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Das mit dem Kater

In meinem Haus wohnt in einer der Erdgeschosswohnungen ein Kater. Jahrelang war er eher zurückhaltend und scheu. Wer mich kennt weiß: das hindert mich nicht, mich mit ihm zu unterhalten. Mit Erfolg.

Seit kurzem erwartet er mich regelrecht. Sobald ich mein Auto in der Straße geparkt habe begleitet er meinen Heimweg. Ein kleiner blitzschneller Aufpasser – der dummerweise auch mal zwischen meine Schritte gerät. Obwohl er eine eigene Katzenklappe hat, wollte er heute unbedingt mit mir durch die Haustür gehen. Doof, denn er kann nicht selbst an seiner Wohnungstür klingeln … musste dann ich für ihn erledigen.

Reinspaziert ist er übrigens huldvollst, wie auf dem roten Teppich ist er an seinem Herrchen vorbei spaziert. Der musste mit mir von Herzen lachen über seinen divenhaften Mitbewohner 🐈

Wenn Menschen Mäuse jagen

Bin nicht sicher, ob ich schon mal berichtet habe, dass bei meinen Eltern seit einigen Jahren zwei Katzen wohnen. Ursprünglich sind sie zu dritt eingezogen, der Kater hat es jedoch vorgezogen, seinem jugendlichen Leben ein Ende zu bereiten, indem er – statt den einfachen und sicheren Weg in den großen, großen Garten zu gehen – unbedingt die Straße rüber in Nachbars Wiese überqueren wollte. Er war ein tapferer kleiner Kater udn hat sich mit einem großen Gegner angelegt. Nur leider war das Auto stärker. Seitdem glaube ich nicht mehr an die angeblich 7 Leben einer Katze …

Die beiden Katzendamen führen ein sehr schönes, entspanntes und sogenfreies Leben bei meinen Eltern, sie bekommen ohne Gegenleistung Kost und Logis, haben immer den besten Platz, auch wenn dafür jemand anders keinen abbekommt. Kurz: sie führen ein herrlich unbeschwertes Kartzenleben. Auf einem Bauernhof haben sie lediglich eine einzige klitzekleine Aufgabe. Mäuse fangen. Das gelingt manchmal schon ganz gut. Nur gestern haben sich die beiden mal wieder so angestellt, dass die ganze Familie helfen musste. Katze 1 bringt eine Maus ins Haus, mit stolzgeschwellter Brust zeigt sie ihre Eroberung. Die Maus ist nicht doof und ergreift die erste Fluchtgelegenheit, sie lässt sich bequem im Wohnzimmer hinter dem Sofa nieder. Vor dem Katze 1 jetzt wie ein Wachsoldat auf und ab läuft. Katze 2 kommt dazu, anstatt auf die Maus zu achten raufen die beiden …

Die Maus ist nicht doof, sie nutzt Gelegenheit und Fluchtweg unter dem Kachelofen durch – und steht mit einem Fuß in der Freiheit. Im Gang. Da hat sie die bezaubernde Nichte entdeckt, als Einzige (Erwachsene sind schon etwas altersblind, oder so). Also kommen jetzt raus alle in den Gang, die Maus haut ab, statt durch die Haustür in die Freiheit zu entwischen versteckt sie sich hinter einem Schrank. Der nur einen knappen Spalt zum Boden freilässt. Nach einigem Rufen erscheinen jetzt auch die beiden Katzendamen, nur leider: da kommen sie nicht ran.

Hilfe ist gefragt, also schieben die Menschen den Schrank zur Seite, so, dass die Katzen theoretisch erfolgreich sein könnten. Oder die Maus den Weg zur Haustür hinaus laufen kann. Hm, ja genau. Die Katzen sitzen wahrscheinlich immer noch vor dem Schrank und wittern Beute. Kommentar meiner Nichte: „Jetzt haben die Menschen die Maus gejagt, weil die Katzen zu doof dazu sind …“