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Das mit dem Lebensgefühl

Ich höre öfter, dass ich jünger wirke. Kann sein, und hört man als Frau ja gern … die letzten Tage war ich mit vielen viel jüngeren Menschen unterwegs. Einige waren gerade halb so alt wie ich. Und wisst ihr was, das war kein Problem. Ich hab mich wohlgefühlt in dieser Gesellschaft, an einige Dinge musste ich mich nicht anpassen, das machen die heutigen „Jungen“ einfach, wie sie mögen, da bin ich raus und mach mein Ding. Ein paar Mal hab ich durch irritierte Blicke oder Reaktionen gemerkt, dass ich die Youngsters in Situationen überrascht habe. Alles in allem: es hat gut getan und mir gezeigt, dass Alter relativ ist, auf keinen Fall hat es etwas mit Jahreszahlen zu tun.

Sehr witzig war ein Deja-vu: schon bei meinem ersten Frankreich-Besuch fand ich die damals gleichaltrigen Mädels tres cool. Alle rauchen, trinken Wein, sind sehr gechilled und haben einen eigenen Style. Das ist mir auch jetzt wieder aufgefallen. Wobei es heute eine eindeutige Kleiderordnung gibt: alle tragen ultrakurze Jeansshorts, dazu Stiefeletten. Und ich hab an einem Strand 5 Mädels mit demselben Hemdkleid gesehen … hab’s mir dann doch nicht auch noch gekauft.

Musikalische Jam-Sessions sind schwer en vogue, dabei kommen ein paar Musiker zusammen, die beginnen. Dann gesellen sich abwechselnd Sänger dazu, coole Typen, allein, zu zweit oder auch mal als Trio. Und wer den Text nicht auswendig kann hat eine Karaoke-App auf dem Smartphone … was hat das Spaß gemacht.

Eben hab ich mich mit einer Mitfünfzigerin unterhalten, der das Altern „viel zu schnell geht“. Dazu kann ich gerade nach den letzten Tagen nur sagen: alles eine Frage der eigenen Perspektive. Man fühlt sich so alt, wie man sich fühlen mag – und das muss keinesfalls peinlich sein …

Musik am Mittwoch: La France

Hab ich eben gehört, live, von drei wunderbaren Sängerinnen bei einem Jam – und mir wurde erklärt: das hört man in Frankreich täglich. Auf jedem Radiosender rauf und runter. Kann hier jeder mitsingen. Und das hat so Spaß gemacht, zuzuhören. Gerne mehr davon

Musik am Mittwoch: Catch me

Es gibt Musik, die zu einem Lebensgefühl in einer ganz bestimmten Phase meines Lebens gehört. Catch me verbinde ich mit dem Ende der 90er bis über die Jahrtausendwende. Studienende, Berufseinstieg – und trotzdem, also über allem „Ernst des Lebens“, das „süße Leben“ nicht aus den Augen verlieren. Zeit wurde kostbarer damals – hör ich auch heute gerne und spüre mich dabei: steckt zum Glück noch viel von dem Menschen, der ich damals war, in mir.  Schadet gar nicht, so ein musikalischer Flashback, der einem auch den eigenen Weg vor Augen hält. Macht auch ein Stück weit zufrieden und dankbar.

Gute Musik am Mittwoch

Ich liebe Lady Antebellum, höre ich zur Zeit beim Autofahren wieder rauf und runter. Und singe lautstark mit. Berührt hat mich auch heute morgen einmal mehr dieses Stück, ein Cover – bei dem die Originale mit auf der Bühne stehen. If you see him, if you see her – für mich: ganz besonders.