundschaft verläuft in Phasen, von manchen Freunden entfernt man sich, anderen kommt man näher. Manche verliert man, von manchen verabschiedet man sich ganz bewusst. Je älter wir werden, desto wertvoller werden Menschen, die uns schon lange begleiten, die mehr Facetten unseres Lebens kennen, nicht nur den Jetzt-Ausschnitt. Aber: auch neue Freundschaften, die nichts von der Vergangenheit wissen, die auf Gegenwart und Zukunft ausgerichtet sind, können wunderbar sein. Mit Freunden teilt man alles, also auch Ängste, Sorgen und Nöte. Aus unseren Freundschaften entstehen manche Impulse, die für unser Leben essentiell sein können. Ein Freund kann einem einen Spiegel vorhalten, wie es kein Therapeut schafft. Einen Freund verletzen: auch, wenn man das unter allen Umständen nicht möchte – es kann so leicht geschehen.

An alle lieben Wegbegleiter, ob nah oder fern: ich möchte euch ein kleines Dankeschön schreiben, denn ich weiß sehr wohl, ihr musstet mit mir die guten wie die weniger guten Zeiten durchmachen. Die lieben Menschen, die ich Freunde nennen darf, müssen sich so manches aus meinem Leben anhören – in unendlichen Wiederholungsschleifen. Meistens geht es um irgendeine dummgelaufene Männergeschichte. Unterschiedliche Namen und Situationen. In dem Moment soooo wichtig, im nächsten … Meine beste Freundin hat mich irgendwann gefragt: „Muss ich mir den Namen merken?“ Wie wahr. Auch daraus habe ich gelernt. Wie aus den vielen Gesprächen zu den wichtigen und weniger wichtigen Themen, die uns alle tagtäglich beschäftigen. Es bleibt spannend, und das ist gut so. Denn in meinem Freundeskreis wird, so Gott will, nie der Gesprächsstoff ausgehen.