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Episoden aus (m)einem Autofahrerleben: Brückentag

Offensichtlich ist es so, dass am Brückentag nicht nur ich „entspannt“ von A nach B kommen wollte. Find ich ja auch vollkommen ok, wer hats schließlich schon eilig …

Was nicht ok ist, ist erst mal kilometerweit hinter einem LKW herzuckeln, um dann – sobald ich in Reichweite auftauche – dann doch „mal schnell“ die Spur zu wechseln. Selber nicht bremsen, aber mich ausbremsen. Kein Blinkzeichen, einfach rüberziehen. Gar nicht lustig. Sogar noch weniger, schließlich hatte ich die zwei Hasen dabei, die Bremsmanöver ganz bestimmt noch weniger verstehen können, als ich selber.

Und an den BMW-SUV-Fahrer, der erst mal kilometerweit auf der linken Spur immer langsamer wurde – um dann, als er rechts war, „abzuziehen“: nicht mein Humor. Oder was auch immer. Und Punkt.

Das mit dem Lachen

Bairischer Humor
Bairischer Humor

Wann habt ihr das letzte Mal gelacht? Ihr müsst überlegen? Nicht gut. Lachen sollten wir immer. Öfter. In jeder Situation. Also schon rein körperlich gesehen ist es wichtig, sich durch Lachen gesund zu halten. Und dann die heilsame Kraft für die Seele … Statistiken zufolge lachen Kinder 400 mal am Tag, Erwachsene 12 Mal … Hui. Das ist echt wenig. Und der ein oder andere wird jetzt mal seinen Tag passieren lassen und nachzählen. Hm. Dabei gibts doch den so treffenden Spruch: Mit Humor geht alles leichter. Oder auch: Lachen tut so unendlich gut.

Meine liebsten Lachlehrer sind die Kids in meinem Umfeld. Schon als kleine Babies können sie so herrlich glückselig lachen, glucksend, seufzend. Und was die kleinen Menschen kichern können, wenn ihnen eine Überraschung geglückt ist, sie Quatsch machen, was ausbrüten, geheimste Geheimnisse planen, ausführen. Und so weiter. Die bezaubernde Nichte hat ja schon länger ein Faible für alles, was „Igitt“ oder „Kacka“ ist, da kann sie sich schier Kringeln vor Kichern. Aber manchmal reisst sie auch schon richtige Witze, über die sie soooo lachen muss. Das ist nicht mehr dieses unbeschwerte Lachen eines Kleinkindes, aber auch noch lange kein bewusst eingesetzter erwachsener Humor. Bewahre. Und ich mach da gerne mit, selbst wenn ich nicht so ganz hinter das „lustig“ steige, egal, denn: Lachen macht Spaß!

Worüber ich lache? Über alles, mich, gute und schlechte Comedy, Witze. Leider auch über jemanden, der ausrutscht, jemanden, dem ein volles Tablett mit Gläsern aus der Hand fällt, jemanden, den ich in einer peinlichen Situation beobachte. Alte Erinnerungen, peinliche Versprecher. Auch mal, um eine Situation aufzulockern … Am allerliebsten in netter Runde, wenn man sich Geschichten erzählt. Und dann hat einer diese ganz besonders witzige Begebenheit, die er noch so richtig gut ausschmückt. Monika Gruber. Dieter Nuhr. Rüdiger Hoffmann. Ich bin froh, dass ich lachen darf, oft aus vollem Herzen, laut, aus dem Bauch heraus. Manchmal so, dass ich nach Luft schnappen muss. Kennt ihr das Gefühl, dass ihr eigentlich meint, jetzt ist gut.  Es vereebt, ihr werdet ruhiger. Und dann steigt es von tief drinnen wieder hoch, weiter gehts mit einer Lachsalve? Mit Tränen vor Lachen und nach Luft schnappen? Was für ein göttliches Gefühl. Und man ist übrigens genauso erledigt, wie nach einem intensiven Sport-Workout, hatte auch schon mal argen Bauchmuskelkater vom vielen Lachen.Jawoll.

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Ein Beitrag zu Veras Blogparade „Worüber lachst du?“, die ihr auch unter #humorparade finden könnt.

Sonntagsfreude

  Seit der Rückkehr aus der Kur „kabbeln“ sich die Eltern. Einfach so. Wegen allem. Mein Papa hatte 4 Wochen alles richtig gut im Griff, die Mama ist noch nicht zu 100 Prozent einsatzfähig. Er will sein System beibehalten, sie wieder zu ihrem zurückkehren … Und dann sitzen sie beim Mittagessen. Ein Wort gibt das andere. „“Du hast dich ja auch 4 Wochen verabschiedet, dich auf Kur schön verwöhnen lassen.“ „So schlecht habt ihr es euch nicht gehen lassen, ihr habt euch verwöhnt.“ „Warum auch, nachdem du absichtlich gestolpert bist, damit du uns los bist?“ „Wer weiß, ob du mir nicht den Fuß gelegt hast, um mich ein paar Wochen los zu sein …?“ Und schon müssen alle miteinander so herzlich lachen – weil das so absurd ist. Beim nächsten Mittagessen sitzt die bezaubernde Nichte mit am Tisch, sie isst Schonkost, weil noch nicht wieder fit vom Magen-Darm-Virus. Ihr Mutter ist ungeduldig, es dauert wieder ewig. „Jetzt iss endlich auf, das ist schon alles kalt.“ „Also Mama, jetzt entscheid dich mal, heute morgen hast du gesagt, ich muss ganz langsam essen und gründlich kauen, damit mein Magen das gut verdauen kann.“ Und schon wieder müssen alle über diese entwaffnende Kinderlogik herzlich lachen. Wobei, meine für den Augenblick sprachlose Schwester fühlte sich mit den eigenen Methoden konfrontiert. 

Familienhumor ist, wenn man, egal was sonst so grad los ist, gemeinsam lachen kann.

Schönen 4. Advent euch allen. Mehr Sonntagsfreuden lest ihr bei Rita.