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Das mit der Bilderflut

Meine Begeisterung für meine Heimat in Bildern, also ganz spezifisch meine Momentaufnahmen von der Landshuter Hochzeit 2017, darf ich in den kommenden Tagen auch auf diesem Instagram-Account teilen. Wer mag ist herzlich eingeladen, mich auf meinen Streifzügen durch die schönste Mittelalterstadt der Welt zu begleiten. 

#Heimatverliebt – Sommer in der Hallertau


Meine Heimatregion ist touristisch nicht überrannt – und gerade im Sommer im Verhältnis recht leer, da alle in die Ferien anderswohin fahren. Obwohl ich sagen muss: gerade in diesen Wochen ist es einfach herrlich schön bei uns. Einmal ist da die immer noch landwirtschaftliche Prägung, Wiesen werden gemäht, das Heu eingefahren. Die ersten Mähdrescher sind unterwegs. Es duftet überall nach Sommer. Kühe und Pferde grasen auf ihren Weiden. Dann haben wir rundherum viele Wälder, die Schatten spenden. Also ideal, um zu radeln oder auch bei großer Hitze spazieren zu gehen. Gibt auch mittlerweile ein schönes Radstreckennetz, einige Touren sind wirklich empfehlenswert. Genauso bietet es sich an, gemütlich auf einem „Roadtrip“ durch die Hallertau zu fahren, kurze Strecken, unterwegs in den Dörfern und Ortschaften anhalten und sich umschauen – das ist eine sehr entspannte Sommerfrische. Das gute Gefühl ist, dass hier vieles zu entdecken, aber wenig zu verpassen ist.


Besonders ist, dass in diesen heißen Wochen der Hopfen in den Gärten schnell nach oben schießt. Jetzt kommt die Blüte, kaum zu sehen, dann wächst auch schon die Hopfendolde heran. Das ist jetzt nicht so bunt und farbenfroh, wie etwa die Obstblüte. Aber unterwegs mal einen Blick in die facettenreich grünen Hopfengärten in unterschiedlichsten Stadien von Blüte bis hin zur Dolde werfen macht viel Spaß. Und bietet übrigens jetzt schon schön Schatten. Ach so: nur die weibliche Hopfenpflanze treibt die bekannte Dolde aus, die männliche ist nur zum Bestäuben da …


Und dann muss ich einfach mal sagen, dass die Hopfenregion so schöne Biergärten hat, dass es sich schon allein deshalb lohnt, hier mal eine Zeit zu verbringen, weil sie gerade im Sommer einladen, sie kennen zu lernen.

Über die Region hinaus bekannt sind:

Weniger bekannt, aber ebenfalls sehr zu empfehlen:

Und bestimmt noch viele viele mehr, denn: wer einen schönen Biergarten in der Region entdeckt sollte einfach anhalten und verweilen, jeder Ort in meiner Heimat hat seine schönen Ecken und Stellen.


Manchmal muss es für die Pause zwischendurch auch gar kein Biergarten sein. Die Holledau ist ein Hügelland. Unterwegs auf den Straßen und Wegen bieten sich immer wieder Rastplätze, oft mit einem Marterl, einer Bank und im Idealfall noch mit einem Baum für ein bisschen Schatten. Und immer mit einem einmaligen Ausblick auf die Region.


Und dann noch ein Wort zum Thema Baden gehen: ich habe bei der Biergartenempfehlung schon das Waldbad in Nandlstadt erwähnt, ein Naturbad mit schöner Liegewiese und schattenspendenden Bäumen. In der Umgebung sind zahlreiche Schwimm- und Freibäder, z.B. Wolnzach, Pfaffenhofen, Mainburg … Oft haben auch kleinere Ortschaften ein kleines Bad. Dazu kommen die Seen und Weiher. Am besten fragt man unterwegs, wo man am schönsten baden gehen kann, die Einheimischen werden sicher nicht ihre ganz geheimen Platzerl verraten, aber so einen groben Hinweis wirds schon geben 🙂
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Jule lädt zum Schreibprojekt „Heimatverliebt“, in diesem Monat lautet das Thema „Sommer in deiner Heimat“. Und der ein oder andere weiß es ja schon: ich mache gerade Sommerurlaub in der Heimat. Weils einfach so schön ist. Und weil es sich alle vier Jahre so herrlich mit einer Tradition verbinden lässt, die in der gleich an grenzenden Region Niederbayern beheimatet ist: der Landshuter Hochzeit 1475, die 2017 noch bis 23. Juli stattfindet … Mehr Heimatliebe aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.

Musik am Mittwoch: Mittelalter-Jam

Ganz viele besondere musikalische Momente ergeben sich zur Landshuter Hochzeit spontan und ungeplant, wenn man unterwegs durch Altstadt oder auf dem Zehrplatz auf die unterschiedlichen Musiker trifft. Ich habe einen kleinen Zusammenschnitt gefunden, der das ein kleines bisschen rüberbringt. Live erlebt ist es noch viel mehr wie ein spontaner Gig von bekannten Bands inmitten von Fans: unerwartet und alle freuen sich so. 

Sehr besonders war das erste Ständchen der Reisigen für die Darstellerin der Prinzessin Hedwig 2017, das haben nur ganz wenige miterleben dürfen, aber die Beschreibung klingt schon beim Lesen wie Musik in meinen Ohren.

Spruch zum Wochenende: Traumlied


Wer könnte schöner in 4 Wochenenden Mittelalter überleiten, als der Meister des Minnesangs Walther von der Vogelweide. Sein Traumlied wähle ich als Spruch ins erste Wochenende der Landshuter Hochzeit 2017. Das ich in Südtirol verbringen und mich hoffentlich nicht gar so sehr wie einst die Spielleute dahin sehnen werde, wo Buchskränzchen den Besitzer wechseln: 

‚Nehmt, Herrin, diesen Kranz‘, so sprach ich zu einem wohlgestalteten Mädchen, ’so ziert ihr den Tanz, mit den schönen Blumen, wenn ihr sie dann am Haupte tragt. Hätte ich viel edle Steine, die müssten auf euer Haupt mögt ihr mir das glauben. 
Seht meine Treue, dass ich es so meine.
Ihr seid so wohl geschaffen, dass ich euch meinen Kranz gerne geben will, den besten den ich habe. Ich weiß von weißen und von roten Blumen: die stehen nicht ferne in jener Heide. Dort wo sie herrlich aufsprießen und die Vögel singen, dort wollen wir sie gemeinsam pflücken.‘
Sie nahm, was ich ihr bot, ganz wie ein Kind, das höfischen Anstand besitzt. Ihre Wangen wurden rot, der Rose gleich, die bei Lilien steht. In ihre strahlenden Augen trat der Scham, doch verneigte sie sich anmutig vor mir. Das wurde mir zum Lohn. Wird mir mehr, dann werde ich darüber schweigen.
Mir dünkte, dass ich noch nie glücklicher war, als mir nun zumute war. Die Blumen fielen immerzu vom Baum auf uns nieder, in das Gras. Seht, da musste ich vor Freude lachen. Da ich so voller Wonnen im Traume schwelgte, da tagte es und ich erwachte.
Mir ist durch sie widerfahren, dass ich ich diesen Sommer allen Mädchen tief in die Augen sehen muss. Fände ich sie wieder, so wär ich aller meiner Sorgen ledig. Ob sie wohl zu diesem Tanze geht? ‚Herrinnen, seid so gütig, rückt die Hüte höher!‘ 
Ach, sähe ich sie doch bekränzt!

Dem kann ich nur ein Tandaradei hinzufügen: Himmel Landshut. Tausend Landshut. Landshut Hallloooooo.