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Musik

.. ist mein Lebenselexier: anders kann und will ich es nicht beschreiben. An guten und an schlechten Tagen kann mich Musik abholen, gute Gefühle verstärken, negative Gefühle ausblenden, in Musik kann ich mich vollkommen verlieren, in ihr aufgehen, das Grübeln vergessen, mich den Noten, den Instrumenten, den Texten voll und ganz hingeben. Es gibt Musik für jede Stimmung, für Freude, für Trauer, für fröhliche Abende mit Freunden, für lange Autofahrten, für den morgendlichen Weg in die Arbeit, für einsame Spaziergänge im Wald, für einen gammligen Nachmittag auf dem Balkon, für den Einstieg ins Wochenende, für Vorfreude, für Aufregung – einfach für jede Lebenssituation. Auch für jetzt, für meinen Heimweg.

Auf was ich mich gerade freue: heute spukt mir schon den ganzen Tag eines der besten Konzerte meines Lebens durch den Kopf. Ein wunderbarer Abend mit dem großartigen Sting, der mir in der von mir absolut ungeliebten Olympiahalle so viele Schauer über den Körper gejagt hat, ein klassisches Orchester in seinen Auftritt eingebunden hat, trotz der vielen Musiker geschafft hat, alles zu einer Harmonie zu verbinden … Meine Freundin Claudi, die mich begleitet hat, kann sich sicher erinnern, wie fasziniert ich den Abend über und noch Wochen und Monate später war, wenn ich daran zurückdenke, dann schwebe ich immer noch im Klang, in der Atmosphäre, in der großartigen Präsenz dieses Künstlers.

Und mein Weg nach Hause wird heute begleitet von dieser Musik – passt einfach perfekt zu meinem Tag!

Teenagerträume

Meine Freundin Claudi durfte heute einen ganz großen Star treffen – der heute abend ein Konzert in München gibt. Und da geht schon etwas der Traum einer jeden 13jährigen in Erfüllung, oder? Wer von uns – und jetzt mal ganz ehrlich sein – wollte nicht schon mal Robbie Williams & Co persönlich treffen, kennenlernen, sich unterhalten, so ganz persönlich? Und meine Herren, Hand aufs Herz, auch ihr habt als pubertierende 15jährige sicher davon geträumt, dass euch eure Angebetete (wer auch immer) im Publikum entdeckt und auf die Bühne holt? Oder euch in den VIP-Bereich einlädt, oder oder oder …

Ganz ehrlich: das ändert sich überhaupt nicht, wir Erwachsenen sind genauso. Die Vorfreude steigt, die Aufregung wird immer größer, man wird nervös – schon wenn man „nur“ ein Konzertticket ergattert hat? Und für die liebe Claudi war das heute nachmittag einfach genial, 30 Minuten mit einem tollen Menschen. Sitzen, reden, Fragen stellen, Antworten bekommen. Besonders. Ich freu mich jetzt schon auf den Bericht in ihrem Blog dazu und den Livebericht, den ich hoffentlich auch BALD zu hören bekomme …

(… auf mich wartet heute übrigens statt Teenagertraum Erwachsenengraus: nachdem ich heute morgen im Horoskop gehört habe, dass sich der Schmutz durch die günstige Konstellation quasi von selbst entfernt geh ich jetzt Putzen. Sollte dann ja in ein paar Minuten erledigt sein, wenn ich das Putzzeug in die Hand nehme, ist es schon vorbei? Oder? :-))

„Cool“ sein

Meine lieben Patenkinder, wahrscheinlich findet ihr uns Erwachsene immer mal wieder ziemlich peinlich. Vor allem, wenn wir cool sein wollen und dabei Dinge tun, die ihr als nicht altersgemäß einordnet, also zum Beispiel coole Musik hören, mit Freunden abhängen, auf Konzerte gehen, für eine Band schwärmen …?

Als ich so in der Mitte meiner Teenager-Zeit die ersten Male in der Disco war, meine ersten „coolen“ Konzerte erlebt habe und ausgegangen bin, da dachte ich ja tatsächlich, dass die 20jährigen, die da auch waren, schon richtig alt sind. Eigentlich eher an der oberen Schmerzgrenze, um noch auszugehen. Als ich selber mit Führerschein unterwegs, also komplett unabhängig unterwegs war, da waren die Mitte 20jährigen und alles was NOCH älter war schon zu alt. Mit Mitte 20 fand ich Weggehen immer noch ziemlich toll, mit 30 fand ich mich keineswegs zu alt und ganz ehrlich, ich geh auch heute noch wahnsinnig gerne aus. Ich muss dabei nicht wirklich cool sein, mir ist heute wie damals am wichtigsten, dass ich Spaß habe, tanzen kann, gute Musik höre oder mit tollen Menschen unterwegs bin, mit denen ich unbeschwert reden und lachen kann.

An diesem Wochenende hab ich mit einer lieben Freundin einen „coolen“ Ausflug gemacht: wir waren in einem unwahrscheinlich tollen Konzert (Danke ans „junge, Ratpack“, ihr habt uns wunderschöne Musik gegeben und uns einen Abend zum Lachen gebracht, wir waren nicht in Las Vegas, aber Zürich wars gefühlt für ein paar Stunden auch nicht) und haben einen unglaublich coolen Abend verbracht. (Weil: Es war, als ob wir mit diesen Musikern, die wir über die letzten Jahr(zehnt)e alle schon als Solokünstler oder in anderen Formationen in einer Kellerbar gewesen wären und die 3 hätten einfach nur unsere Wunschliste gesungen.)

Und da wird man ganz schnell unbeschwert, lässt sich von der Stimmung mitreißen, genießt den Augenblick, singt mit, bekommt in manchen MOmenten eine irre Gänsehaut, klatscht, grölt, kreischt, lacht über die Scherze, … und ja, man wird ein Stück weit peinlich. Aber genau das ist es doch, was mir meine Teenagerzeit so herrlich gemacht hat: ich hatte schreckliche Klamotten in unmöglichen Kombinationen. Aber ich war cool. Wir haben gelacht, uns über unwichtige Themen die Köpfe heiß diskutiert, viel zu laut. Aber es ist uns nie unangenehm aufgefallen. Wir waren immer in die falschen Jungs verliebt – aber das gehörte zum Coolsein dazu. Und die Liste kann wahrscheinlich jeder aus seiner Perspektive beliebig ergänzen?

Das ist alles gar nicht peinlich, auch wenn wir Erwachsene so sind – im Gegenteil: das ist unsere Form, uns ein Stück Teenagertage, ein Stück Kind oder Jugendlicher sein zu erhalten. Und ganz ehrlich: ich finds cool!