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Musik & Du 002 – Summers Gone

Ich und Musik, ich könnte darüber wohl Romane schreiben – deshalb mache ich mit bei Maribels Projekt. Und schreibe über einen Song, der für mich untrennbar mit einem Firmen-Sommerfest an einem heißen Augusttag verbunden ist. Tanzfläche drin, draußen eine überfüllte Terrasse. Ihr ahnt, dass der DJ mit seinen smarten Dance-Charts kaum Resonanz erzielte. Irgendwann hat er verstanden, dass er zu anderen Kalibern greifen muss. Kings of Leon – Sex on Fire– damit hat er uns alle bekommen. Weil er clever nachgelegt hat wurde ab da die Tanzfläche niemals leer, die Stimmung war am Siedepunkt. Und stündlich wiederholte er DEN Song des Abends. Und so wurde es für etwa 20 von uns eine dieser Nächte, die man mit einem Frühstück gegen 8 Uhr morgens beendet – und entweder mit einem Lächeln durchmacht oder den Tag im Bett verbringt … unvergesslich!

Übers Zuhören

Zuhören ist wichtig. Richtig verstehen noch viel mehr. Man stelle sich vor, Menschen, gar Kollegen sitzen um einen runden Tisch und besprechen das gemeinsame Vorgehen, die gemeinsame Strategie. Einer redet, die anderen hören zu, investieren Zeit. Manche stellen Fragen, die anderen nicht, denken sich ihren Teil, schlussfolgern, stellen Vermutungen an, entscheiden, widersprechen oder eben nicht …

Wie oft hört man eigentlich nur, was man hören möchte? Wie oft hört man schlicht nicht zu? Wie oft hält man die Klappe, anstatt so lange nachzufragen, bis man sein Gegenüber versteht? Aus aktuellem Anlass möchte ich einmal mehr betonen, dass ich es wichtig finde, dass man mir „richtig“ zuhört. Sollte ich mich unklar ausdrücken, so versuche ich sehr gerne, meine Sicht zu erklären. Das ist zumindest besser, als sich etwas zurechtzulegen, was mit meiner Aussage nichts zu tun hat. Menschen sind nicht immer gut im klar und einfach formulieren, manche Gedankengänge sind verworren, manche Ideen mögen für den Sprecher vollkommen klar sein, seinen Zuhörern nicht – das Missverständnis ist da.

Ich stimme vollkommen mit dem Autor dieses Artikels überein, der sagt: „Zuhören ist eine Kunst.“ Die man üben muss. Beim Zuhören lieber mal die Klappe halten, wenn danach etwas unklar ist: lieber mal nicht die Klappe halten. Und ganz ehrlich: hinterher mit anderen über die eigenen Rückschlüsse zu sprechen, ohne das direkt mit dem zu klären, dessen Aussagen man falsch verstanden hat? Geht meiner Meinung nach GAR NICHT …

Mittagspause am See

Es gibt diese Tage, an denen man mit den ganzen lieben Kollegen zur Mittagspause ins Restaurant geht. Ein Tisch beim Italiener ist reserviert, mit freiem Blick einmal über den kompletten Ammersee. Die Sonne scheint, der Himmel strahlt weiß-blau, ein laues Lüftchen weht, die Temperatur ist angenehm … Dann wird die Pause zelebriert, mit gutem Essen, guten Gesprächen – und immer wieder schweift der Blick ab, gleitet über den in allen Farbnuancen schillernden See, die unterschiedlichen Boote, die Seevögel. Und beobachtet die Menschen am See, die entweder ganz langsam oder ganz schnell ins doch kalte Wasser springen … Was hab ich diese Stunden heute genossen!

Warum man das nicht öfter macht? Kann ich euch sagen: weil es hinterher so gut wie unmöglich ist, sich wieder auf die Aufgaben zu konzentrieren. Man möchte einfach nur wieder raus, weiter auf den See schauen, und das „dolce far niente“ genießen ….

Und warum es davon kein Foto gibt kann ich auch  beantworten: weil ich offline war, vollkommen ohne iPhone. Sogar ohne Kamera 😉

Mehr Stress durch längeren Arbeitsweg …

Seit einigen Monaten hat sich mein Arbeitsweg verändert, ich bin täglich deutlich mehr Zeit unterwegs, bin mehr auf der Straße – das merkt man auch an meinen „Episoden aus dem Leben eines Autofahrers“. Gefühlt fühle ich mich dadurch gestresster – und habe in dem Kontext diesen Artikel gefunden. Auch ich bemerke, dass es vor allem das Ungewisse ist, das stresst: nie kann man sicher sein, wie lange man unterwegs sein wird. Das bedeutet auch, dass ich gefühlt oft unpünktlich bin – was ich nicht gerne bin. Hm. Dann auch der finanzielle Aspekt: Pendeln kostet Geld, Benzin ist teuer. Ja, das alles “ wusste“ ich vorher. „Wie“ es sich für mich anfühlt kann ich aber erst jetzt einschätzen. Mein soziales Leben klappt meistens gut, auch wenn es in den letzten Monaten anstrengender und organisationsintensiver geworden ist, Freunde zu treffen, auch hier ein zusätzlicher Stressfaktor. Umziehen finde ich aber definitiv keine Lösung, gerade im Hinblick auf mein privates Umfeld.
Dann gibt es Tage wie gestern, wo ich die komplette Strecke mit blauem Himmel und einem wunderbaren Panoramablick auf die Alpenkette belohnt werde. Und auf dem Heimweg die erste Halbzeit des WM-Auftakts der Deutschen im Radio miterlebe. Zu jedem Tor der 3 Tore wurde gehupt, einige LKW-Fahrer haben ihre Lichterkette aufleuchten lassen … Da wird der Arbeitsweg zum Ziel, zum Erlebnis. Hat einfach so mit Stress gar nichts mehr zu tun. Zwei Kolleginnen und ich haben zudem eine Fahrgemeinschaft gegründet, das entstresst auch ungemein. Und letzte Woche waren wir zum ersten Mal mit dem Radl unterwegs: ein Stück raus aus der Stadt mit dem öffentlichen Nahverkehr. Dann strampeln immer am See entlang, mit Blick auf Berge, Bäume, Wiesen, Felder und ty<pische Architektur der Region. Sind nur morgens mehr als 25 Kilometer, abends knappe 20. Und leider, das war meinem Knie noch zu viel – seitdem zwickt es wieder arg. Nächster Versuch dann wieder bei nächster Gelegenheit, dem ganz ehrlich: das Fahrradfahren entstresst mich auch. Würd ich wirklich gern wenigstens den Sommer über beibehalten.

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