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Spruch zum Wochenende: Ostertage

„All die Eier, all die Hasen, die aus Schokolade sind, liegen gut versteckt im Rasen. Und das nur damit ein Kind all die schönen Sachen find.“ (Berthold Brunnputz)

… oder viele Kinder. Auch erwachsene Kinder. Ostern ist dieses Mal noch um einiges aufregender als Weihnachten, so scheint es?

Die bezaubernde Nichte und ich verbringen gerade Mädelstage, Gründonnerstag, Karfreitag UND Ostersamstag. Und bislang klappt alles ganz gut. Also mit etwas Kompromiss auf jeder Seite 😉 heute waren wir sogar zum vorgezogenen Ostergeschenk im Kino: Peter Rabbit. Inspiriert von Beatrix Potter. Wir überlegen noch, wie uns der Film gefallen hat, gut gemacht ist er zweifellos.

Ein Thema hat uns seit gestern begleitet: Früher wohl ganz traditionell, dass man in der Hallertau zum Gründonnerstag eine Kräutersuppe gegessen hat. also eine grüne Suppe mit Kräutern. Meine Mutter erinnert sich aus ihrer Kindheit, dass es die Kerbelsuppe am Karfreitag gab, ich kann mich an einen Gründonnerstag zu Chorzeiten mit einer Vesper und anschließend Kräutlsuppal erinnern.

Warum es das bei uns nicht gegeben hat? Da schauen sich der Opa und seine Enkeltochter nur wissend an, weil sie das beide niemals nicht gegessen hätten. Kräuter? Suppe? „Bäh …“

Ich dagegen mag ja Kerbelsuppe gern, mein Rezept: Gut 2 Bund Kerbel (je eine gute Hand voll) waschen und kleingeschnitten in Butter andünsten. 4 gekochte Kartoffeln pellen, kleinschneiden und dazugeben. Alles mit Gemüsebrühe aufgießen und noch kurz köcheln lassen. Nach Geschmack pürieren, Sahne oder Schmand unterrühren. Fertig.

… oder meine Variante einer kräftigen Kräutlsuppe. Kartoffeln, Karotten, Sellerie, Lauch, Zwiebeln und was sonst an Gemüse da ist, sehr fein schneiden und zu einer Brühe kochen. Dazu kommen jede Menge frische Frühlingskräuter wie Bärlauch, Brennnessel, Brunnenkresse, Gänseblümchen, Giersch, Gundermann, Kerbel, Löwenzahn, Sauerampfer, Schaftgarbe, Schnittlauch oder Spitzwegerich, die entweder fein geschnitten kurz mit durchziehen. Wer mag kann auch pürieren.

3erlei Aufstriche

Zu meinem Job-Ausstand hatte ich ein paar gut bewährte Brotaufstriche vorbereitet, die auch mal als Rezept verewigt werden dürfen:

Obazda „nicht-ganz-Originalrezept“

Zutaten:

  • 250g Camembert
  • 150g Doppelrahmfrischkäse
  • 100g Butter
  • 2 EL edelsüßes Paprikapulver
  • ¼ TL gemahlener Kümmel
  • evtl. 1 Spritzer Sahne oder Bier, nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung: alle Zutaten sollten zimmerwarm sein, Camembert in kleinere Stücke brechen oder schneiden, in eine Schüssel mit Frischkäse und Butter geben und mit der Hand vermischen. Alle Gewürze zugeben, nach Geschmack nachwürzen, der Spritzer Sahne oder Bier ist Geschmackssache! Alles glatt streichen und vor dem Servieren noch mal kühl stellen.

Paprika-Frischkäse-Aufstrich

Zutaten:

  • 150g körniger Frischkäse
  • 150g Mascarpone
  • 100g Magerquark
  • Je 1 halbe Paprika in rot, gelb und/oder grün (ganz nach Geschmack)
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Bund frische Kräuter (z.b. Schnittlauch oder Kresse)

Zubereitung: die Paprika erst in feine Streifen schneiden, anschließend sehr fein würfeln, mit Frischkäse, Mascarpone und Quark vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen. Einen Teil der Kräuter (Schnittlauch in kleine Röllchen schneiden) untermischen, mit dem Rest garnieren.

Dazu eine bunte Brotmischung sowie Brezen – perfekter Brunch 😋

… übrigens gab’s auch die Leibspeise der Münchner Patenkinder, Kartoffel – oder besser Erdäpfelkäs, Rezept hatte ich hier schon mal notiert. Die Reste wurden dann am letzten Arbeitstag abends gemeinsam im trauten Patenkinderfamilienkreis verspeist, das war der schöne Abschluss der letzten Woche.

Sehr amüsant „das Ende“: ich hab mich erkältungsbedingt aus Patenkindersicht viiiiiiiiiiiiiiiiiel zu früh auf den Heimweg gemacht, einen nach dem anderen geknuddelt. Auf das Umarmen mit ihrem Herrn Papa quietscht Mademoiselle sinngemäß etwas wie „verliebt, verlobt, verheiratet … das nächste Mal im Hochzeitskleid, dann seid ihr Mann und Frau“ … Hüstel, wir „Großen“, vor allem Teenager Monsieur, sind pikiert, die Frau Mama klärt ihre Tochter auf, dass der Papa schließlich schon vergeben sei. Kommentiert Fräulein Naseweis mit „dann sind sie eben Papa und Patentante“. Ja, das triffts, ich bin schließlich als Freundin wie ein Familienmitglied „adoptiert“ 😉

Gesund essen im Studium

Samstag gönne ich mir etwas Auszeit und „studiere“ die Heimatzeitungen der Region. In einer Hallertauer Zeitung aus der letzten Woche bin ich durch einen Artikel mitten in einem der größten Probleme meiner Studienjahre gelandet: dem gesunden Essen. Damals, in den 90ern, war nicht mal das Salatbüffet eine geeignete Alternative, wenn man wie ich Glutamat nicht gut verträgt. Die warmen Gerichte waren, wenn nicht komplett Fertiggerichte, dann zumindest mit einer Sauce versehen, und die hat sich immer sofort auf den Magen geschlagen. Salatdressings etc. dasselbe. Meine Alternative war damals, mir ein „Pausenbrot“ mitzunehmen, falls ich das vergessen habe gabs ja den Bäcker. Auch nicht immer eine gute Alternative, denn selbst auf belegten Semmeln wird ja oft eine butterähnliche Streichmasse mit was auch immer geschmiert … Kurz: mein Studentenleben war entweder freiwilliger Verzicht, teuer oder eben gut vorbereitet. Gesund war das alles nicht wirklich.

Den Artikel gibt es auch online, er fasst die aktuelle Bewegung in den Mensen zusammen. Paradebeispiel ist die Uni Bayreuth, die sogar einen Frischraum hat, in dem weder Convenience-Food noch Tiefkühlware auf dem Teller der Studenten landet. Das nenn ich zeitgemäß. Für mich ist es auch einmal mehr eine Erinnerung, dass alles eine Frage von gutem Zeitmanagement ist. Auch beim selber kochen und bei den Arbeitspausen ist mit etwas Vorbereitung gut möglich, nicht immer zum schnell verfügbaren, nicht selbstgemachten Fast Food zu greifen. Schadet nicht, sich das mal wieder zu verinnerlichen …

Sonntagsfreude: Tomaten


Es war ein super Sommer, trotzdem sind 2017 die Tomaten aus Mutterns Gemüsegarten nicht so in Hülle und Fülle gewachsen … woran auch immer es liegen mag? Jetzt ist es so, dass ich die letzten Wochenenden ja projektbedingt zeitlich verhindert war, aber dieses Wochenende wollte ich einfach Tomaten einmachen. Die schmecken mir selbstgemacht auch im Winter, weil sie ein besonderes Aroma haben, viel besser, als in der Dose oder aus dem Tetrapackerl …

Gar nicht so leicht, am ersten Septemberwochenende heimische, Reife Gartentomaten zu bekommen, selbst bei der lokalen Gärtnerei meines Vertrauens gabs fast nur grüne Exemplare… die wurden von mir auf Zeitungspapier (soll beim Nachreifen helfen) auf die Fensterbank gelegt, mit der kleinen Bitte um ein paar Sonnenstrahlen. Etwas mehr rot waren sie knapp 24 Stunden später, also wurde heute Sommergartenglück als Pastasauce für später konserviert. Mit musikalischer Unterstützung von Sting, hach.

Pi mal Daumen hatte ich 500 g klein gewürfelte Zwiebeln und 200 g kleingehackte Lauchzwiebeln (rot und weiß gemischt), die hab ich in heißem Öl sehr glasig angedünstet. Dazu 3 Knoblauchzehen und ein paar Loorbeerblätter, für den Geschmack ruhig etwas anbraten lassen. Dazu etwa 2,5 Kilo reife Tomaten in groben Stücken, mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker würzen und bei geringer Hitze einkochen lassen. Nach Geschmack Kräuter (Basilikum, Thymian, Oregano, Petersilie, Liebstöckel, Rosmarin, Salbei, Grün der Lauchzwiebeln und vom Knollensellerie) fein gehackt oder getrocknet dazu. Evtl. Mit Wein oder Balsamico aufgießen, je nachdem, wie sämig oder flüssig es werden soll. Ich mag das Sugo gerne stückig, ansonsten kann man die Sauce auch durch ein Sieb streichen. 

Noch heiß in ausgekochte Schraubgläser abfüllen, auf dem Kopf auskühlen lassen. Und bei Einfüllen nicht so viel kleckern, ich  muss die Gläser noch mal gründlich säubern … Haltbarkeit kommt etwas auf den kühlen, abgedunkelten Standort an. Ich würde mindestens 2-3 Monate sagen.

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.