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[kinderkram] 10 – Laune

Gute wie schlechte Laune gehören zum Leben. Kein Tag ist gleich und unser Gemüt reagiert schon auf kleinste Einflüsse durch Stimmungsschwankungen. Das kann positiv wie negativ sein. 

Wer immer nur gute Laune hat ist vielleicht durch und durch positiv – oder ein Meister im Überspielen. Wer eher als Miesepeter bekannt ist hat vielleicht wirklich verlernt, die schönen Seiten des Lebens zu erkennen? Er sollte sich etwas suchen, das verlässlich hilft, seine Stimmung zu verbessern. Viele Menschen reagieren auf gutes oder schlechtes Wetter, Sonnenschein oder Regen. Ein Lächeln kann Wunder bewirken. Oder ein Spaziergang an der frischen Luft. 

Wichtig ist es, sich seiner Laune zu stellen, sich hineinzufühlen. Statt Gefühle zu verbergen darf die Umwelt den Gemütszustand durchaus mitbekommen, die gute ebenso wie die schlechte Laune. Und nahe Menschen sollten dann helfend eingreifen, wenn jemand bewegungslos in einem Tief  verharrt, statt sich wieder daraus zu lösen …

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Kurz und knapp ein Auszug meiner Gedanken rund um die Laune, gute wie schlechte. Trübselige, doofe, runterziehende ebenso wie himmelhochjauchzende, glückselige oder verliebte. Der Blickwinkel einer Erwachsenen. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: seid ihr eher ausgeglichen oder launenhaft? Wie geht ihr mit euren eher üblen Launen um, akzeptiert ihr sie oder tut ihr aktiv etwas, um euch in bessere Stimmung zu versetzen? Genießt ihr gute Laune? Was beobachtet ihr im Umfeld? …

Sommerferien – Erinnerungen

Kaum zu glauben, dass es an einem Augusttag grade mal 10 Grad warm wird? Gestern habe ich sehr gefröstelt – und das erinnerte mich an einen Sommerferientag vor vielen vielen Jahren. Wir Mädels waren noch keine Teenager und hatten einen für unser damaliges Alter spektakulären Ausflug geplant: Mit dem Fahrrad sollte es über die Hügel zunächst zu meinen Großeltern gehen, dort wollten wir ein Picknick veranstalten. Dann ins dortige Freibad ums Eck – und wieder nach Hause. Wir kannten den Weg bis dato nur mit dem Auto, das dauerte so 15 Minuten einfach. Also ein schöner Tagesausflug. Wir bekamen die Erlaubnis unserer Eltern, Picknickzutaten wurden in Rucksäcke gepackt, dazu Badeanzug und Handtuch. Und am nächsten Morgen starteten wir so gegen 9 Uhr. Das August-Wetter war auch damals eher kühl, wir hatten aber trotzdem unsere Sommerklamotten an, schließlich radelten wir ja, da wird’s uns schon warm. Die ersten kleinen Steigungen waren wir noch guten Mutes unterwegs, aber unsere Kinderfahrräder hatten maximal 3 Gänge, und die hügelige Holledau ist eine Steigung nach der anderen. Kurz: die Laune sank, am längsten Berg, der sich gefühlt Kilometer weit zieht wollte eine umkehren, es kam zum Knatsch. Lust hatte keine mehr – aber immerhin so etwas wie Ehrgeiz. Oben angekommen war uns klar, dass wir noch x weitere Berge vor uns hatten, und zurück müssten wir das ja auch noch mal machen? Und dann fing es auch noch an zu regnen! Na Bravo. Wir radelten mit wirklich schlechter Laune und nass und kalt war’s uns auch die letzten Kilometer, den letzten Berg zu meinen Großeltern hoch schob jede mit Abstand zu den anderen – und zusammengebissenen Zähnen. Am Hof – übrigens wirkt die Straße dahin auf den letzten 1000 Metern nur gerade, ist sie aber keineswegs … – hatten die Großeltern die Lage schnell erfasst und schlugen vor, uns nach Hause zu fahren. Die Räder könnten wir dann eins nach dem anderen holen kommen. Statt Picknick gabs Omas Kartoffelsalat und belegte Semmeln. Statt Schwimmbad waren wir ein kleines Rudel begossener Pudel. Zum Glück konnten wir alle ein paar Tage später wieder gemeinsam über den missglückten Ausflug lachen – und den anderen abenteuerliche Geschichten aus den Bergen der Hallertau erzählen. Ach ja, ich sollte vielleicht anmerken, dass die Gesamtlänge unserer gefahrenen Radstrecke laut Kilometerzähler etwa bei 8 Kilometern liegt, geplant hatten wir insgesamt so 16. Aber auch aus heutiger Sicht eines Fahrrads mit x Gängen würde ich die bergige Tour nur geübten Radlern empfehlen, weil sich die Hügel so unendlich ziehen …

Das mit der Laune

Manchmal ist das mit der Laune wie mit dem Wetter: am liebsten haben wir Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Aber wir brauchen auch Regen, hin und wieder ein reinigendes Gewitter. Wolken, Schatten, Nieselnässe, Wind – all das gehört dazu, damit die Natur in Balance bleibt. Vergleichbar mit dem Menschen? Durchaus. Am liebsten hätten wir, ob jung, ob alt, immer Menschen mit kontinuierlich sonnigem Gemüt um uns. Nur klappt das schon bei uns selber nicht, weder 24 Stunden am Tag, noch lebenslang. Mal läuft einem diese berühmte Laus über die Leber, mal zwickt was, mal reicht der Schlaf nicht, mal hat man Hunger. Weiß jeder und ist so. Doof halt, wenn so eine Stimmung ausgerechnet die bezaubernde Nichte zur motzenden Zicke macht. Und die Tante unausgeschlafen ist und nicht die gewohnt geduldige Mittäterin jedweder noch so skurrilen Schandtat ist. Da half dieses Wochenende nicht mal Schneckensammeln, Schaukeln oder der vorgeschlagene Spaziergang. So wurde die ohnehin früh anberaumte Heimfahrt noch etwas frühzeitiger angesetzt, da auch den Großeltern ob all der fast schon boshaften Herausforderungen der Geduldsfaden riss. Zum Glück gibt’s bald eine neue Wetterlage, die bestimmt für alle besser als diese Gewitterstimmung ist …

Das mit den Launen

Mir fällt es nicht durch die Bank leicht, mit manchen im Sternzeichen Zwilling geborenen Menschen zusammenzuarbeiten. Auch wenn ich mit vielem gut zurecht komme, dieses launische Element – vor allem diese vollkommene Unplanbarkeit? Immer frei nach dem Motto: was auch immer ich gestern noch vehement wollte, heute will ich es anders. Also ganz anders. Besonders schwierig, wenn die zwei Gesichter / Charaktere oder was auch immer des Zwilling-Menschen so weit auseinander liegen: von erfrischend-fröhlich-positiv zu missmutig-übelstlaunig-negatiiv in weniger als einer Nanosekunde. Ob es nun einen nebensächlichen Auslöser gab oder nicht ist relativ: ich kremple gerade meinen Tag komplett um. Um etwas zu erreichen, das wahrscheinlich schon morgen gar nicht mehr interessiert …? Kapiert mein eines Widder-Ich (immer nach vorne, immer umsetzen, was man sich vornimmt, eins nach dem anderen…) schlicht nicht. Punkt.