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Der Buchhändler ihres Vertrauens 

Es gibt diese Abende im Freundeskreis, die sich aller Vorfreude wert erweisen. An denen gemeinsam geschlemmt, getrunken, gelacht und genossen wird. Manchmal aber noch viel mehr. Kürzlich durften wir zu viert einen Abend beim kleinen Italiener in der Nachbarschaft genießen. Hier geht’s chaotisch zu, aber das Ambiente ist stimmungsvoll, man kennt sich und das Essen ist köstlich. Ein kleiner Geheimtipp, hierherzukommen. An einem großen Tisch drinnen sitzen mindestens 10 fröhliche Mädels aller Altersklassen. Unser reservierter Platz ist damit belegt. Macht nix, es ist eine erste laue Sommernacht, wir bleiben vor der Tür. Zwei Mädels erscheinen zum Rauchen, schon vorher ist uns das angeregte Tuscheln aufgefallen. Jetzt lächelt die hübsche Blonde unseren Freund an und stellt ihn der Freundin als „Buchhändler meines Vertrauens“ vor. Er errötet, in der Hinsicht ist er – übrigens schon seitdem ich ihn vor 20 Jahren kennen lernen durfte – sehr schüchtern. Ich hab später „beherzt“ ein ganz klitzekleines bisschen eingegriffen. Und am Ende eines unglaublichen Abends haben sich die beiden  – immerhin – mit einem verlegenen Grinsen, einem flüsternden „bis bald“ und sogar einer kleinen Umarmung verabschiedet. Hach. Das hat den ohnehin wundervollen Abend noch perfekter gemacht – und ich muss ergänzen: da war noch nicht abzusehen, dass wir noch weiterziehen, es noch lustiger wurde und wir wirklich erst im Morgengrauen auseinander gehen sollten. Aber auch das war wertvoll und darf nicht unwiederholt bleiben, weil wir langsam in dieses Alter  kommen, indem so eine Nacht eine Woche „Schlecht-Beieinander“-Sein nach sich zieht … Insofern: auf baldiges Wiedersehen!

Das mit der Landpomeranze

Kürzlich hat mich jemand als Landpomeranze bezeichnet. Das war in dem Moment weder charmant, keinesfalls nett und bestenfalls hat er schneller gesprochen als gedacht. Ehrlich gesagt hat mich sehr amüsiert, dass ein Herr mittleren Alters heute ein doch eher veraltetes Wort gebraucht. Aber einen Gedanken hab ich noch: woher kommt es, dass ein Mädchen vom Land weniger wert sein sollte? Bei der Recherche bin auf eine früher sogenannte Frucht, ein Obst gestoßen, das wohl einer Grapefruit ähnelte oder zumindest eine Art bittere Orange war.  Im süddeutschen Raum galt die Landpomeranze als Schönheit vom Lande, der es an Bildung, Benehmen, Anstand bzw. Weisheit fehlt. Unbeholfene Möchtegernschönheit hab ich auch irgendwo gefunden … Hm, nett? Naja, ich versuche dem Komplimenteverteiler gerade zu verzeihen – und verweise in dem Kontext auf meinen eigentlich immer frischen Teint, könnte ja durchaus sein, dass er meine roten Backen als Farbe der Pomeranze identifiziert hat?

Sonntagsfreude: Lass mich nie mehr los

Open-Air-Musik im Dezember, Minusgrade – und keine Sekunde wars zu kalt, es war ausgelassen tanzen, singen, spüren. Ein Abend vollkommen im Hier und Jetzt, auch wenn der Start holprig war, weil ihr Probleme mit dem Mischpult hattet und die Batterien leer waren. Liebe Sportfreunde Stiller, ihr habt mein Wochenende sowas von gerockt. Danke für die Musik, die alte, vor allem aber die beiden neuen Stücke, die ihr gespielt habt. Was mir an euch neben der Musik so unwahrscheinlich gut gefällt: ihr engagiert euch. Nutzt eure Stimme. Um aufmerksam zu machen. Sprecht in eurem neuen Song darüber, wie nahe Glück und Traurigkeit beieinander liegen können. Das fasst die Welt, unser Leben und Erleben so gut zusammen….

Und danke an das Mit-Publikum in St. Anton am Arlberg – das so entspannt war. Es hat so viel Spaß gemacht! Und heute darf ich mich noch etwas im Skiort tummeln, gestern soll es in der Sonne am Südhang über 20 Grad gehabt haben, na dann …

Mehr Sonntagsfreuden lest ihr gesammelt bei Rita.

Spruch zum Wochenende: Just the way you are

Let someone love you just the way you are – as flawed as you might be, as unattractive as you sometimes feel, and as unaccomplished as you think you are. To believe that you must hide all the parts of you that are broken, out of fear that someone else is incapable of loving what is less than perfect, is to believe that sunlight is incapable of entering a broken window and illuminating a dark room.
(thethingswesay)

Bruno Mars „Just The Way You Are“ Director: Ethan Lader from ethandirector on Vimeo.