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Ganz große Oper im Kino

Ich war die letzten Jahre ganz ganz selten in der Oper. Obwohl ich sie liebe … aber Zeit investieren, viel Geld ausgeben – und dann doch nur wenig sehen, noch schlimmer hören. Dazu bin ich ja nicht so diejenige, die sich gerne aufbrezelt. Kamen also ein paar Argumente zusammen, lieber andere musikalische Projekte live zu verfolgen. Meine Lieblingsopern „laufen“ dann ja auch öfter mal auf 3Sat …

Und dann hat die viel mehr als Konzertfreundin eine interessante Alternative gefunden: neuerdings gehen wir ins Kino. Und lauschen der ganz großen Oper. Im Livestream. Dabei rücken wir Frau Netrebko und Herrn Kaufmann so nah, dass ich ihnen nicht nur zuhören, sondern sogar ihre Technik bewundern darf. Und das bei Herrn Verdi, der ja schon sehr anspruchsvolle Opusse geschaffen hat. die den Sängern ganz schön was abverlangen … das war ganz großes Kino und ganz große Oper. Und ist in jedem Fall wiederholenswert 🙂

#Sonntagsfreude: Schnee, Regen, Sturm

Erst kam der Schnee, dann Regen – innerhalb von wenigen Stunden wich die weiße Pracht. Dann wieder Schnee, darauf viel Regen. Ergibt Eis. Heute ist Sturm angesagt … Hm, Wetter, um auf dem Sofa zu kuscheln. Mit einem guten Buch. Oder einer wiederentdeckten DVD: Die zauberhafte Welt der Beatrix Potter. Sicher nicht der beste Film der Welt. Aber egal, es geht um eine meiner Lieblingskinderbuchautorinnen, die den legendären Peter Rabbit und viele weitere weit über die Grenzen Englands hinaus bekannte Tier-Charaktere geschaffen hat. In Film tauchen alle ihr bezaubernden Geschöpfe auf, dazu gibt es eine Liebesgeschichte und den Beginn ihrer Karriere – kitschig, aber schön. Genau richtig für diesen ussligen Sonntag nachmittag.

Mehr Sonntagsfreude bitte hier nachlesen.

Spruch zum Wochenende: Osterhase

… auch wenn ich London so sehr genossen habe: die Meetings waren intensiv und haben Zeit gekostet, es ist zu viel Arbeit liegengeblieben, obwohl ich in den Pausen und abends im Hotel gearbeitet habe …

Zum guten Ende war beim Rückflug nach München mein Parkticket unauffindbar. Ist mir noch nie passiert, also schon wieder eine Premiere. Kostet übrigens 10 Euro Bearbeitungsgebühr und man bekommt noch nicht mal seinen Stellplatz mitgeteilt (den ich mir ja immer superkorrekt auf dem Parkticket notiere). Das Parkticket hat sich zu Hause angekommen beim Ausräumen der Laptoptasche schön ordentlich in einer Plastikhülle verpackt zu Erkennen gegeben. Hat wahrscheinlich der Osterhase versteckt?

Dafür hatte ich heute Glück: hab passend zum Winterwetter das Weihnachtsgeschenk meines kleinen Bruders eingelöst und mir Entspannung in einem Münchner Spa gegönnt. Gebucht waren ca. 30 Minuten Nackenmassage. Anscheinend haben mich die Damen am Empfang verwechselt? Habe ein tolles Peeling und eine Ölmassage zusätzlich bekommen. Ich bin gerade sehr entspannt! Und freu mich aufs Wochenende, aufs Eierfärben morgen und das Ostereiersuchen mit meiner Nichte am Sonntag.

Dazu passend mein Spruch zum Wochenende:

„Eiersuche, schöne Spiele, darauf freu’n sich wirklich viele.
Dieses Spaßes ist man beraubt, wenn man nicht mehr an den Osterhasen glaubt.
Und um der ganzen Freude Willen, nun die große Frage ist:
Weiter glauben oder nicht?“

Diesen und weitere Sprüche gibts hier – schöne Ostern euch allen!

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Im Circus – ohne Kids

Hab ja schon angekündigt, dass ich noch mal separat über Dienstag abend schreiben muss, weil es so wirklich außergewöhnlich toll war: wir waren im Circus, einem tollen Lokal in Covent Garden. Die Adresse ist 27-29 Endell Street, und das schreibe ich, weil ich es empfehlen möchte. Tolles Essen, schickes Ambiente – und wechselndes Programm. Nicht so ganz vorhersehbar!

Hinter der Tür mit Klingel verbirgt sich ein langer, in scharz verkleideter schmaler Gang, durch die Tür geht es in den Club, die Bar. Der Blick fällt direkt auf einen langen, sehr breiten Tisch. Der nicht so ganz ins restliche Raumkonzept zu passen scheint, das eher auf kleine runde Tische ausgelegt ist, im Hintergrund eine Bar und Lounge-Bereich. Mein Team durfte an der langen Tafel sitzen, auf schmalen Sitzen mit hoher Rückenlehne, ganz vorne. Der Service schlicht umwerfend, wir wurden herzlich empfangen, das Menü erklärt – die Getränke waren schnell auf dem Tisch, ebenso die Vorspeisen. Und besonders schnell war der Service beim Abräumen und beim uns Erklären: setzt euch jetzt weit zurück, nehmt alles vom Tisch – denn: der erste Act des Abends betrat die Bühne, die – richtig – unser Tisch ist!

Die Künstler sind Akrobaten, Artisten, Entertainer – haben ihren (jeweils göttlichen) Körper, aber auch das Publikum vollkommen unter Kontrolle. Der Tisch ist nicht sehr brekit, das bedeutet: während der Show muss jede Bewegung sitzen. Es darf keinen Zentimeter weiter als geplant gehen, sonst ist ein Gast unter Umständen gefährdet. Und alle 3, die wir am Dienstag abend gesehen haben: wow, einfach nur großartig! Eine Körperbeherrschung, die ich nur aufrichtig bewundern kann.

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Für einen Teamabend: ein ziemlich perfektes Dinner, köstliches Essen gabs nämlich on top! Und ich muss wahrscheinlich nicht betonen, dass uns Mädels die beiden Jungs besonders gut gefallen haben? Meine „neue“ Kollegin, die  wir alle gerade ein paar Stunden zuvor kennengelrnt hatten hat uns alle mit ihren echt texanischen Anfeuerungsrufen vom Hocker gerissen – kein Wunder, dass das Circus-Team getwittert hat: „Tuesday night was ROCKING… Let’s see what Wednesday’s got to offer. Bring it ON!“ Das kann ich nur bestätigen: der Abend hat gerockt!

978War echt schade, als es vorbei war! Hier gibts weitere Fotos, denn das Programm scheint immer zu wechseln, und ich kann das jedem, der auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Erlebnis in London ist, einfach nur empfehlen!

 

Einziger Wehmutstropfen: ich haben meinen über alles geliebten Pashmina liegen lassen – und er ist leider nicht wieder gefunden worden, seufz!