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Kochen auf dem Holzofen: Nudeln mit Feta & so

Ein netter Nebeneffekt meines Umzugs: ich darf den elterlichen Holzofen, der morgens ohnehin angeheizt wird, etwas öfter ausnutzen, als das bislang der Fall war. So hab ich kürzlich eingekauft, um die überall so gehypte Feta Pasta zuzubereiten. In der klassischen Form mit geschmorten Tomaten irgendwie nicht meins – aber: ich hatte Schafskäse übrig. Auf der Suche nach Pinienkernen hab ich eine angebrochene Packung Mandeln – und bei so vielen Resten, die wegmusste , eine Idee gefunden:

Auf dem Holzofen einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und darin eine halbe Packung Pasta, in meinem Fall waren es Farfalle, al dente kochen und abgießen. Warm stellen.

In einem weiteren Topf etwas Zucker und damit den Rest Mandeln karamellisieren. Die entweder beiseite stellen, auf dem Holzofen dürfen sie aber auch im Topf bleiben. Jetzt ungefähr 250 g tiefgekühlten Blattspinat erwärmen, einmal aufkochen, dann nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Wer mag, es passen auch Gewürze wie Muskatnuss, Chiliflocken, Curry oder Curcuma dazu, einfach vom eigenen Geschmack leiten lassen.

Warme Nudeln dazugeben, den Feta in Stücke brechen und alles verrühren. Ein paar Minuten nachziehen lassen. Wenn sich Flüssigkeit absetzt sollte die sich mit dem Feta sämig verbinden.

Rausgekommen ist in meinem Fall: 1 x Mittagessen warm im Homeoffice, 1 x Abendessen als kalter Nudelsalat, 1 x Mittagessen aufgewärmt im Büro. Ich finde, das ist nachhaltige Resteverwertung 😋

Rezept für mein Sommer-Ratatouille

Diesen Sommer hab ich „mein“ Ratatouille gefunden. So wie es mir schmeckt. Zum klassischen Rezept gehört  oft Aubergine, die ich nicht so gerne mag. Deshalb waren die letzten Wochen mit viel Gemüse aus dem eigenen Garten und der Gärtnerei meines Vertrauens perfekt zum Experimentieren

Meine Zutatenliste:

  • 1-2 Zwiebeln, halbiert und nicht zu dünn in Ringe schneiden
  • 1 Zucchini (darf ruhig eine zu groß gewachsene sein) halbieren, die Hälfte auch noch mal in der Mitte durchschneiden und in ca. 0,5 cm große Scheiben schneiden
  • Je 1 Paprika in gelb, rot, orange und grün – in ca. 1 cm große Stücke schneiden
  • 2-3 Karotten, je nach Dicke halbieren oder gesamt in ca. 0,5 Scheiben schneiden
  • 4 große, aromatische Tomaten (ich hab Ochsenherzen mit Herztomaten gemischt) halbieren und in Scheiben schneiden

In einem Topf etwas gekörnte Brühe und Tomatenmark mit den Zwiebeln anschwitzen, restliches Gemüse zugeben, mit etwas Brühe ablöschen, dann mit einer Prise Salz und frischen, kleingeschnittenen Kräutern (Rosmarin, Thymian, Oregano, Majoran) würzen und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Fertig!

Dazu frisches Baguette oder Nudeln. Am besten hat es mir in den Sommermonaten übrigens als kalter Mittagssnack geschmeckt, also quasi wie ein erfrischender Gemüse-Nudelsalat. 😋

Ein Rückblick auf die weihnachtlichen Familientage

Die wichtigste Erkenntnis aus den vergangenen Tagen lautet: zwei Nichten bedeuten doppelt viele Momente, die aufgeschrieben werden sollten, um sich an sie zu erinnern. Tanten müssen allerdings auch deutlich Abstriche der verbleibenden Zeitfenster für eigene Erlebnisse einplanen. Wenn dann auch noch die ganze Familie ankündigt, den Oma Pflegefall mitzuversorgen … ja, dann gibt’s richtig „ruhige“ Weihnachten.

Gut, Sarkasmusmodus aus. Es war nicht ganz so schlimm. Aber man merkt doch, dass unterschiedliche Familienmitglieder unterschiedliche Vorstellungen von vorsorglichen und spontanen Hilfestellungen für eine frisch operierte Oma haben. Und man muss verdammt schnell sein, sonst macht sie alles selbst 😉😊

Was in Erinnerung bleiben sollte:

  • Wir hatten definitiv mehr als genug zu futtern, keiner musste Hunger leiden, obwohl ich maximal die Hälfte von dem eingekauft habe, was meine Mutter für das Nötigste hielt.
  • Nicht mal die Plätzchen sind ausgegangen?!?
  • Ich hab’s irgendwie geschafft, das ganze Haus zu putzen und alles zu waschen, wie sich meine Mama das gewünscht hat.
  • Der heilige Abend war richtig schön ruhig.
  • Am ersten Weihnachtsfeiertag bis zum Nachmittag ebenfalls, erst als die Nichten samt Eltern zum Abendessen erschienen kam Leben in die Bude.
  • Alle haben super Geschenke bekommen, die bezaubernde Nichte einen tollen Sitzsack, Nichte 2.0 eine eigene Schaukel – und viel, viel mehr (wo wir uns doch alle gar nix schenken?), darunter viele selbstgebastelte Überraschungen. Und endlich ein Fotoalbum von der Hochzeit unseres kleinen Bruders für meine Eltern.
  • Ich hab einen Herzgutschein für einen Mädelsabend von der bezaubernden Nichte bekommen, ich würd mal sagen: ALLES richtig gemacht.
  • Den neuen Sitzsack haben wir zu dritt beim Sissi-Schauen eingeweiht – und Nichte 2.0 winkt mindestens so huldvoll wie die junge Kaiserin, jawoll!
  • Das Familienessen war ein weiteres Kochexperiment auf dem Holzofen, beschreibe ich noch mal separat – kein Nachtisch war eine super Idee, es sind immer noch Plätzchen übrig …
  • Nachdem die Eltern und die kleine Schwester etwas tränenreich abgereist waren begannen die „tiefenentspannten“ Mädelstage. Theoretisch, weil die ein oder andere Befindlichkeit, die muss dann doch noch motzig angebracht werden. Und Böcken und sich im Bad einsperren und so. Wie immer, dazwischen sind die schönen Momente, die müssen wir in der Erinnerung behalten, über den Rest lassen wir die Schleier des Vergessens wehen?
  • Ein lästiger Wackelzahn weniger – und endlich war die Tante beim tapferen Entfernen des Störenfrieds live und in Farbe dabei, nicht nur in Form von WhatsApp-Berichterstattung 😉
  • Wir haben ein nicht mal 24 Stunden altes Kälbchen besucht und es gab einen Abstecher zum Italiener mit Pizza. Leibgerichte: ✅
  • Die Reste waren der ideale Snack nach dem Reitausflug bei der immer noch lädierten Ponydame – brrr, bitterkalt, aber wunderschön war’s, und zum Glück klappte mit Unterstützung der Pferdefreundin, die echt eine grandiose Reitlehrerin für Reitermädels ist, sogar ein bisserl Traben: ✅
  • Am Reiterhof war zwar kein Parcours aufgebaut, aber der neue Schleich-Turnierplatz wurde mehrfach aufgebaut und ist schon jetzt heißgeliebt.
  • Da die Oma seit Freitag Vormittag in der Reha ist haben wir sie auf dem Heimweg besucht, uns überzeugt, dass sie ein schönes Zimmer für die kommenden drei Wochen hat (und ihren Koffer ausgepackt, sonst macht sie es doch glatt statt striktem Verbot selber) – als Dankeschön hat sie uns zu einer heißen Schokolade eingeladen, hm, lecker.
  • Gut gestärkt machten wir uns dann auf die Fahrt ins neue Zuhause – und wie so oft konnten wir unser Glück gar nicht fassen: unseren Weg Richtung Nordwest begleitete ein traumhafter Sonnenuntergang, das Abendrot leuchtete uns „ewig“, das half die erste Hälfte der Fahrt sogar gegen die dumme Reiseübelkeit … (zum Glück gibt’s Kügelchen, die helfen, kein Wunder, steckt ja quasi mein Spitzname Coco in Cocculus, wie ich gestern feststellt, was mir ein verschmitztes „Coco, du bist manchmal soooo kindisch“ von der bezaubernden Nichte einbrachte, jaaaa, und wie gerne 😉)
  • Zum krönenden Abschluss gabs den Fernsehfilm vom doppelten Lottchen in der modernen Version, das war tatsächlich was für uns Mädels!!!
  • Und jetzt vermissen mich die beiden Nichten, aber ich mein trotzdem, dass ich mich auch etwas kurieren muss, der Schleim sitzt fest und der Hals kratzt, ich werd mich mal aufs Gesundwerden fokussieren, das klappt bei Erwachsenen doch besser, wenn man nicht immer spielen muss 😉

Kochen auf dem Holzofen: Wintereintopf

Mein Experiment Kochen auf dem Holzofen geht weiter, dieses Mal habe ich mich an einem neuen „Wintereintopf mit Wirsing“ versucht. Ich habe als Inspiration ein paar Instagram-Posts gemischt, das Ergebnis dann alles in einem Topf auf dem Holzofen schmoren lassen, ob vegetarisch oder mit Hackfleisch: sehr lecker.

Erst mal den Ofen gut anheizen, dann in einem großen Topf Öl erhitzen.

Man nehme:

  • 1-2 Zwiebeln, grob gewürfelt, in Öl glasig werden lassen.
  • Für Fleischesser 500g Hackfleisch bröselig anbraten. Ich habe eine vegetarische Variante mit Sellerie ausprobiert, in kleine Würfel geschnitten, auch sehr gut.
  • Dazu 5 große Kartoffeln und 5 große Karotten gewürfelt,
  • Mit etwas Salz und Paprikapulver würzen, mit Gemüsebrühe ablöschen, etwa 30 Minuten einköcheln lassen.
  • 1 nicht zu großen Wirsing in Blätter aufteilen, pro Blatt den Strunk entfernen und alle etwa 3 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Anschließend mit kaltem Wasser abschrecken, in Streifen schneiden, unterrühren und mitschmoren. Ca. 15 Minuten, am besten testen, wann der Wirsing gut ist.
  • Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
  • Schmeckt aufgewärmt fast noch besser 😋

Und wer geschmacklich variieren möchte: ich hab das Rezept statt mit Gemüsebrühe mit Tomatensugo getestet, auch absolut empfehlenswert.

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Tom fragt nach Rezepten zum Thema „unkompliziert & geschmackvoll„, ich ergänze um saisonal.