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Sonntagsfreude: Frühling satt

Eine intensive Woche und der Monat März gehen heute zu Ende – und was für ein Wetter an diesem Sonnensonntag. Herrlich, genau richtig, um mich von einer gar nicht langen, aber inhaltsreichen Geschäftsreise, einem kurzen Aufenthalt in Danzig und einem musikalischen Abend der Extraklasse zu erholen. Oder besser die unzähligen Bilder in meinem Kopf zu verarbeiten … ein paar Bilder teile ich mit euch. Schließlich hat die bezaubernde Nichte heute am Telefon besorgt nachgefragt, ob ich gar nicht mehr fotografiere. Denn es gebe doch jede Menge schöner Motive … 😊

Insofern:

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Glückspilz-Momente (12): Inkognito

Wenn die beste Freundin „inkognito“ in Bayern ist und ich ganz selbstverständlich zum geheimen Plan ihrer Auszeit in der schönsten Stadt gehöre …

Wenn das Wetter uns so gar nicht nach draußen treibt, wir erst die Bier-Seeligkeit im Augustiner an der Martinskirche und anschließend eine Kulinarische Neu- oder besser Wiederentdeckung genießen …

Wenn wir im besonderen Ambiente des Café Belstner von vorzüglichen Torten und Kaffee-Spezialitäten überrascht werden, das so unterschiedliche „um uns herum“ erst ausgiebig bestaunen und schließlich in Gesprächen ganz bei uns landen …

Wenn wir alle ein innerliches Dankeschön an die Oma der besten Freundin sagen, die ihre Enkeltöchter schon vor Jahrzehnten in dieses Juwel eingeladen hat …

Wenn die paar Stunden sich einmal mehr wie unendlich viel Zeit, dabei vollkommen ohne den alltäglichen Termindruck, angefühlt haben – und ich lächelnd vom Parkplatz einen dankbaren Blick auf das nächtliche Landshut werfe, das zwar noch nicht leuchtet, aber die Lichterketten für die Adventszeit warten schon auf ihren Einsatz …

Dann war das ein wunderbarer Glückspilz-Moment im November. Und Punkt.

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Ein Beitrag zu den Glückspilz-Momenten im November 2017. Danke an die Initiatorinnen Petra, Maire und Mel für den schönen Impuls, Glückspilz-Momente in dieser so treffenden Rubrik festhalten zu dürfen.

Spruch zum Wochenende: Zuhören

11263128_10153282799391800_2082985228151541120_oDiese Woche hat mir eine liebe Freundin diesen Text als kleines Dankeschön fürs Zuhören geschickt. Ich freu mich so, dass ich das hier teilen muss – und es erinnert mich immer wieder daran, wie glücklich es mich macht, wenn ich auf einen Menschen treffe, der mir zuhört, mich raushört und spürt, offen für alles ist, was zwischen den Worten steckt, mir hilft, meine Gedanken und Gefühle zu strukturieren. Schön, wenn ich das auch für andere sein kann, eine gute Zuhörerin.

„Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war das Zuhören. Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur recht wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte – nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme. Dabei schaute sie den anderen mit ihren großen, dunklen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie in ihm plötzlich Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten. Sie konnte so zuhören, dass ratlose, unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten. Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden. Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgendeiner unter Millionen, einer, auf denen es überhaupt nicht ankommt, und er ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf – und er ging hin und erzählte das alles der kleinen Momo, dann wurde ihm, noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war. “ (Michael Ende / Momo)

Von Kindern lernen: Geld spielt keine Rolle

Wer Kinder beobachtet merkt schnell: Geld spielt bei weitem nicht die Rolle, die wir Erwachsenen ihm zuordnen. In alle Richtungen betrachtet. Wertvoll bedeutet für kleine Menschen meistens nicht, wieviel etwas gekostet hat. Nicht beachtet kann ganz schön teuer gewesen sein. Besitz ist relativ, „meins“ kann ganz schnell unwichtig sein, wenn ein anderer etwas hat, was man selber haben möchte. Oder ob ein Geschenk beispielsweise nach „groß und viel“ oder nach „klein und wenig“ aussieht. Oder von wem es kommt. Das müssen Verwandte oft fast schmerzhaft erleben, wenn sie viel Geld ausgegeben haben, um Kinderaugen zum Strahlen zu bringen – dann wird am Gabentisch ein Geschenk nach dem anderen ausgepackt. Ohne dass die Investition irgendeine Wirkung erzielt.  Als Erwachsener tendiert man dazu, sich etwas leisten zu wollen. „Mein Haus, mein Boot, mein Auto“, längst nicht nur ein abgedroschenes Klischee, oder? Schadet nicht, sich regelmäßig vor Augen führen, was einem wirklich wichtig ist, eröffnet ein balanciertes Werteverständnis. Und – ein wichtiger, wenn auch vielzitierter Gedanke – die wichtigsten Dinge im Leben lassen sich mit Geld nicht bezahlen ….