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Menschen der LaHo – Momentaufnahmen

Die Landshuter Hochzeit lebt von den Menschen, die mitwirken. Alles Einheimische, jeder ein professioneller Laie. Niemand, der sich bewirbt, ins Gewand schlüpft und nicht wirklich mit Herzblut dabei ist, seine Rolle annimmt und diese voll und ganz verkörpert. Viele Gesichter passen so gut zu den langen Haaren, zum Kostüm, zur Umgebung – eigentlich zu schade, dass nur alle 4 Jahre LaHo ist?

Gesichter der LaHo – auf den Bühnen:

Wunderschöne Momentaufnahmen:

Immer im Mittelpunkt, das Brautpaar, die Bräutigams-Mutter:

Eine der beliebtesten Gruppen, nicht adlig, nicht reich, damals nicht sehr gewollt – aber heute immer am lautesten bejubelt:

Menschen auf der Laho – Die Kinder

Schon die ganz kleinen Menschen tauchen als Mitwirkende im Kostüm tief ins Mittelalter ein. Da bleiben die Errungenschaften der Neuzeit außen vor, es gibt weder Nintendo noch iPad, im Mittelalter hat man auch noch keine Spielplätze für Kinder angelegt. Im Gegenteil, die mussten sich selbst beschäftigen, durften nicht im Weg umgehen, hatten Aufgaben zu erfüllen – und trotzdem wirds den Kindern von heute im Mittelalter niemals langweilig:

Selbst die ganz, ganz Kleinen sind dabei und werden von Kindesbeinen an in die Landshuter Hochzeit integriert. Ob da wohl eine zukünftige Braut oder der Bräutigam dabei ist?

Und schnell wird auch mal ein Pranger von Klein und Groß zum Spielplatz umfunktioniert:

Burg Trausnitz

Was lange als elitärer Veranstaltungsort für die prominenten Besucher galt ist mittlerweile fest als Veranstaltungsort der Laho etabliert: die Landshuter Burg Trausnitz hat 2013 zwei „echte“ öffentliche Termine im Programmheft. Einmal die Fechtschule auf der Schwedenwiese am Samstag nachmittag. Dafür muss man Tickets kaufen, aber es soll laut begeisterten Erzählungen jeden Euro wert sein. Ich hab ein paar Bilder gesehen, auf denen Knappen und Ritter den Umgang mit Waffen proben – es ist wunderschön anzusehen, die Kulisse einmalig. Selbst war ich nicht dabei, habe aber hier sehr schöne Aufnahmen gefunden.

Dann kann man Sonntag morgen auf die Burg hochkommen und an vielen Orten den Musikgruppen, Schauspielern, Tänzern, Gauklern und Fahnenschwingern zusehen und hören. Ein großer Spaß für Groß und Klein – und kostet außer etwas Schweiß beim Treppensteigen von der Altstadt auf die Burg nix.

Und hier kann man wunderbar ein bisschen „mehr“ reinlesen in die Hochzeit zu Landshut 🙂

Hochzeitszug

2013 war ein „perfektes“ Jahr, alle 4 Hochzeitsumzüge zur 40. Landshuter Hochzeit bei schönem sonnigen Wetter. Das die Farben der Altstadt und den Himmel wunderbar strahlen lässt. Und die Mitwirkenden ins beste Licht rückt. Impressionen im Bild:

Es ist immer wieder bewundernswert, was Besucher in Kauf nehmen, um den besten Blick auf den Umzug zu erhaschen. Neben den Tribünensitzplätzen gibt es noch unzählige Stehplätze, bereits ab 9 Uhr morgens sitzen erfahrene Hochzeiter auf Bierbänken an Tischen im Schatten und bewachen ihren Ausblick. Andere haben Campingausrüstungen dabei, um in der ersten Reihe zu sitzen. Glücklich, wer jemanden kennt, der über die heißbegehrten Fenster zur Altstadt verfügt. Man trifft sich in Privatwohnungen, aber auch die Fenster der offiziellen Gebäude sind beste Schauplätze. Von oben sieht man natürlich alles und hat immer den Blick über die Altstadt – es ist schon unbeschreiblich herrlich!

Da zu den Bildern der Ton fehlt: der Zug wird begleitet von Musikgruppen, Trommler, Bläser, Dudelsackspieler, Sänger. Die Mitwirkenden ziehen fröhlich durch die Zuschauer, winken, werfen Blumensträuße und Buchskranzerl. Überall, wo man bekannte Gesichter erblickt, ertönt das fröhliche „Halllooooo!“. Jede Gruppe symbolisiert eine Gästegruppe, alle Bewohner der Herzogsstadt und die Umgebung waren im Jahr 1475 zur Hochzeit von Herzog Georg und der polnischen Königstochter Hedwig geladen. Damals hat es mit Sicherheit nicht den farbenfrohen Umzug gegeben, die Braut hatte eine lange, anstrengende Anreise hinter sich. Für die Zuschauer heute spielt das keine Rolle, sie freuen sich an der guten Stimmung, an den bunten Farben, der Musik, den vielen Impressionen.

Als kleiner Tipp: es ist auch schon ein Erlebnis, am Sonntag vormittag durch die Altstadt zu laufen. Man kann sich überall auf den Tribünen niederlassen und das beginnende Treiben beobachten. Die Kostümierten sind unterwegs, viele Besucher, auch die einen Blick wert. Nach dem Umzug kommt direkt die Müllabfuhr, das ist dann weniger sehenswert 🙂

©meinesichtderwelt – Mit dem „Pferdchen“ auf dem Weg zum Hochzeitszug ©meinesichtderwelt – Gaukler-Haaallllooooo ©meinesichtderwelt – der stärkste Mann ©meinesichtderwelt – es ist 14 Uhr: die Glocken der Martinskirche werden geläutet, die Böllerschützen eröffnen den Hochzeitszug – es geht los! ©meinesichtderwelt – die Pferde sind sehr festlich geschmückt, in der Mähne Rosen, am Sattel ein Buchskranzerl ©meinesichtderwelt – Musiker zu Pferde ©meinesichtderwelt – Standartenträger, wie anno dazumal in Strumpfhosen ©meinesichtderwelt – Fahnenschwinger ©meinesichtderwelt – da kommt der Hochzeitszug, vorneweg die Stadtwache und die Kinder … ©meinesichtderwelt – die Polizei sorgt nicht nur für Ordnung, sondern für Stimmung: welche Seite ist lauter beim Haallllllloooooo? ©meinesichtderwelt – der Rest des Zuges steht noch, die Joculatores ziehen schon mal vorne weg und sorgen für Stimmung! ©meinesichtderwelt – Ritter in Rüstung ©meinesichtderwelt – die Herzogin, Mutter des Bräutigams ©meinesichtderwelt – Braut 2013 ©meinesichtderwelt – Bräutigam 2013 meinesichtderwelt – Die Reisigen, sehen wild aus, singen aber wunderschön