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Sonntagsfreude: Sonnenstrahlen im Wald

Definitiv hab ich heut viel mehr kitzelnde Sonnenstrahlen im Wald gefunden, als Pilze. Aber es kann nie schaden, in diesen Tagen fern von den vielbelaufenen Wegen nach den kleinen kulinarischen Überraschungen Ausschau zu halten, die langsam heranwachsen … schön war er, mein erster Ausflug in die Schwammerl 2019. Und immerhin 5 Braunkappen und noch ein weiterer genießbarer Pilz haben mich nach Hause begleitet 🍄

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Heimatverliebt: Winter in der Hallertau

Was neben den Vorbereitungen für Weihnachten und dem Feiern noch besonders typisch ist im Winter in meiner Heimat? Es ist die stade Zeit im Hopfenland, Zeit für Ruhe, für Erholung. Darüber hab ich schon mal hier „sinniert“. Aber mir ist dann doch noch etwas eingefallen, heute vielleicht nicht mehr ganz soooo auf den Winter reduziert. Aber traditionell eine Tätigkeit, für die früher nur in den Wintermonaten Zeit war: das Eisstockschießen. Im Vereinsarchiv der lokalen Stockschützen, die sich heute mehrmals wöchentlich ganzjährig auf einem asphaltierten Platz nebst gemütlichem Vereinsheim treffen, steht geschrieben:

Zu einer der beliebtesten und bekanntesten Freizeitbeschäftigung in den Wintermonaten gehörte in Bayern schon immer das Eisstockschießen. Auf den Eisweihern waren im Winter alle anzutreffen, die über einen gedrechselten Eisstock verfügten, um ihr Können, Treffsicherheit und Zielgenauigkeit zur „Daubn“ unter Beweis zu stellen.

Jeder Mann hatte einen eigenen Stock zu Hause, oft über Generationen vererbt. Und damit geht’s an den kalten Tagen statt in die Hopfengärten auf zugefrorene Weiher. Keine optimalen Bedingungen, nicht top präpariert. Meist mussten sich die Männer erst mal denSchnee  wegräumen, vielleicht auch Eisbrocken aus dem Weg schießen. 

Dann aber, von Mal zu Mal mehr, wurde die Eisfläche glatter und die Herren der Schöpfung konnten zeigen, wie geschickt sie ihren Stock am nächsten zum Ziel, der „Daubn“, zu platzieren wussten. Ich kann mich an Jahre erinnern, in denen die Männer des Dorfes das Eis vom ersten bis zum letzten Tag über Wochen ausnutzen konnten. Sogar auf der großen Fläche des nahegelegenen Naturschwimmbades bis zu 100 „Mann“ auf dem Eis …

Tatsächlich ist das Eisstockschießen eine wundervolle Kombination, es ist Bewegung an der frischen Luft, hat einen hohen geselligen Aspekt und es zählt die Geschicklichkeit. Gemeinsam lachen, ratschen, in den kalten Monaten zusammenkommen. Eine schöne Tradition. Bislang hat es in diesem Winter erst eine hauchzarte Eisschicht, aber ich drücke den Hallertauern die Daumen, auf dass es noch ein guter Eisstockwinter werde.

Achso, ja, ich selbst bin eher „mittelmäßig“ begabt. Meine ersten Versuche waren äußerst ambitioniert, ich habe den Stock dann auch eher fliegen denn gleiten lassen. Statt dem Ziel am nächsten zu kommen schaffe ich es definitiv fast immer, den, der am weitesten weg ist, noch weiter rauszuschießen – zufällig. So viel zu meinem Talent. Aber zuschauen macht auch großen Spaß 😉

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Jule lädt zum Schreibprojekt „Heimatverliebt“ , in diesem Monat lautet das Thema „Winter in deiner Heimat“. Mein Beitrag über die Hallertau ist bestimmt auch typisch für ländliche Gebiete in Ober- und Niederbayern. Ich kenne das Eisstockschießen auch als beliebte Winterattraktion auf dem Nymphenburger Kanal in München oder auf verschiedenen Seen im bayerischen Oberland. Mehr Heimatliebe aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.

Musik & Du.021 – Herbst

Ich bin ein paar Tage zu spät dran, aber ich möchte nachreichen 😉 In diesen Herbsttagen begleitet mich Musik, die ich seit Jahren gehört habe, wenn ich an sonnigen Herbsttagen zum letzten Mal und ein kleines bisschen wehmütig das Verdeck geöffnet habe und Autofahrten „oben ohne“ genossen habe. Auch wenn ich kein Cabrio mehr habe: die Musik von Shania Twain begleitet mich in diesen Altweibersommertagen mit Sonnenschein auf schillernden Farben. Passt einfach zu meiner Herbststimmung 🍂🍁

Maribel fragt in dieser Jahreszeit nach einem Herbstlied – frei nach dem Motto „Its getting colder now“.

Darüber hinaus begleiten mich heute als „Musik am Mittwoch“ die gestern live erlebten Red Hot Chili Peppers, die müssen noch ein bisschen nachklingen, dann widme ich ihnen einen eigenen Eintrag …

Musik am Mittwoch: Musik & Du. 017 – Springtime

Passt zu dieser Jahreszeit, wie das sachte Schlagen von Schmetterlingsflügeln. Birdys Stimme ist so kraftvoll, dabei so weich. Mich erinnert ihre Musik sowieso immer an Frühling, an Sonnenstrahlen, an Blumenpracht, an dieses zarte Grün überall, an Vögel, die über die Knospen am Baum hopsen und dabei singen, an offene Fenster und leise Töne im Hinterhof … Für mich genau meine Musik, um die Balkontür weit zu öffnen und den Frühling in vollen Zügen zu genießen

Maribel begrüßt den Frühling mit der wirklich passenden Frage: „Hello Spring – Welches Lied bringt dich in den ersten Frühlingstagen so richtig zum lachen, tanzen, frohsein? Ich glaube jeder hat so das ein oder andere Lied, das er immer gerne ausgräbt, wenn es ans Fensterputzen geht, wenn man den Abwasch mit offener Balkontür macht, oder sich einfach mit einem Feierabendbier, in einer Decke eingemummelt den Sonnenuntergang anschaut und dabei unfassbare Lust auf den Sommer, die Wärme und alles was kommt, freut. Ist das nicht so?“