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Spruch zum Wochenende: Nimm dir Zeit

Bildquelle: Pixabay
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„Nimm dir Zeit zum Glücklichsein, es ist die Quelle der Kraft.

Nimm dir Zeit zum Spielen, es ist das Geheimnis der Jugend.

Nimm dir Zeit zum Lesen, es ist der Ursprung der Weisheit.“

(Achim von Arnim)

Mit diesem Spruch verabschiede ich mich in ein Wochenende mit viel Zeit – hoffentlich. Schöne Freizeit-Tage!!!

PS: kleiner Tipp einfach so, falls jemand in den kommenden Tagen mit Kindern in München sein sollte? Im Kronensaal kann man in besonderem Ambiente lecker essen und schöne Zeit verbringen. Bis nächsten Mittwoch bekommt jedes Kind ein Ei zum bemalen und dekorieren. Alle Kunstwerke werden „ausgestellt“, das schönste Osterei gewinnt ein Osterfrühstück für die ganze Familie.

#Sonntagsfreude

Praktisch war dieser Sonntag eine technische Pleite: mein Laptop, mein heißgeliebter Sony, lässt sich nicht mehr anmachen. Es gibt ein Stromproblem. Ich hab schon ein neues Stromkabel, das funktioniert. Nur geht er trotzdem nicht mehr an. Gut, er ist schon ein paar Jahre alt. Trotzdem.
Trotzdem freu ich mich an diesem Sonntag. Denn: Theoretisch bekommt man so zeitliche Kapazitäten, die man sonst vor dem Rechner hocken würde. Für andere Dinge. Um zum Beispiel ein Buch fertigzulesen, das seit Monaten ungelesen vor sich hindümpelt. Den 100jährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand. Ich hab zu Beginn nicht so recht in den Bestseller reingefunden. An diesem Sonntag Abend hab ich die letzten 150 Seiten in einem Stück ausgelesen. Und musste viel laut lachen. Fand es insgesamt nett und amüsant. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

20140216-194100.jpgMeine Lieblingsstelle steht auf Seite 302:
„Ich bin stolz auf dich, Herbert,“ sagte Allan. „Dass ausgerechnet du eine Fahrschule aufmachst! Wo hier doch Linksverkehr ist und alles …“
„Linksverkehr?“ Staunte Herbert. „Fährt man in Indonesien denn auf der linken Seite
?“
Das ganze Buch und das Lachen, das war meine persönliche Sonntagsfreude.

Mehr Sonntagsfreuden bitte hier nachlesen.

Meistgelesen

Ich habe so meine Routinen, dazu gehört, morgens und abends über einige Online-Medien zu lesen. Dabei habe ich kein System im eigentlichen Sinne, klicke, was mich gerade anspringt. Heute hab ich mich mal von der Kategorie „was andere gerade oder am meisten oder irgendwie so lesen“ inspirieren lassen:

Musikalischer Jahresrückblick: meistgelesen auf dem Zeit Magazin Online heute ein Artikel zu den besten Musik-Alben des Jahres.

Weder weihnachtlich noch saisonal: am meisten Leser von suedeutsche.de lesen jetzt gerade über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Genauso weit weg, aber mit einer immensen Tragweite und Auswirkungen auf jeden einzelnen, weil es geht um unser Alter – Top-Thema auf faz.net: die aktuelle Debatte zum Thema Rentenalter

Beschäftigen sich die Deutschen zum Jahreswechsel mit dem Thema Jobwechsel und Bewerbung? Könnte man jetzt vermuten, denn unter den Top3 Themen auf spiegel.de sind schreckliche Bewerbungsbilder

Wenigstens im Bereich Gesundheit auf Focus.de hat DAS liebste Thema mit der Vorbereitung auf Weihnachten zu tun, wenn der Aufhänger auch, na ja, also sagen wir mal, alles das ist, was einem die Feiertage mies machen kann? Was Weihnachten verdirbt

Insofern: nicht nur ich bin eine Woche vor dem heiligen Abend gedanklich mit allem möglichen, nur nicht mit Weihnachten beschäftigt?

Happy Birthday Astrid Lindgren

Aus aktuellem Anlass – heute würde Astrid Lindgren 105. Geburtstag feiern – sag ich mal Dankeschön. Wenn ich an meine Kindheit denke, dann hat mir diese großartige Schriftstellerin wunderbare Stunden geschenkt. Voll Phantasie, voll mit schwedischen Dörfern und kleinen Städten mit bunten Häusern, voll mit Naturerlebnissen. Auch wenn ich damals nicht wusste, wo Schweden liegt – es hat mir dort dank ihren Erzählungen richtig gut gefallen! Nicht immer waren ihre Hauptfiguren meine Idole, Pippi fand ich toll, als abenteuerlustige Freundin, wollte aber nie Tommi oder Annika sein (zu fad). Mit den Kindern von Bullerbü hab ich gespielt, bin in Gedanken mit auf ihre Touren gegangen. Ich wollte schon immer mal Ferien auf Saltkrokan machen! Mit Madita hab ich gelitten und mich oft in ihr wiedererkannt. Die Madita-Filme hab ich erst viel später gesehen (und auch die fand ich toll). Bei Nils Holgerson wars andersrum: ich habe erst die Zeichentrickserie geliebt, wäre am aller-allerliebsten auch mal ganz klein gewesen, um mit den Gänsen zu fliegen und die Welt zu sehen. Die Bücher hab ich erst viel später verschlungen. Wie Karlsohn vom Dach und ürbigens auch Ronja Räubertochter, das Buch hab ich erst als Erwachsene gelesen.

Und meinen Michel liebe ich ununterbrochen heiß und innig: wenn die Geschichten aus Lönneberga im Fernsehen widerholt werden kann ich wirklich nicht widerstehen. Muss ich sehen. Vor allem, weil der Schauspieler genau so ist, wie man sich den Emil aus dem schwedischen Original vorstellt: ein blonder Lausbub, verschmitzt mit einem wunderbar großen Herzen.

Ich habe von Astrid Lindgren später noch viel gelesen, mich im Studium mit ihr als Schriftstellerin auseinandergesetzt, mehr über sie als Persönlichkeit gelernt. Und mir dennoch immer einen Blick auf sie erhalten können: sie konnte sich auch als Erwachsene so herrlich in Kinder hineinversetzen. Bilder erschaffen, die Kindern gefallen. Ideen erfinden, die Kinder begeistern. Und auch Erwachsene in diese Welt mitnehmen.

Happy Birthday Astrid Lindgren – ich werde meinen Patenkindern sicher das ein oder andere deiner Bücher schenken, vorlesen oder mit ihnen einen Film nach deinen Romanvorlagen schauen!