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Das mit dem Altersunterschied

In diesem Artikel werden im Kontext mit dem Thema Lebensphasen 3 Frauen zwischen 29 und 40 von A bis Z befragt – und ich fühle mich spontan inspiriert, da mal ein paar Jahre Unterschied „mehr“ beizusteuern. Und zwar nehme ich mal alle 3 Patenkinder im Alter von 6 bis 11 Jahren zusammen – und mich, also pi mal Daumen 30+++. Einige Begriffe habe ich angepasst, damit es nicht zu Irritationen kommt …

A wie Alter
Patenkinder: Hoffentlich geht das Jahr schnell rum, damit ich wieder ein Jahr älter werde …
Patentante: Frau ist so alt, wie sie sich fühlt …

B wie Buch
Patenkinder: Hab ich ganz viele, aus denen ich mir vorlesen lasse (oder auch selber lese) – aber ich mag ja viiiieeeel lieber auf dem iPad „lesen“.
Patentante: Ich war als Kind eine Leseratte, merkt man an meinem Buchbestand. Irgendwie hab ich in den letzten Jahren viel weniger Bücher gelesen, gefühlt. Aber das soll sich ändern. Jawoll.

C wie Chillen
Patenkinder: Wenn ich grade mal nicht hopse, hüpfe, tanze, krabble, laufe, renne, sackhüpfe, male, schreibe, spiele, lese, rechne oder mich sonst wie beschäftige, dann „chill“ ich auch ganz gerne. Aber so viel wie die Erwachsenen? Nö danke.
Patentante: Wie ist das eigentlich, wenn einem langweilig ist? Bis ich diesen Zustand wieder erreiche versuche ich, öfter mal zu chillen …

D wie Drogen
Patenkinder: Hä?
Patentante: Ich bin neben einer Drogenentzugsanstalt aufgewachsen und beantworte gerne Fragen rund um das Thema: Ich kann das richtig dosieren und werde nicht abhängig …

E wie Ehrlichkeit
Patenkinder: Ich bin immer ehrlich, aber manchmal schwindle ich auch. Aber wehe, ihr schwindelt mich an, das kann ich nicht leiden.
Patentante: Ist mir wichtig, vor allem im Umgang mit mir selbst. Kleine Notlügen sind erlaubt und ich finde es manchmal sogar bezaubernd, wenn ich von meinen Patenkindern angeschwindelt werde …

F wie Feiern
Patenkinder: Am liebsten würd ich 1 mal im Monat Geburtstag und Weihnachten feiern – und immer gibt’s Geschenke für mich.
Patentante: Fand schon immer toll, Feiern zu gehen. Nur braucht mein älteres Ich heute ein paar Tage, um mich von langen Nächten zu erholen 😉

G wie Geld
Patenkinder: kannst du mir gerne in mein Sparschwein stecken, lieber Scheine als Münzen …
Patentante: Solange ich davon leben kann …

H wie Heimat
Patenkinder: Ist da, wo ich und meine Familie zu Hause sind.
Patentante: Ist ein Gefühl, da, wo ich mich zu Hause fühle.

I wie Ich
Patenkinder: Iiiiiiiich bin der Mittelpunkt der Welt, alles hat sich um mich zu drehen – gefälligst.
Patentante: Manchmal verschwindet das Ich ein bisschen hinter Wir. Aber: ich kann mich immer auf mich verlassen, zu 100 Prozent.

J wie Jugend
Patenkinder: Also pass auf – Jugendliche sind keine Kinder mehr und keine Erwachsenen – aber so ganz genau weiß ich jetzt nicht, warum man da einen Unterschied machen muss.
Patentante: Teenagertage, 24 Stunden komplettes Gefühlschaos, von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Kein Kind mehr, aber doch schon eine Ahnung, was es bedeutet, irgendwann mal erwachsen zu sein … Puh. Wobei ich auch heute hin und wieder gerne mal wieder wie 13 bin 🙂

K wie Kreativität
Patenkinder: Echt, das findste jetzt kreativ? Wart mal, da fällt mir noch viel mehr Blödsinn ein.
Patentante: So viel im Kopf, so wenig Zeit.

L wie Liebe
Patenkinder: „In allen vier Ecken soll Liebe drinstecken“.
Patentante: Lieben und geliebt werden …

M wie Malen
Patenkinder: Nein, das ist doch kein Hase, das ist ein Einhorn. Hier – und da – und schau mal daaaaaa.
Patentante: Abstrakt? Also ich weiß ja, was ich damit aussagen wollte. Wenn du das nicht erkennen kannst hast du wohl keine Ahnung von Kunst.

N wie Nagellack
Patenkinder: Hab ich, immer mit Glitzer. (ok, nur die Mädels)
Patentante: Alles weggeschmissen. Jetzt hab ich noch einen Pflegelack (leider kommt der nie zur Anwendung) und einen farblosen Glanzlack (der meist abgelaufen ist, ehe ich ihn wiederfinde).

O wie Obst
Patenkinder: Ich will einen Apfel essen. Ohne Schale. In Stücke geschnitten. Neeeeiiiin, nicht so. In die anderen Stücke. Man, so kann ich das nicht essen.
Patentante: 5 x am Tag? Klappt bei mir ganz sicher nicht, egal, ob am Stück oder in welche Stücke auch immer zerteilt.

P wie Putzen
Patenkinder: Ich mach die Unordnung, putzen und wegräumen macht die Mama, manchmal hilft ihr eine Putzfrau. Nie der Papa.
Patentante: Machen weder meine Mama noch eine Putzfrau noch mein Papa für mich …

Q wie Quietschen
Patenkinder: Hä? Ich quietsche doch gar nicht, ich bin nur gerade so aufgeregt …
Patentante: Meine Patenkinder haben alle schöne Stimmen, nur manchmal, da werden sie so was von quietschig, uaaah!

R wie Reisen
Patenkinder: Ich kenne schon fast die ganze Welt, war schon da und dort und bin sogar schon geflogen. Und mit dem Schiff gefahren, und mit dem Zug. Und und und. Wie es da war? Frag mal meine Mama.
Patentante: Schon so viel gesehen, und doch staune ich immer wieder, wie schön die Welt um uns rum ist. Der Weg ist das Ziel, das sage ich mir jeden Tag, weil ich ja immer unterwegs, also auf Reisen bin. Selten, dass ich mich mal einen Tag überhaupt nicht von A nach B bewege.

S wie Süßkram
Patenkinder: Ich habe eine ganze Schublade, magst du was abhaben? Das da? Weil das mag ich gar nicht so gerne …
Patentante: Hab ich die Wahl? Dann lieber Käse für mich.

T wie Träume
Patenkinder: Ich träum immer von meinen Einhörnern. Immer. Auch wenn ich nicht träume.
Patentante: Träumen gehört zum Leben dazu und macht graue Tage bunt.

U wie Umwelt
Patenkinder: Wir haben da in der Schule ein Projekt, dass wir Müll trennen. Und irgendwann gehen wir alle los und sammeln, was andere Leute einfach so am Straßenrand liegengelassen haben. Ich hab einen Film gesehen, in dem ganz viel Plastik auf dem Meer schwimmt, wie eine Insel sieht das aus. Aber: ich will meinen Kaba mit Strohhalm trinken.
Patentante: Wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich gerne wenigstens plastikfrei leben. Klappt nicht immer, aber es hilft schon, etwas bewusster einzukaufen. Finde ich.

V wie Verwandtschaft
Patenkinder: Eltern, und Omas und Opas. Geschwister. Und so weiter.
Patentante: Familie hat man, Freunde wählt man. Und alle begleiten durchs Leben, mal mehr, mal weniger.

W wie Wochenende
Patenkinder: Spätestens am Montag morgen hätte ich viel lieber Wochenende.
Patentante: Schon komisch, wie schnell zwei freie Tage Wochenende vergehen und wie lange fünf Arbeitstage dauern können.

X wie X-Mal
Patenkinder: Ich wüsste zu gerne, was meine Eltern meinen, wenn sie sagen, sie hätten mir das jetzt schon x-mal erklärt …?
Patentante: Witzig, dass wir viele Dinge gerne unendlich oft erleben wollen, aber bei den eher unangenehmen, da verwenden wir die Formulierung x-mal – ob darüber schon jemand philosophiert hat?

Y wie Yoga
Patenkinder: Kann ich, da bin ich super drin – was soll ich dir zeigen? Schau mal, wie gut ich mich verbiegen kann …
Patentante: Manchmal wäre ich gerne etwas gelenkiger – aber gut, die Hauptsache ist doch, dass ich mich gut dabei fühle, oder?

Z wie Zähne
Patenkinder: Hey, was soll das ewige Genörgel, ich putze seeeehr gründlich, klar?
Patentante: Lese immer mal wieder über Zahnzusatzversicherungen und dass ich das in meinem Alter schon längst haben sollte – aber ich hab ja super Zähne, also wozu?

Wer Lust hat ist herzlich eingeladen, beizutragen 🙂

Musik am Mittwoch: In meinem Leben

Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass es Musik gibt, die ihr nicht beim ersten oder zweiten hören mögt, auch nicht wenn ein Stück viel rauf und runter läuft. Irgendwie ist der Text zu weit weg, die Melodie, nicht so das, was euch ins Ohr geht. Und dann begegnet sie euch wieder, später, ihr hört, nehmt wahr, und irgendwie passt es. Zum Moment. Zur Stimmung. Zu eurem Leben. Geht mir grad mit diese19m Song so und ich mag es, in meinem Leben:

„… Manchmal ist Leben schwer und meistens finde ich es leicht. … Und ich hab meine Kräfte komplett aufgebraucht. Und wenn ich wieder auf die Beine komme ist immer wieder Leben, ist immer wieder Sonne. …Ich liebe manche Menschen, und manche lieben mich. Und die, die mich nicht lieben, die vermisse ich nicht. … Freiheit tut mir gut. Ich tu mir manchmal weh, Ich fühl mich stark, auch wenn ich gerade nicht so gerade steh. Meine Angst vorm Sterben verwandelt sich in Luft, löst sich langsam auf, weil mich das Leben ruft …“ (Nena, In meinem Leben)