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Ein Hauch von Sommer

Statt in Schwimmbad, See oder zumindest im kühlen Schatten verbring ich meine Sommer-Tage im Büro. Auch bei Temperaturen um die 30 Grad. Und da schwurbelt es im Kopf, anstatt dass strukturierte Gedanken rauskommen. Heute war eine Pause mit der lieben Kollegin am See drin, einfach, weil es sein musste, wir wenigstens etwas Schatten gebraucht haben, plus Frischluft. Gerade kühle ich ab, sitze auf dem Balkon und lausche. Unglaublich, wieviele Grillen hier mitten in der Stadt zirpen. Die Fenster sind weit geöffnet, damit ein Hauch von Sommer durchwehen kann, frische Abendluft rein, abgestandene Hitze raus. Ach, Sommer, du fühlst dich gut an. Kannst du nicht noch etwas bleiben? Auch mal für ein paar Tage, oder so?

S’is wieder Sommer, Sommer in der Stadt

München ist eine Draußen-Stadt, sobald die ersten Sonnenstrahlen hervorlugen sitzen wir ebenda: draußen. 12 Monate im Jahr gibt’s vor Cafés und Kneipen Plätze im Freien, die Biergärten sind bei schönem Wetter geöffnet. Eines aber, das ist im Sommer hier einfach noch mal ganz ganz anders: Diese lauen Münchner Sommernächte, in denen wirklich jeder unterwegs ist. Nachbarn bevölkern Gärten und Innenhöfe, auf der Terrasse wird gegrillt, auf den Balkonen und Dachterrassen sitzen wir Bewohner der Stadt bis tief in die Nacht, genießen dieses Gefühl, die nördlichste Stadt Italiens zu sein. Überall auf den Straßen lassen sich die Menschen treiben, ganz unterschiedlich gekleidet übrigens, von leichten Sommerkleidchen über Shirts und Shorts über lange und weite Baumwollhosen (die auch ungebetene Mücken und Fliegen abwehren sollen) über Hemden bis hin zu Wollpullovern. Jeder schwitzt hier halt anders …

In den Häusern ohne Balkone sind die Fenster weit geöffnet. Wer kann, ist unterwegs, bleibt im Biergarten sitzen, auch wenn das letzte Bier schon lang ausgeschenkt ist. Vor dem Sarcletti und am Ballabeni bilden sich gefühlt endlose Schlangen, wir radeln zum Tollwood und zu Kino-Openairs, an der Isar und am Schlosskanal entlang, danach ziehen wir weiter oder beobachten die Sterne von einer Parkbank aus. In Parks und Grünanlagen sitzen Menschen auf Picknickdecken oder Handtüchern, wir hüpfen um Mitternacht verbotenerweise barfuß in die Brunnen der Stadt – Nachhausegehen? Können wir später, wenn’s etwas abkühlt. Und überall erklingt Musik, eigene oder die der Nachbarn, im Idealfall mag sie jeder. Wundervoll finde ich, dass sich über die Sommermonate viele Musiker in die Stadt verirren, ihr Instrument auspacken und im Park, am Stachus, unter schattigen Bäumen oder in der prallen Hitze selbstvergessen spielen.

Am aller-allerschönsten ist es übrigens, in diesen lauen Sommernächten ein klitzekleines bisschen verliebt zu sein. Mindestens in seine Stadt, aber so unterm Sternenhimmel knutschen, da schauen sogar die Ordnungshüter mit einem Lächeln zu bzw. weg … Der Ort ist vollkommen egal, das klappt überall in Minga.  Hach, ich freu mich, denn jetzt gerade ist Sommer – Sommer in meiner Stadt.

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Dankeschön an münchen.de für den Impuls, über das Besondere am Sommer in meiner Stadt nachzudenken. Und: ich freu mich über Kommentare hier oder eure Gedanken zum Nachlesen in der Blogparade.

10 x Sommerfreude

Es ist Juli – und ich freu mich so, vor allem darauf:

  • Als verkürzte Wartezeit bis zur nächsten Landshuter Hochzeit 2017 ist ab heute Abend Burgfest auf der Trausnitz – ich mittendrin unterm Vollmond
  • Unser langjähriger Organist feiert 50jähriges Jubiläum – ein Fest mit vielen alten Freunden und bestimmt der ein oder anderen Erinnerung
  • Die bezaubernde Nichte debütiert – als brave Tante geh ich also ins Ballet
  • Tollwood läuft, den ersten Abend hab ich schon erlebt und freu mich auf viel mehr davon
  • Biergartenbesuche, laue Abende, draußen sitzen, meinen Balkon genießen
  • Fortschritte auf der Baustelle, nach dem Beton ist vor dem Estrich
  • Das große Patenkind und ich besuchen unser erstes gemeinsames Konzert: Münchner Sommernachtstraum mit Feuerwerk
  • Grillabende
  • Anschwimmen – war dieses Jahr noch nicht im See
  • Vielleicht schaff ich doch noch mal ein paar Stunden im Liegestuhl im Garten, meine Beine sind so farblos ….

Bine wills wissen und fragt, worauf wir uns in diesem Sommer freuen. Und, ihr so?