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Sonntagsfreude: Suppenglück

Erst mal muss ich hier kurz festhalten, was das gestern für ein herrlicher Spätsommertag war, von morgens bis abends Sonnenschein, ein glasklarer blauer Himmel mit ein paar vereinzelten Wolken. Frühmorgens hab ich mein Auto zum Reifenwechseln gebracht, der Rückweg durchs Dorf war ein einziger Genuss. Sonnenspiele an den Häuserfassaden, letzte Blumen in leuchtenden Farben – an Tagen wie diesen ist es überall schön, aber mein Heimatdorf erscheint mir an so einem Tag noch mehr wie der Ort, an dem ich gerne lebe. Da verstehe ich immer noch intensiver meine tiefen Wurzeln, an diesen Ort.

Obwohl die Nichte diese Woche sogar mit Unterstützung auf dem elterlichen Bauernhof angerückt ist musste ich gestern jede Menge Nüsse und Kastanien einsammeln, das ist dieses Jahr reiche Ausbeute, und so mit Sonnenschein macht Gartenarbeit und Laubhaufen wegbefördern sogar großen Spaß.

Und dann hab ich gestern Kräuter geerntet und einen großen Vorrat Suppenwürze gemacht. Ganz einfach viel Suppengemüse kleingehexelt, etwas gedörrt und dann mit viel frischen Kräutern püriert. Mit etwas Salz konservieren, fertig. Den ersten Eintopf hab ich bereits gestern Abend gewürzt und mein Suppenkapserherz ist glücklich und zufrieden.

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita, so wie auf ihrem Bild wirft die Sonne heute morgen auch hier ihre Strahlen ins Haus, es ist zwar bewölkt, aber ich hoffe, dass ich bei meinem ausgiebigen Spaziergang auch heute viel Sonnenschein abbekommen werde. Habt einen schönen Sonntag.

Sonntagsfreude: Ausflug 

In unserer Familie über viele Jahre ein beliebtes Ausflugsziel: Kloster Weltenburg und der Donaudurchbruch. Als sich lieber Besuch aus Heidelberg angesagt hat haben meine Schwester nebst Schwager und Nichte deshalb beschlossen, dieses Wochenende alte Tradition wieder aufleben zu lassen. So kams, dass ich gestern eingeladen war, neben der Nichte im Bus mit Ziel Kelheim zu sitzen. Dort haben wir aufgrund des hohen Wasserstands beschlossen, nicht mit dem Boot zu fahren. Im kleinen Dorf Weltenburg dann gar nicht so leicht, das Auto abzustellen, denn der gesamte Parkplatz stand unter Wasser.

Die Donau ist über die Ufer getreten, das konnten wir überall sehen. Trotzdem haben wir einen Traumtag für einen Ausflug erwischt. Nicht zu heiß, viel Sonne, am Himmel wunderbare Wolkengebilde. Am steinigen Strand kann man Steine schmeißen, Könner lassen möglichst flache Kiesel über den Fluss flitzen, habe sogar einen Herrn im besten Alter erlebt, dessen Kiesel bis zu 7 mal „sprangen“ … Wow!

Die Asam-Klosterkirche sah ich zuletzt eingerüstet, sie wurde saniert und erstrahlt jetzt in neuem Glanz. Vor vielen Jahren durfte ich hier mal auf einer Hochzeit singen und kann nur schwärmen, denn der Innenraum ist ein wundervoller „Resonanzkörper“, gestern haben wir nur gesummt, weil durch eine Firmung zu viele Leute da waren. Anschließend haben wir den Innenhof-Biergarten, das schöne Sitzen unter den schattenspendenden Kastanienbäumen und die köstliche Klosterküche – abgesehen von den viel zu viel zu vielen Stechmücken – genossen. Danach durfte der Besuch dann die Schiffahrt durch den Donaudurchbruch antreten, Schwesrer, Nichte und ich bevorzugten den Landweg, um sie in Kelheim am überfluteten Landungssteg nach einem erfrischenden Fußbad wieder aufzugabeln und zur gerade eingerüsteten Befreiungshalle hochzufahren. Was für ein Ausblick hat sich uns von hoch oben geboten. Auch die bezaubernde Nichte hatte Spaß, zunächst hat sie festgestellt, dass es keine 100, sondern „nur“ 45 Stufen vom Podest zum Halleneingang and, dann der Großtante auf der Treppe einen neuen Sport beigebracht, dann auf der Plattform ein neues hüpfendes Tanzspiel entwickelt. Und ist schließlich mit der Tante mitten in die Wiese geschlichen, auf der Suche nach Millionen zirpenden Grillen. 


Nette andere Besucher haben uns auf einen seltenen blauen Schmetterling hingewiesen, leider reichte die Handykamera nicht aus, den zu erwischen, dafür hat die Nichte die Wurzeln der alten Linde am Aussichtspunkt fotografiert, im Hintergrund (setzt sich farblich etwas von den anderen, noch größeren Bäumen ab) die noch junge Eiche, die 1000 Jahre alt werden soll. Ja, das Hobby Fotografieren macht ihr immer noch Spaß!

Der Ausflug wurde mit einem Ausflug zum Kuchlbauer-Hundertwasser-Arreal nach Abensberg abgerundet. Weil die jüngste Mitreisende keine Lust auf den gemütlichen Biergarten unter dem Turm hatte, haben wir kurzerhand umdisponiert, Eis und köstliche Kuchen im sehr zu empfehlenden Kuchenhimmel besorgt – und den Ausflug auf der Terasse mit Kaffee und Süßkram ausklingen lassen.

Und zum krönenden Abschluss führte mich mein Heimweg dann durch stimmungsvolle Lichtspiele mitten durch die Hallertau, der Hopfen ist jetzt schon eine wahre Pracht. Was für ein schöner Abschluss für einen gelungenen Ausflugstag, himmlisch!

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.