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Sonntagsfreude: Nebelschwaden im Holledauer Hügelland

Manchmal bin ich so was von froh, dass meine Heimat nicht so im Fokus des touristischen Interesses ist – so bin ich der einzige „depperte Tourist“, der mit Kamera bewaffnet in den frühen Morgenstunden mit dem Auto unterwegs zu den Hotspots ist. Oder besser gesagt an allen möglichen und unmöglichen Stellen stehen bleibt. Um Bilder wie diese einzufangen …

Ich hab mal vor vielen Jahren auf dem Blog über das Holledauer Hügelland in diesen Spätsommertagen geschrieben – und wie schön die Frühnebelschwaden zwischen den Hügeln „gefangen“ werden. Wie der Tau glitzert, wenn sich der Nebel lichtet. Heute war so ein Tag. Den man nicht planen kann. Der passiert. Und ich hab das Geschenk mit großen, freudig strahlenden Augen in mich aufgenommen. Schön, dass heute Sonntag ist.

#Heimatverliebt: Typisch Hallertau

Über die Frage, was typisch für meine Heimat ist, hab ich länger gegrübelt, will ich schon wieder über Hopfen schreiben? Na ja, aber es ist eben so, dass die Hallertau ja DAS Hopfenland ist. Das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Voll Stolz auf diese Tatsache. Und manche bezeichnen die Holledau sogar als Heimat des Biers, weil es hier sprichwörtlich wächst – mag an der Zeile aus dem Holledauer Lied liegen:

„Und wer no nia an Hopfa g’sehgn, ja, der begreift des nia, was des bloß fir a Arbeit macht bis fertig is des Bier. Da stehst du da, mei liaba Mo, da stehst du da und schaugst, den schönsten Hopfa, s’beste Bier, hat doch de Holledau.“

In Deutschland gibt das Reinheitsgebot vor, dass und wie Bier aus Malz, Hopfen, Hefe und Wasser zu brauen ist. Der Hopfen wird dabei gern als die Seele gesehen, er verursacht das Aroma, gibt den typisch herben Geschmack. Und etwas mischt er auch bei der Schaumkrone mit und erhöht auf natürliche Weise die Haltbarkeit. In einem Hektoliter Bier steckt je nach Sorte zwischen 100 und 400 Gramm Hopfen.

Ja, das urspünglich wilde Gewächs ist heute kultiviert – und auf eine gewisse Art und Weise ist der Hopfen Kult. Sein Wachstum wird nicht nur von den Landwirten mit größter Aufmerksamkeit beobachtet, als Pflanze begeistert er im Jahresverlauf so manches Fotografenherz. Dazu lassen sich viele etwas einfallen, die beruhigende Wirkung wurde bereits in Kissen abgefüllt, die besseren Schlaf fördern sollen, über Wochen erfreut er Floristen und Dekorateure als frische Ware, es gibt Schnaps, Pralinen, Sekt … Und immer wieder hat jemand eine neue Idee. Das wird wohl auch – zumindest in der Hallertau – immer so bleiben.


Jule und Ina laden zum Schreibprojekt „Heimatverliebt“, dieses Mal geht es um das, was typisch für die Heimat ist. Ich hätte auch über regional sehr gebräuchliche Ortsnamen schreiben können, viele Dörfer hier enden auf -ing, -bach, -hausen, -kirchen oder -dorf. Aber ist das schon typisch? Und so bin ich bei dem geblieben, was schon einige Male textlich beschrieben wurde, zum Glück aber immer wieder neue Facetten bietet. Mehr aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.

Heimatverliebt: Orte zum Verlieben


Dem aktuellen Heimatverliebt-Thema widme ich mich einmal mehr weniger im Detail, als vielmehr im Überblick: Hin und wieder gibt es diese Wetterlage, Föhn genannt. Dann sieht man von den Hügeln der Hallertau einmal die gesamte Alpenkette. Und dann weiß ich ganz besonders, wieso ich so sehr in meine Heimat verliebt bin.

Aber nicht nur an diesen Tagen finden sich in der schönen Holledau unzählbar viele Plätze zum Verlieben. Ganz besonders ist ein Spaziergang durch einen Hopfengarten. In den Reihen ist es schön kühl und durch Sonne, Wind und Wolken ergeben sich unzählige Facetten vom Grün. Bitte wie ein wertschätzender Gast verhalten, also nichts abreißen und vor allem keinen Müll hinterlassen, eventuell auch zur Sicherheit beim Besitzer anfragen, ob er mit einem Lustwandeln einverstanden ist …

Vor allem kurz vor der Ernte im Hochsommer ist ein Spaziergang entlang der schattenspendenden Hopfengärten sehr romantisch.

Wer mit dem Auto oder Fahrrad durchs Hügelland fährt wird unzählige kleiner besonderer Bildmomente 360 Grad um sich herum finden.

Dann wäre da der Himmel, der zu allen Jahreszeiten spektakuläre Malereien über die hügelige Landschaft wirft.

Kurz vor der Ernte im Hochsommer sogar noch spektakulärer …

Auch im Winter ist ein Spaziergang durch die Hopfenlandschaft zum Verlieben.

Und dazu lohnt immer ein Blick in die Dörfer, an Hausfassaden beispielsweise zeigen Malereien, wie es anno dazumals in der Hallertau war.

Seit kurzem gibt es im Herzen der Hallertau, in Landersdorf bei Elsendorf, einen Hopfenhimmel. Dahinter versteckt sich eine Treppe, die ebenso hoch wie die Stangen im Hopfenfeld auf eine Aussichtsplattform hinaufführt.

Ganz oben hat der Betrachter vor allem so kurz vor der Ernte einen durchaus spektakulären Blick auf Hopfenfelder von oben. Ich hab mir den Sonnenuntergang für einen Besuch ausgesucht, das war schon ein sehr besonderes Licht.

Im Hopfen herrscht frühmorgens und am Abend das beste Licht, nicht nur zum Fotografieren, sondern auch für einen romantischen Spaziergang durch die unzähligen Schattierungen des Grün. Eine Besonderheit ist, dass Hopfen fast nie „stillsteht“, selbst ein laues Lüftchen „wirbelt“ durch die Reben und sorgt für Bewegung. Im Abendlicht kann das auch zu einem wunderbaren Funkeln führen … kein Wunder, dass viele Paare aus der Region für verliebte Bilder in einem Hopfenfeld Modell stehen …


Jule und Ina laden zum Schreibprojekt „Heimatverliebt“, dieses Mal geht es um Orte zum Verlieben. Die Hallertau ist ja eine recht kleine Region, jeder Markt, jedes Dorf, jeder Hügel ist dennoch wert, ihn kennenzulernen. Orte zum Verlieben gibt es genug, das ist aber sicherlich für jeden unterschiedlich. Deshalb meine Empfehlung, einfach da stehenzubleiben, wo es einem gefällt. Mehr Heimatliebe aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.

Heimatverliebt: Ausblicke in der Hallertau

Meine Heimatregion wird nicht umsonst Hügelland genannt: ein bisschen ist es bei uns daheim, als ob hinter jeder Kurve ein neuer Ausblick wartet. Insofern fällt es mir nicht schwer, euch eine kleine Liste meiner liebsten Routen „with a view“ zusammenzustellen:

    • Rund um Reichertshausen – Blick nach Süden
    • Ortsausfahrt Schweinersdorf in Richtung Moosburg bzw. Sixthaselbach – Hopfengärten vor der Alpenkulisse
    • Von Gründl über Altfalterbach nach Mauern – am Bachlauf entlang

      • Von Rohrbach nach Wolnzach – Blick auf Lohwinden
      • Ortseinfahrt Geisenfeld (rundrum)

    • Mainburg – durch die Hopfenfelder Richtung Westen
    • Von Au über Haslach nach Tegernbach, ein kaum bekannter Weg führt über Pumpernudl zum Golfplatz Holledau

    • Sillertshausen nach Attenkirchen (nicht über die Umgehungsstraße, sondern direkt auf den kleineren Straßen)
    • Zwischen den Hopfengärten von Tegernbach nach Puttenhausen

  • Rund um Steinbach
  • Und ganz insgesamt gesehen einmal entlang der deutschen Hopfenstraße = Bundesstraße B301

Und wenn ich mal ganz ehrlich bin, dann gibts auf meinen Wegen durch die Heimat kaum einen Flecken, der nicht eines Fotos wert wäre. Insofern: ich finde, dass die ganze Hallertau ein empfehlenswerter Foto-Hotspot ist 🙂


Jule und Ina laden zum Schreibprojekt „Heimatverliebt“, dieses Mal geht es um die schönsten Ausblicke, auf Städte, auf die Architektur, schöne Silhouetten. In der Hallertau sinds dann eher die schönen Kirchtürme und die Natur, die mich fotografisch begeistern. Ein besonders idyllischer Feldweg oder eine Lichtung, die mich zum Stehenbleiben animieren und mein Knipserherz zum Tanzen brinen. Mehr Heimatliebe aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.