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Was hast du heute alles erlebt?

In den letzten Tagen war es ruhig hier, denn ich war mit Telefonaten bzw. Online-Videokonferenzen mit den Nichten beschäftigt. Ok, nicht nur, aber ich muss dazwischen ja auch viel viel viel Erlebtes sammeln. Denn der Ablauf gleicht einer festen Agenda: erst winken alle 3 ins Bild, Nichte 3.0 etwas verschüchtert, die beiden Großen umso fröhlicher. Irgendwann schnappt sich Nichte 2.0 dann Mamas Handy und zeigt mir alles mögliche, dabei erzählt sie viel und macht mich immer wieder auf kleinste, oft kaum wahrnehmbare Veränderungen aufmerksam. Und dann kommt sie, die Frage. „Taaaaaaante, und, was hast du alles so erlebt heute?“ Und da muss ich gut vorbereitet sein und was zu erzählen haben … sonst kommt das „also dann Tschüss“ durchaus unvermittelt schnell 😜

Vorurteile, Hass und Hetze

In diesen „Zeiten“ wünsche ich mir sehr oft nicht nur weniger Gleichgültigkeit, weniger, Hass, weniger Hetze – weniger Vorurteile. Weniger „Verurteilung“ ..

Nein, ich wünsche mir mehr Miteinander, normalen Umgang. Von allen Seiten. Ich möchte weniger von Pack, Gesindel und „ihr seid die Dummen, wir die Guten“ lesen. Aus allen Richtungen.

Ich kann Ängste durchaus verstehen, aber nicht, wenn sie bewusst geschürt werden. Vielmehr wünsche ich mir, dass wieder mehr miteinander geredet bzw.. kommuniziert wird. Ruhig. So dass Argumente eine Chance haben, gehört zu werden.

Ich bin mit dem anonymen aufeinander einprügeln im Netz, mit dem sich gegenseitig „anschreien“ nicht einverstanden. Ich wünsche mir, dass Lügen aufgedeckt werden, aber nicht, indem diejenigen, die sie ohne Recherche weiterverbreiten, wütend und voller Hass beschimpft werden …

Geht das? Ich hoffe es.

Für die Politik, die kleine wie die große, wünsch ich mir übrigens auch was: Orientierung. Inhalt. Umsetzen. Vielleicht klappt auch das miteinander statt gegeneinander. Punkt.

Klassenbeste mit voller Punktzahl

Die bezaubernde Nichte ist nicht so der Strebertyp. Eher das Gegenteil. Aber letzte Woche wurden wir von der stolzen Kindsmutter informiert, dass die Drittklässlerin zweimal volle Punktzahl und je eine 1 in Deutsch und HSU bekommen hat.

Bei meinem Überraschungs-Besuch am Wochenende wurde mir das Gesamtwerk dann präsentiert. Oder mehr noch, die Klassenbeste hat sich neben mich gekuschelt und genau beobachtet, dass ich auch wirklich alles wertschätze. Konnte ich auch recht gut, denn bei dem Gesamtwerk handelte es sich um eine umfangreiche Arbeit rund um das Thema Medien: alte und neue, offline und online, Print und Portale, wie gehe ich mit den Medien um, was sind Vor- und Nachteile, wo lauern Gefahren, wie funktioniert das alles, wie kommt die Information in die Zeitung …

Spannend, denn ein Thema waren auch Blogs, und da hat sie ihrer Lehrerin sogar verraten, dass ihre Tante einen Tanten-Blog hat. Als ich ihr dann aber auch noch verraten habe, dass alles, was sie da so gründlich und liebevoll recherchiert und arrangiert hat, quasi ganz viel mit meinem Beruf in der Kommunikation zu tun hat, dass ich sogar mal Medienwissenschaften studiert hab, da wurden die Augen ganz leuchtend und groß 🙂

Und insgesamt hat sie die Aufgaben echt super gelöst, also nicht nur die Fragen beantwortet, sondern sich auch Themengebiete ausgesucht, die sie interessieren. Analysiert, was geschrieben steht. Und noch ein paar Fleißaufgaben gemacht. Also ich finde die volle Punktzahl hochverdient! Glückwunsch (und was für ein perfekter Einstieg in die Pfingstferien das war, wow!)

Kinderlogik-Kündigungsnotiz

Wie hier schon berichtet war die bezaubernde Nichte Besprechungspartnerin, als ich meinen Entschluss, zu kündigen, zum ersten Mal in Worte gefasst habe. Seitdem plaudern wir öfter darüber, wenn es sich ergibt. Als wir kürzlich die Pferdefreundin und das gerade kranke Pony Gipsy besuchten haben natürlich wir zwei erwachsenen Mädels darüber gesprochen, wie gut es mir geht, wie viel mehr Zeit ich habe, wie wichtig es für mich war … Meinte die bezaubernde Nichte, dass sie gern die Schule kündigen würde – dann hätte sie auch wieder mehr Zeit und weniger Verpflichtungen. Ja, so geht Kinderlogik.