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[kinderkram] 16 #Mode

Vielleicht erinnert ihr euch später mal an Diskussionen oder sogar Auseinandersetzungen mit euren Mamas zum Thema Klamotten. Sie will euch trotz eurer absoluten Abneigung ein T-Shirt anpreisen, findet eine unbequeme Hose aber soooo süß. Kann überhaupt nicht verstehen, warum ihr das neue Kleid nicht mögt. Und ganz generell hat sie einen ganz anderen Modegeschmack. Die anderen Kinder ziehen so doofe Teile schließlich auch nicht an.
Vielleicht orientiert ihr euch auch ein bisschen an Modemagazinen, oder daran, was bequem ist. Oder was eure Freunde anhaben. Ihr mögt Farben, die vielleicht grad nicht in sind. Ist euch aber trotzdem egal. Muss ja schließlich euch gefallen. Und wenn ein anderer was blöd kommentiert, dann zieht ihr es eben einfach nicht mehr an.
Später nennt sich das alles Trend, Mode, Stil. Das ist euch aber noch nicht so wichtig. Wirds vielleicht auch nicht. Und das ist vollkommen ok so. Muss nicht jeder alle modischen Trends mitmachen. Und Stil darf jeder seinen eigenen entwickeln.


Kurz und knapp ein Auszug meiner Gedanken rund um Mode. Kleidung. Und Geschmack … Der Blickwinkel einer Erwachsenen, die in ihrer Pubertät einen – aus heutigem Blickwinkel gesehen – wirklich grässlichen Modegeschmack hat. Und heute alles sehr entspannt sieht. An Kinder. Für später. Wer Lust und Zeit hat, ist herzlich zum Gedankenaustausch eingeladen: wie wichtig ist euch Mode? Richtet ihr euch mehr nach aktuellen Trends oder nach Geschmack? Steht ihr eher auf zeitlose Klassiker oder darf es gerne flippig und ausgefallen sein? …

Spruch zum Wochenende: Lösen

Muss gerade sehr viel über das Verhalten einer speziellen anderen mir gegenüber reflektieren – und habe einen Spruch gefunden, der mir hoffentlich hilft, nichts auf mich zu projizieren, sondern einfach loszulassen:

Wenn du bereit bist, das Verhalten anderer dir gegenüber als eine Reflexion ihrer Beziehung mit sich selbst anzusehen und nicht als eine Aussage über deinen Wer als Mensch, löst du dich von dem Verlangen, darauf reagieren zu müssen.“ (Visual statements „VS“)

Gut, einmal muss ich noch reagieren, dann bin ich aber durch und bereit, für das Neue, das nur besser werden kann. Und Punkt.

Mutter-Tochter-Konflikt

Samstag bei meiner Ankunft zum Mädelswochenende kam ich quasi „perfekt“ mitten in einem waschechten Mutter-Tochter-Konflikt an. Ich vermute, dass beide Beteiligte den eigentlichen Auslöser nicht mehr benennen könnten. Fakt ist, dass alle zwei zur Zeit sehr leicht reizbar sind. Die eine, weil sie ein kleines Kind hat, das viel schreit und an ihrem Nervenkostüm zehrt. Die andere, weil sie der Blitzableiter für die schlechte Stimmung der Mama ist – und das auch gern viel und ordentlich befeuert.

Zur Eskalation braucht es ein Nichts, eine achtlos auf den Tisch geworfene Karte, die zu einer Geburtstagseinladung werden soll … schon entbrennt in weniger als 5 Minuten ein Machtkampf. 

„Räum das ordentlich auf.“ 

Bockig-schweigende Missachtung. 

„Die Karten haben 10 Euro gekostet, wenn sie dreckig sind oder kaputt haben wir keinen Ersatz.“

„Mir doch egal.“ 

„Dann wird niemand zu deinem Geburtstag eingeladen.“ 

„Die brauchen keine Einladung.“ 

„Dann weiß keiner, wann es losgeht und wie lang es dauert.“ 

„Das sag ich denen einfach.“ 

„Jetzt räum bitte die Karten auf …“ 

Die eine rumliegende Karte wird vom Tisch gewischt, „oups“. … 

Jetzt werde ich als zufällig anwesend instruiert und es droht „Coco, schmeiß sofort alle Karten in den Müll, …!!!!!!!“. Die leere Drohung muss sein, versteh ich, das hat was mit Autorität zu tun. Ist aber natürlich wirkungslos, weil ohnehin alles abprallt.

Erstmalig hat die bezaubernde Nichte ebenfalls versucht, mich – weil ja da – auf ihre Seite zu ziehen. Allerdings unter vier Augen und im Sinne von „gell, du würdest mich nicht ständig vollkommen unbegründet schimpfen“

Da musste ich sie leider enttäuschen, denn in solchen Konflikten bleibe ich besser neutral, beziehe keine Position. Ich kann – ganz Diplomat – beide Seiten verstehen. Und weiß aus eigener Erfahrung (war schließlich als Kind selbst ein sehr auf mich bezogener Dickkopf ohne jegliche Rücksicht auf mein Umfeld) ganz genau, dass keine Seite recht hat. Es gehören immer zwei dazu: einer, der provoziert, und einer, der sich drauf einlässt …

Machtspielchen

Wenn ich etwas auf den Tod nicht ausstehen kann, dann sind es Menschen, die keine guten Führungskräfte sind. Im entscheidenden Moment aber ganz einfach und schlicht ihre Machtposition ausnutzen. Um einen anderen Menschen, einen Mitarbeiter, zu unterdrücken. Es passiert mir im Leben nicht oft, dass ich innerlich so aufgewühlt und sprachlos bin, wie gerade eben. Ich habe ein Problem damit, wenn jemand 360 Tage keinerlei Verantwortung übernimmt, sondern sein Jobdasein über unwichtige Meetings, Abendessen und seichte Projekte definiert. An 5 oder 6 Tagen tut er dann aber aus einer Situation heraus plötzlich so , als ob er verantwortlich wäre. Beziehungsweise spielt sich so auf. Dummerweise sind diese Menschen häufig hoch oben in der Hierarchie. Und üben Druck auf andere aus, die 366 Tage, Jahr für Jahr, Verantwortung übernehmen, kontinuierlich beweisen, dass sie Anerkennung verdienen. Und aus dieser Konflikt-Konstellation mit sehr fadem Beigeschmack hervorgehen. Machtspielchen sind so überflüssig, dass mir dafür schon gar kein Wort mehr einfällt …