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Danke 2018 – du warst ein besonderes Jahr für mich

Der Blick zurück auf dieses Ausnahme-Jahr ist besonders, anders, berührt mich unwahrscheinlich. 2018 habe ich auf mich aufgepasst, mir Zeit genommen, für mich und meine Gesundheit. Ich habe mir eben durchgelesen, was ich in den letzten Jahren geschrieben habe und bin doch ein kleines bisschen erleichtert, denn achtsam bin ich auch bisher gewesen. Mein Jahr des Innehaltens hat den Fokus zwar auf mich gelenkt, aber doch eigentlich nur wieder alles zurechtgerückt, die Balance wieder hergestellt …

Wie in den Vorjahren halte ich mich für meinen Jahresrückblick an ein paar Fragen als Gedankenstütze:

Welches Ereignis hat meinem Leben eine neue Richtung gegeben?
Da muss ich nicht lange überlegen: es waren zwei Gespräche in einer Woche im Januar. Das erste war mit meiner Kundin, die kritisch hinterfragte, ob meine Chefin denn überhaupt wertschätze, was ich leiste. Das zweite war ein Zufallsgespräch mit einem Arbeitsrechtler, der kritisch hinterfragte, was mich an einer Kündigung hindere …

Was waren meine Themen 2018?
An erster Stelle stand Zeit, dazu gehören die berufliche Auszeit, die Erholung und die Freizeit. Und dann durfte ich sehr viel Familie und Freundschaft genießen – und mich der Fotografie und der Orientierung widmen.

Was war mein schönstes Erlebnis im letzten Jahr?
Ich habe so viel liebevolle Unterstützung für meine Entscheidung von vielen Seiten bekommen, oft ganz unerwartet. Das hat mich jedes Mal so von Herzen gefreut.

Was waren meine Highlights?
Das werde ich hoffentlich Jahr für Jahr wiederholen dürfen: Immer wieder jeder einzelne Moment mit meinen liebsten Menschen. Meine Freundschaften und meine Familie lassen jeden Augenblick mit ihnen zu einem Highlight werden.

Was habe ich in diesem Jahr erreicht?
Momente voll absoluter Zufriedenheit. Ich wertschätze es so sehr, dass ich mir das Geschenk dieser Auszeit gemacht habe, es ist mir so viel mehr wert, als alles, was ich mir für Geld hätte kaufen können.

Habe ich mich weiterentwickelt? Wenn ja – in die richtige Richtung?
Das kann man ja immer nur im Rückblick beurteilen, aber ich meine doch, dass ich in diesem Jahr einen ganz wesentlichen Entwicklungsschritt gemacht habe, der schlicht vieles gerade rückt, was aus dem Gleichgewicht geraten war …

Welches ungewöhnliche Kompliment hat mich in diesem Jahr besonders berührt?
Es war wirklich interessant, dass ich ab April sehr viele Komplimente für mein frisches Aussehen bekommen habe – da wurde mir erst bewusst, wie sehr mich das zuviel an Arbeit in den letzten Jahren wohl auch äußerlich belastet hat.

Tun mir die Menschen in meinem Leben gut?
Was mir aufgefallen ist: durch die Auszeit sind alte Bekannte wieder näher an mich herangerückt. Ansonsten war es im Hinblick auf Familie und Freunde ein ganz normales Jahr, mit genau dem richtigen Maß an Nähe und Distanz, sodass wir uns gegenseitig gut tun können.

Habe ich mir meine Träume bewahrt oder sie aus dem Blick verloren?
Genau richtig, würde ich sagen. Ich hab geträumt, war aber immer flexibel, alles an die Realität anzupassen.

Wann habe ich mich so richtig lebendig gefühlt?
Ganz extrem war das Gefühl, als ich zum letzten Mal aus der alten Arbeitsstelle auf dem Heimweg war – und gefühlt zum ersten Mal seit ewigen Zeiten einfach nur befreit durchatmen konnte … Wobei ich mich insgesamt ab dem Augenblick, in dem ich innerlich gekündigt habe, wieder viel mehr mein Leben in mir gespürt habe, mich die letzten Monate schon morgens beim Aufwachen so wundervoll lebendig wahrgenommen habe – täglich.

Wofür bin ich besonders dankbar?
Da zitiere ich mich aus den Vorjahren: Für die paar Menschen in meinem Leben, auf die ich mich verlassen kann, die mich nehmen, wie ich bin, helfen, wenn sie dürfen oder müssen, ohne Forderungen zu stellen. Die da sind, auch wenn sie nicht immer da sind.

Was kam im Jahr 2018 dazwischen?
Es kam nichts dazwischen, ich habe ein paar Menschen gehen lassen müssen, ein paar, weil sie gestorben sind, andere, weil sich unsere Wege trennen. Durch die berufliche Veränderung werde ich liebe Kontakte aus der bisherigen Branche nicht mehr pflegen können. Eine Veränderung zieht immer weitere nach sich und es bleibt spannend, wie sich die Dinge weiterentwickeln werden. Der Prozess ist längst nicht abgeschlossen, und ich bin neugierig, was bleiben darf.

Über was habe ich mich geärgert?
Ganz ehrlich: dass meine Gesundheit unter einer Vorgesetzten leiden musste. Dazu könnte ich viel schreiben, mag ich aber nicht. Ich hab mich auskuriert, und Punkt.

Was hat mich wütend gemacht – und welche Konsequenzen habe ich daraus gezogen?
Irgendwann in dieser Bewerbungsszenerie kam mal der Moment, in dem ich die Personalerin vor mir, zwar sehr ruhig, aber doch provokant gefragt habe, warum sie die Stellenausschreibung so ganz anders formuliert habe, als das, was sie mir eben als gesuchtes Profil (dem ich natürlich nicht entsprach) definierte. In einem anderen Gespräch hätte möglicherweise allen viel Zeit gespart werden können, hätten die Damen und Herren, 5 an der Zahl, sich vorab meinen Lebenslauf durchgelesen. Auf den habe ich, möglicherweise tun das alle Bewerber … (?), wirklich immer Zeit verwendet, um ihn selbst auf das gesuchte Profil hin zu prüfen. Wenn das für mich nicht gepasst hat habe ich mich gar nicht erst beworben … Dummerweise kann ich keine Empfehlung für Konsequenzen abgeben, die Fehlerquellen waren auch bei vorherigen netten Telefonaten hoch. Mein Rat an die ein oder andere Personalabteilung lautet schlicht: überlegt euch vorab, was ihr sucht und schreibt das in die Stellenangebote. Ich vermute, das könnte am meisten helfen. Also Berufseinsteiger statt Berufserfahrung zum Beispiel. Oder durchschnittliches statt überdurchschnittliches Gehalt 😉

Das Beste, was ich für jemand anders gemacht habe?
Meine Auszeit kam sehr gelegen, um der Schwesternfamilie bei Renovierungs- und Umzugsprojekten zu helfen. Das war so weder geplant noch gewollt, hat sich so ergeben und hat für alle Seiten doch recht gut gepasst.

Das Beste, was ich für mich selbst gemacht habe?
Dass ich mir diese Monate Auszeit geschenkt habe und es nie als Verzicht betrachtet habe.

Aus welchem Erlebnis des letzten Jahres kann ich am meisten lernen?
Ich hatte auch in der Renovierungs- und Umzugsphase der schwesterlichen Familie ganz oft das Erlebnis, dass mich die körperliche Arbeit zwar körperlich erschöpft, aber innerlich satt und zufrieden macht. Genau das erdende Gefühl, das mir in den letzten Jahren im Job verlorengegangen ist.

Habe ich genug von dem gemacht, was mich wirklich glücklich macht?
Es geht immer eins mehr, aber rückblickend hab ich so viele glückliche Momente im Gedächtnis, das war mehr als genug …

Habe ich den Menschen, die mir wichtig sind, dies oft genug gezeigt?
Ich hoffe, das habe ich.

Welches Ereignis hat meinem Leben eine neue Richtung gegeben?
Ein Freund hat mich ins Gespräch gebracht, deshalb darf ich meine Freizeit wieder etwas mehr mit Kultur bzw. Musik verbringen. Das wird kein neuer Fulltime-Job, aber eine Zusatzaufgabe, die mich gefühlt Ende 2018 wieder mehr zu meinen Wurzeln bringt …

Wer oder was hat mich herzlich zum Lachen gebracht?
Da war so viel Lachen, ich möchte keine einzelnen Situationen aufzählen, weil kein Tag ohne Lachen war.

Wann und wodurch habe ich mich besonders geliebt gefühlt?
Es gab leider auch nicht so schöne Augenblicke in unserem Nichten-Tanten-Verhältnis, Irritationen, Kräftemessen, Bocken. Aber wenn mich die bezaubernde Nichte an den Mädelswochenenden als ganz schön coole Tante bezeichnet, mich Coco-Loco neckt oder sich kuschelnd an mich schmiegt, dann fühl ich mich jedes Mal besonders geliebt. Und weiß, dass das alles andere überstrahlt.

Was hat sich zum Positiven gewendet?
Auch wenn der Umzug längst noch nicht verdaut ist und die Familie meiner Schwester zwar im neuen Zuhause angekommen, aber längst noch nicht heimisch geworden ist: die ersten Schritte sind überstanden. Und ich konnte die letzten Monate durch meine Flexibilität ein kleines bisschen zur Normalität beitragen. Eine sehr positive Wendung, wie ich finde.

Was ist mir besonders wichtig geworden, das es vor einem Jahr noch nicht war?
Mit den vergangenen Monaten hab ich mir selbst bewiesen, dass ich mit viel weniger klarkomme. Sowohl finanziell, aber auch im Hinblick auf berufliche Titel, Aufgaben, Herausforderungen, … ich habe die Monate genutzt, um meine berufliche Zukunft klar zu definieren, meine Ziele zu hinterfragen und die Herausforderung entsprechend der Aufgaben zu planen. Hat etwas gedauert, denn ich kann viel und mache vieles gerne, ein paar Abstriche sind notwendig. Jetzt bin ich neugierig, und dabei innerlich ungewohnt ruhig. Denn die Rahmenbedingungen passen, wir werden sehen, wie es sich entwickelt.

Wem ich schon lange Danke sagen wollte?
Auch 2018 möchte ich mich bei allen Mitlesern bedanken: den stillen ebenso wie den aktiven, den neuen wie den treuen, den virtuellen wie den bekannten. Ein herzliches Dankeschön aus ganzem Herzen fürs Mitlesen, für den Gedankenaustausch und für die vielen Impulse.

Wie geht es mit dem Blog weiter?
In den vergangenen Monaten habe ich fast täglich geschrieben, hatte die Zeit – für die Zukunft weiß ich nicht, ob immer Zeit sein wird, ich muss in einen neuen Rhythmus finden. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt, aber keine Frage: es geht weiter. Denn zum Glück liefern die Patenkinder und meine Mitmenschen immer wieder Themen, die festgehalten werden „müssen“.

Dankeschön – und ein paar Fragen hätte ich noch

Ein Dankeschön an alle, die mich durch Mitlesen, Kommentieren, Anregungen und Gedanken durch das Jahr begleitet haben, ich wünsche euch einen sicheren Rutsch und einen guten Start für 2015.  Rückblickend habt ihr mit mir  so oft herzlich gelacht, vielleicht auch mal geweint. Ihr habt durch das Lesen zugehört und mit mir geredet, nachgefragt oder einen Rat gegeben. Manchmal war es wie eine Party, aber es waren auch viele ernste Momente dabei. Manchmal habt ihr mit mir geträumt, vielleicht auch mal gesungen und getanzt – und das beinahe jeden Tag … Schön, dass es euch gibt. Ich freue mich, wenn ihr mich auch 2015 begleitet, sehr sogar.

Zum Jahresende reflektiert man gern, ich merke im Rückblick, dass mein Jahr 2014 intensiv, aber sehr balanciert war. Ich fühle mich sehr aufgeräumt, hatte ausreichend Zeit für Familie und Freundschaft, konnte kostbare Momente mit meinen liebsten Menschen genießen. Meine Gefühlswelt war stabil und ausgeglichen. Ich habe in diesem Jahr von meiner Lebenserfahrung profitiert: vieles, was mich früher belastet hätte, schüttle ich ab. Ich nehme die Probleme anderer nicht mehr als meine Aufgabe an, höre nur zu, grenze mich aber ab. Lernen muss ich, dass mich mein neues Zeitmanagement begrenzt: ich habe auch vorher viel gearbeitet, jetzt verbringe ich zusätzlich mehr als einen Arbeitstag auf dem Arbeitsweg. Das macht oft eine 7-Tage-Woche, das merkt mein Körper… Viel Zufriedenheit habe ich aus der großen Räumaktion in meinem Elternhaus erlangt, bin meiner Familiengeschichte ein Stück nähergekommen. Das gibt mir tiefe Wurzeln – und verleiht gleichzeitig weite Flügel.

Für das neue Jahr bin ich kürzlich auf diesen Spruch gestoßen, der perfekt zu meiner Erwartung passt: „Ich wünsche mir nicht viel vom neuen Jahr. Es soll kein großes sein und auch kein Meilenstein. Ein Jahr, so wie es tausend Mal schon war. Lasst uns bescheiden sein : Es werde klein, es sei eine Jahreszahl, die man flüchtig liest, die für die Geschichte später nicht wichtig ist. Ich wünsche mir ein unscheinbares Jahr, das nicht gemessen wird, von Hass zerfressen wird. Das bald vergessen wird, wie jedes gute Jahr.“ (Gerhard Bronner)

Es geht weiter, denn kürzlich wurde ich von Nadja nominiert. Das ist Auszeichnung und Aufgabe zugleich, gerne verlinke ich auf ihren Blog, auf dem ihre Ausbildung zur Yoga-Lehrerin und noch vieles mehr mitzulesen ist. Vielen Dank für die Fragen, die ich gerne beantworte.

Finde eine Metapher für dein Leben. Ist es zum Beispiel ein Puzzle, eine Schule, eine Liebesgedicht, ein Abenteuer, eine Reise, ein Fall oder … ?

(Er)Leben ist meiner Meinung nach schon Metapher genug. Wenn ich es sprachlich reicher machen möchte, so würde ich es als gutes, spannendes Drehbuch beschreiben: nach den ersten Seiten denkt der Regisseur, er habe eine Geschichte verstanden. Und wisse, wie er es spannender machen kann. Deshalb ändert er einzelne Szenen oder den Ablauf. Nimmt Protagonisten heraus, fügt andere dazu. Das ergibt nicht immer automatisch einen Sinn. Der Zuschauer, der den kompletten Film am Ende zu sehen bekommt, wird aber wissen, wofür es gut war …

Wer oder was inspiriert dich?
Menschen, Erlebnisse, Natur, Gedanken, Musik, Kultur und gelebtes Brauchtum.

Wenn du einen Tag lang unsichtbar wärst, was würdest du machen?

… mich für einen Tag im wahrsten Sinn des Wortes in Luft auflösen, Zeit für mich genießen 😉

Mit welcher Rolle (Roman, Film, Serie, …) identifizierst du dich am ehesten und warum?

In meinen bisherigen Theater-Rollen hab ich meist die jugendliche Liebhaberin gespielt, leider fällt mir tatsächlich keine andere Figur ein …

Ziehst du Energie eher aus der Außenwelt oder aus deinem Inneren – und wie zeigt sich das?

Das hält sich in der Regel sehr die Balance. In meinem Inneren sammle ich Eindrücke und Impulse aus der Außenwelt, die ich in Energie für mich, aber auch für andere umwandle.

Wenn du die Zeit anhalten könntest, was würdest du tun?

Wenn das bedeutet, dass mein Umfeld mit im zeitlosen Raum schwebt, dann würde ich die Zeit an einem Sonntag morgen anhalten, und einen unendlichen Tag mit Familie und Freunden verbringen. Zusammensein, am liebsten an einem langen Tisch im Freien, im Garten, bei Sonnenschein im Schatten der Obstbäume.  Reden, lachen, essen … Ohne, dass wir müde werden. Und ob ich die Uhr jemals wieder anstellen würde?

Was war für dich ein besonderes Aha-Erlebnis?

Ich erlebe regelmäßig außergewöhnliche Aha-Momente mit Kindern, sie öffnen Augen und Ohren.  Und Herzen. Meine Patenkinder haben jedes ihren ganz eigenen Blick auf ihre Welt. Ich hab für mich einiges dazugelernt, zum Beispiel, dass ich meine Kindheit nicht mit ihrer vergleichen darf – und dass sie später ähnlich intensive Erinnerungen haben werden, nur eben andere 🙂

Wie wichtig sind dir Klicks, Visitors, Follower etc.?

Wichtig ist mir Austausch, Mitlesen auf anderen Blogs, spannende Themen. Auch gerne Projekte, die Blickwinkel verändern. Ich freue mich über Leser, aktiv wie passiv, beobachte das auf meinem sehr privaten Blog aber keinesfalls unter einem professionellen Aspekt. Die schönsten Momente beim Bloggen haben nichts mit Zahlen zu tun, sondern mit Kommentaren oder Aufmerksamkeiten.

Wenn du zwei Leben gleichzeitig leben könntest, wie sähen die aus?
Ich würde mein berufliches und mein privates Ich trennen, dann hätte jedes einen 24-Stunden-Tag und eine 7-Tage-Woche – traumhaft 😉

Und noch ein bisschen Romantik zum Schluss: Glaubst du an die GROSSE Liebe?
Ja, und auch daran, dass man die mehr als einmal erleben kann.

Ich verzichte auf Nominierungen und lade ganz einfach jeden, der möchte, ein, die folgenden Fragen zu beantworten, die sich alle darum drehen, was euer Herz anspricht… Gerne in den Kommentaren – oder im eigenen Blog, ganz wie ihr mögt und Zeit habt ♡

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1 ♡ Bilder oder Worte, was berührt dein Herz mehr?

2 ♡ Wer oder was bringt dein Herz zum Schwingen?

3 ♡ Bei welcher Musik klopft dein Herz im Takt?

4 ♡ Entscheidungen, lässt du eher Herz oder Kopf entscheiden?

5 ♡ Ein Ort, an dem dein Herz ganz ruhig wird?

6 ♡ Gibt es in deinem Leben einen oder viele Menschen, mit dem/denen dein Herz im Gleichklang schlägt?

7 ♡ Was versetzt dein Herz am meisten in positive Aufregung?

8 ♡ Was tust du, um dein Herz gesund und kräftig zu erhalten?

9 ♡ Hast du ein Herz für Tiere?

10 ♡ Und last but not least: Woran hängt dein Herz? Wovon kannst du dich unter keinen Umständen trennen?

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Mein Jahresrückblick 2013

Mein Jahr 2013 war sehr intensiv, vollgepackt mit positiven wie negativen Elementen. Anders als davor musste ich aktiver daran arbeiten, mein Gleichgewicht zu halten, mich in Balance zu bringen. Gefühlt ist das Ich manchmal in den Hintergrund verdrängt worden. Doch der Reihe nach: Um nicht zu sehr durcheinander zu kommen versuche ich mich, an ein paar gängigen Fragemustern zu orientieren, wie ich sie in den letzten Tagen vielfach gelesen habe.

Was waren meine Themen 2013?
Vor allem Veränderung und Aufmerksamkeit. Beides Themen, die nicht neu sind, aber in diesem Jahr habe ich sie für mich neu erlebt. Im Bereich der Veränderung vor allem beruflich. Bislang hatte immer ich irgendwann beschlossen, mich zu verändern. Zum ersten Mal musste ich weiterziehen, ein Teil meines Unternehmens wurde im Juni verkauft, für den Rest und damit die Mitarbeiter wurde eine Abwicklung beschlossen. Ich blieb erst mal sehr gelassen und zuversichtlich, doch um mich herum wurde es unruhig. Einige Kollegen hatten existentielle Ängste, andere waren wohl eher in ihrer Bequemlichkeit gestört. Mein Ohr war für alle offen, ich habe mir viel Kummer und Sorgen angehört. Und darüber wären wir beim Thema Aufmerksamkeit. Für die anderen ja, meine eigene Stimme habe ich nicht gehört. Schmerzen viel zu lang verschleppt. Und im Gesundungsprozess viele Energien verbraucht, die mir fürs Gleichgewicht gefehlt haben. Ich arbeite daran. Mich selbst mit meinen Bedürfnissen wahrzunehmen. Aufmerksam für mich selbst zu sein.

Was habe ich dieses Jahr erreicht?
Es war ein Jahr des Umbruchs. Ich habe trotz eines fast schon unheimlichen Drucks einen neuen Job gesucht, der nicht nur mein Gehalt bezahlt, sondern eine nette Umgebung, wunderbare Kollegen und eine echte Aufgabe bietet, die mich fordert und Spaß macht. Und gefunden, was ich gesucht habe. Ich bin nach 2 Monaten schon sehr integriert und bekomme positives Feedback, für meine Arbeit und für mich als Mensch. Das macht mich sehr glücklich. Und ich habe viele Weichen gestellt, sodass im nächsten Jahr hoffentlich all das, was aufgrund der beruflichen Veränderungen in 2013 verschoben wurde, zeitnah angeschoben werden kann.

Was waren meine Highlights?
Immer wieder jeder einzelne Moment mit meinen liebsten Menschen. Meine Freundschaften und meine Familie lassen jeden Augenblick mit ihnen zu einem Highlight werden.

Welche emotionalen Erfahrungen habe ich gemacht?
Dass der schlimmste Liebeskummer von einer Sekunde auf die andere einfach weg ist, wie weggeblasen. Und danach auch wegbleibt. Irritierend.

Was kam im Jahr 2013 dazwischen?

Die berufliche Unsicherheit. Ich habe gelernt, dass ich ein Sicherheitsmensch bin. Eine geplante Investition hab ich verschoben, erst mit Zähneknirschen, mittlerweile denke ich, das musste so sein. Und Punkt.

Was habe ich dieses Jahr gelernt?
Manche Menschen bekommen in unsicheren Zeiten Angst, aber eigentlich vor sich selbst. Das Wissen um die eigene Bequemlichkeit, Befindlichkeiten, fehlende Motivation und Perspektive, die einem in neuen Situationen wie ein Spiegel vorgehalten wird. Und statt damit umzugehen, einen Schritt nach dem anderen zu tun, lehnen sie sich fast entspannt zurück – und beginnen, ihre Umgebung zu beschießen. Ich bin dankbar für mein aktives Erbe, mein Hinnehmen von Gegebenheiten und meine Fähigkeit, notwendige Schritte zu unternehmen.

Was habe ich dieses Jahr vermisst?
Urlaub. Wegfahren. Auszeit. Verreisen.

Über was habe ich mich gefreut?
Die vielen kleinen Erlebnisse mit meinen kleinen und großen Freunden. Im Rückblick erfreulich viel Zeit mit der bezaubernden Nichte. Die kostbaren Stunden mit meinem großen und der gar nicht mehr Kleinen. Bei allen gibts keine Warmlaufphase, wir sind sofort wieder auf Start und es geht los. Natürlich werde ich immer komplett vereinnahmt, aber Hey, das sind vielleicht noch ein paar wenige Jahre, danach gehen sie eigene Wege. Da ist die Patentante dann nicht mehr gefragt, eher peinlich, oder was sie später dazu sagen werden.

Über was habe ich mich geärgert?
Grenzenlosen Egoismus, mangelnde Rücksicht, Naivität – und gefühlt zu wenig Zeit.

Das Beste, was ich für jemand anders gemacht habe?
Zugehört, ich habe in den letzten Monaten vielen Menschen meine Ohren geschenkt, mir ihre Probleme angehört. Auch wenn das für mich in Summe zu viel war, weiß ich, dass ihnen das gut getan hat.

Das Beste, was ich für mich selbst gemacht habe?
Den Arzt gewechselt. Mit ihm gesprochen, Ordnung in meine Wehwehchen gebracht. Begonnen, eins nach dem anderen anzugehen. Und ich höre jetzt zu.

Was hast du 2013 nach langer Zeit wieder getan?
Ok, das zählt nicht so ganz, weil es nur alle 4 Jahre stattfindet, aber es war Landshuter Hochzeit. Trotz Zeitmangel eine Ich-Zeit, ein Eintauchen in meine Welt. Kann ich nur alle vier Jahre, aber ich freu mich schon wieder so auf 2017.

Was ist 2013 neu, was habe ich zum ersten Mal getan?
Familiär haben sich viele Dinge verändert, ich bin halber Hausbesitzer geworden, habe dadurch mehr Verantwortung für meine Eltern übernommen. Ich musste mich mit Notaren, Vermessern und anderen Behörden koordinieren.

Erlebnisse, auf die ich gut hätte verzichten können?
Ich sehe ein, dass man für eine Hausrenovierung einen Energieberater braucht. Ich akzeptiere, dass das nicht immer echte Spezialisten sind, sondern Pseudo-Unternehmer, die einfach Geld verdienen möchten. Es ist schwer, zu akzeptieren, dass man viel Zeit in einen dieser selbsternannten Experten investiert hat und er einfach nicht liefert, sich irgendwann nicht mehr meldet. Aber Monate später eine dummdreiste Mail von ihm zu bekommen, in der er seine Hilfe anbietet?

Ich freue mich auf’s Jahr 2014 weil… ?
Viel von dem, was 2013 schon geplant und angeschoben wurde dann umgesetzt wird.
Ich mich irgendwann daran gewöhnt haben werde, dass mein neuer Arbeitsweg lang ist.
Es musikalisch ein Highlight nach dem anderen geben wird und schon so viele konkrete Termine feststehen, danke Claudi.
Es bleibt spannend, ich sehe eine gute Chance auf besondere Augenblicke und Momente. Und zwar viel davon 😉

Wem ich schon lange Danke sagen wollte?
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Mitlesern bedanken: den Stillen ebenso wie den aktiven. 2013 war für mich auch deshalb ein besonderes Jahr, weil ich meine Gedanken und Erlebnisse hier festgehalten habe. Fast täglich. Sehr unterschiedlich. Vieles davon schreibe ich auf, weil es die kleinen Erlebnisse mit meinen kleinen Freunden sind. Die im hektischen Erwachsenen-Leben so schnell vergessen sind. Vieles schreibe ich, um mich daran zu erinnern. Und ich freu mich über jeden Kommentar, über jeden, dem ein Post gefällt. Über all eure kleinen Lebenszeichen. Ich hoffe für 2014, dass ich dranbleibe, diesen Blog weiterhin mit Leben und Erleben befülle. Auch ein Vorsatz, vor allem aber mein Wunsch fürs neue Jahr.

Euch allen wünsche ich einen guten Jahresabschluss, ein Silvester nach euren Vorstellungen und einen schönen Jahresbeginn

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Spruch zum Wochenende

Und plötzlich ist das Jahr rum, vor uns liegt das letzte Wochenende 2013, von Dienstag auf Mittwoch ist Jahreswechsel. Gefühlt müsste dieses Jahr doch noch soooo lang sein? Wie jedes Jahr, plötzlich sind nur noch 4 Tage und ein paar Stunden übrig. Was ist geworden, aus den guten Vorsätzen, aus den Plänen, aus Situationen? Aus dem wichtigsten Plan: mehr Zeit für Privates, fürs Leben?

Ich hab mir vorgenommen, dass es in diesen verbliebenen Tagen noch eine Zeit für meinen persönlichen Jahresrückblick geben soll – für heute widme ich dem Phänomen, dass die Zeit rum ist, ehe man es gemerkt hat, meinen Spruch zum Wochenende: „Warum uns das Plötzliche oft überrascht? Weil uns das Allmähliche entging“ (Otto Weiss)

Vielen Dank an die beste Freundin, die mir so viele Impulse mit auf meinen Weg gegeben hat. Keine Sorge: ich passe auf mich auf und werde der Aufmerksamkeit für mich selbst den Raum geben, den sie braucht. Und ein Dankeschön an all die Menschen, die ich Freunde nennen darf: ihr seid sehr wertvoll, das ist für mich kostbarer als alles, was man für alles Geld der Welt kaufen könnte.