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Sonntagsfreude: Wintersonnenaufgang

Das ist der Vorteil, wenn man Sonntags richtig früh unterwegs ist: man darf der Sonne zusehen, wie sie uns allen in den Tag leuchtet.

Herrlich schön war er, unser sonntäglicher Spaziergang durch das Holledauer Hügelland. Auch 2019 beende ich schwer heimatverliebt

Adventszeit ist Lichterzeit

Ja, manche übertreiben es – aber ich mag die vielen Lichter in der Adventszeit. Egal, ob wunderschön beleuchtete

Straßenzüge in der Stadt oder die funkelnden Christkindlmärkte. Die Lichterketten an Fenstern und Häusern. In diesem Jahr hab ich schon eine Reihe Lichtinstallationen mit wandernden Sternen an Hausfassaden gesehen. Und wenn ich übers Land fahre freu ich mich über die leuchtenden Dörfer und Höfe.

Immer noch am schönsten finde ich den alten Brauch, in der Adventszeit eine Kerze in der Laterne vor die Haustür zu stellen. Ein Licht leuchtet durch die Nacht … sogar klimaschonender, als die elektrische Beleuchtung 💫

Im dunklen Wald

Ich bin ganz bestimmt nicht stolz auf die folgende Geschichte – aber sie soll festgehalten werden, weil sie lehrreich ist und zum Glück einen guten Ausgang hatte …

Im Wald fühl ich mich heimisch, orientiere mich am Sonnenstand und an Hinweisschildern, wenn ich in fremden Wäldern unterwegs bin. Hat bislang immer geklappt, deshalb hab ich mir eine gute Orientierung attestiert. Dummerweise war der Weg, den wir gestern gelaufen sind, anders als von meinem Begleiter angenommen, kein Rundweg. Und das Waldgebiet sehr groß und bis auf wenige Ausschilderungen sehr unübersichtlich.

Dann sind wir auch einen großen Umweg statt der ausgebauten Piste gelaufen. Und mitten im Wald kam die Dämmerung. Dass es in dieser Jahreszeit viel zu schnell stockdunkel wird muss ich nicht betonen.

Leider hat die Navigation gar nicht funktioniert, um halb sieben haben wir beschlossen, dass am wichtigsten ist, raus aus dem Wald zu kommen. Dann haben wir auf gut Glück einen Weg verfolgt – und nach weiteren zwei Kilometern ein Dorf gefunden. Zum Glück hat mein iPhone bis dahin Licht gespendet. Denn ohne Licht orientierungslos im Wald …

Puh. Alles ist gut gegangen, ein netter Schutzengel hat uns nicht nur die Tür aufgemacht, sondern uns ach zum etwa 5 Kilometer entfernten Auto gebracht. Und das war warm. Und hat uns heil heim gebracht.

In Zukunft werde ich wieder meinem üblichen Schema folgen und bei unbekannten Wegen einfach die gleiche Strecke zurückgehen. Oder falls ich Vorlauf zum Planen habe vorher Kartenmaterial studieren …

[kinderkram] 17 #Martinsumzug

Es ist nicht so, dass Kinder schon seit tausenden von Jahren Laternen basteln, um damit durch die Nacht zu ziehen. Man darf eher vermuten, dass sich das Brauchtum aus der Entstehung von Kindergärten heraus entwickelt hat. Nicht nur in den katholischen Gebieten, wo traditionell am 11. November der Namenstag des Heiligen Martin gefeiert wird. Dort wird der Umzug meist auch von einem Schauspiel zu seiner Legende begleitet, das zeigt, wie der Reiter in einer kalten Nacht seinen Mantel mit einem Bettler teilt. Anderswo heißt die Tradition schlicht Laternelaufen. Alles hat sich aber wohl aus traditionellen Herbst- bzw. Martinifeuern und den in den Kirchen zur Messe entzündeten Kerzen und Laternen entwickelt.

Heute basteln die Kinder im Vorfeld Laternen, manche thematisch, manche bunt. Manche schön, andere weniger. Und es werden Lieder einstudiert, „Ich geh mit meiner Laterne, rabimmel, rabammel, rabumm“, „Kommt, wir wolln Laterne laufen“ oder „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“. Und wenn es dunkel wird, kommt der große Moment: das Licht wird angezündet und beim durch die Straßen ziehen erleuchten die Kinder die Nacht.

Egal, ob das Brauchtum und unter welchem Namen auch immer fortgesetzt wird: es geht darum, dass in der dunklen Jahreszeit ein Licht leuchtet. Und das lieben nicht nur die Kleinen.


Kurz und knapp ein Auszug meiner Gedanken rund um den Martinsumzug. Oder Laternenzug. Oder Lichterzug … Der Blickwinkel einer Erwachsenen, die als Kind nie eine besonders hübsche Laterne gebastelt hat. Weil sie zum Ende hin immer zu ungeduldig war und schnell fertig werden wollte. Die es nach dem ersten eher gruseligen Moment sehr schön fand, mit Lichtern durch die Nacht zu ziehen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: wie steht ihr zum Thema Martinsumzug? Seht ihr darin eine erhaltenswerte Tradition? Oder kann das weg…