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#Heimatverliebt: Typisch Hallertau

Über die Frage, was typisch für meine Heimat ist, hab ich länger gegrübelt, will ich schon wieder über Hopfen schreiben? Na ja, aber es ist eben so, dass die Hallertau ja DAS Hopfenland ist. Das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Voll Stolz auf diese Tatsache. Und manche bezeichnen die Holledau sogar als Heimat des Biers, weil es hier sprichwörtlich wächst – mag an der Zeile aus dem Holledauer Lied liegen:

„Und wer no nia an Hopfa g’sehgn, ja, der begreift des nia, was des bloß fir a Arbeit macht bis fertig is des Bier. Da stehst du da, mei liaba Mo, da stehst du da und schaugst, den schönsten Hopfa, s’beste Bier, hat doch de Holledau.“

In Deutschland gibt das Reinheitsgebot vor, dass und wie Bier aus Malz, Hopfen, Hefe und Wasser zu brauen ist. Der Hopfen wird dabei gern als die Seele gesehen, er verursacht das Aroma, gibt den typisch herben Geschmack. Und etwas mischt er auch bei der Schaumkrone mit und erhöht auf natürliche Weise die Haltbarkeit. In einem Hektoliter Bier steckt je nach Sorte zwischen 100 und 400 Gramm Hopfen.

Ja, das urspünglich wilde Gewächs ist heute kultiviert – und auf eine gewisse Art und Weise ist der Hopfen Kult. Sein Wachstum wird nicht nur von den Landwirten mit größter Aufmerksamkeit beobachtet, als Pflanze begeistert er im Jahresverlauf so manches Fotografenherz. Dazu lassen sich viele etwas einfallen, die beruhigende Wirkung wurde bereits in Kissen abgefüllt, die besseren Schlaf fördern sollen, über Wochen erfreut er Floristen und Dekorateure als frische Ware, es gibt Schnaps, Pralinen, Sekt … Und immer wieder hat jemand eine neue Idee. Das wird wohl auch – zumindest in der Hallertau – immer so bleiben.


Jule und Ina laden zum Schreibprojekt „Heimatverliebt“, dieses Mal geht es um das, was typisch für die Heimat ist. Ich hätte auch über regional sehr gebräuchliche Ortsnamen schreiben können, viele Dörfer hier enden auf -ing, -bach, -hausen, -kirchen oder -dorf. Aber ist das schon typisch? Und so bin ich bei dem geblieben, was schon einige Male textlich beschrieben wurde, zum Glück aber immer wieder neue Facetten bietet. Mehr aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.

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#Heimatverliebt: Ein Travelguide für die Hallertau

Es ist nicht gar so einfach, in meiner Heimatregion Urlaub zu machen. Das liegt einmal daran, dass die Gegend nach wie vor stark landwirtschaftlich geprägt ist. Und sich schon sehr viel um den Hopfen und vor allem seine Ernte dreht. Es gibt unzählige Gastwirtschaften und durchaus auch Beherbergungsbetriebe. Aber zum Glück nicht in der Masse. So kann man bestimmt guten Gewissens von einem Geheimtipp sprechen. Und ich wage zu sagen: die Hallertau ist die Toskana des Nordens. Die Hügellandschaft ist ähnlich bezaubernd, statt Olivenhainen die Hopfengärten, statt Mohn- und Lavendel- sind es Raps- und Senffelder, und das Gefühl von Weite. Ich habe nach vorgegebenen Roadtrip-Strecken gesucht, wenig bis gar nichts gefunden. Für Radfahrer und Motorradreisende gibt es über die Tourismus-Behörde spezielles Kartenmaterial. Ich versuche ein eigenes System, so wie ich mir meine eigene Heimat gerne mal mit ein paar Tagen Zeit selbst anschauen würde:

Rahmenbedingungen: „Die Hallertau erstreckt sich über die bayerischen Regierungsbezirke Ober- und Niederbayern auf Teile der Landkreise Pfaffenhofen, Freising, Kelheim, Landshut und Eichstätt. Da die Region keine administrative Einheit ist, sondern lediglich durch den gemeinsamen Hopfenanbau definiert wird, ist eine exakte Eingrenzung nicht möglich. Einen groben Rahmen bilden die Städte Ingolstadt, Kelheim, Landshut, Moosburg, Freising und Schrobenhausen. Damit entspricht sie administrativ am ehesten ungefähr dem Altlandkreis Mainburg. Die Gesamtfläche der Hallertau beträgt circa 2.400 km², sie erstreckt sich in Ost-West-Richtung maximal 65 km und ist in Nord-Süd-Richtung bis zu 50 km breit.“ (Quelle: Wikipedia)

Von den groben Strecken könnte man das alles an einem Tag abfahren. Um sich einen echten Eindruck zu verschaffen und Zeit zu haben, empfehle ich mindestens 3 Tage einzuplanen – ideal sind bestimmt 5+, mehr, wenn man wirklich eintauchen möchte. Von der Reiseplanung her habe ich jetzt ganz grob Ortschaften angegeben, ich persönlich halte mich weniger an Hauptstrecken, sondern nehme gern die kleineren Straßen. Mein Erfahrungswert ist, dass man da immer noch mal einen extra Blick bekommt. Mittlerweile sind wir ja alle in der Lage, uns anhand der Google Bildersuche vorab ganz gut zu orientieren, so kann sich jeder die Orte aussuchen, die er gerne sehen möchte – und durch die anderen eben schneller durchzufahren.

Für meinen Roadtrip würde ich die Hallertau in 5 Strecken aufteilen, die man flexibel variieren kann – ich habe ein paar Übernachtungstipps eingefügt (die ich kenne und deshalb empfehlen kann), ist aber aufgrund der insgesamt nicht so weiten Entfernungen auch gar nicht notwendig, man kann auch sternförmig Tagesausflüge machen:

1. Der Westen

Kennt so gut wie jeder, der schon mal die A9 befahren hat, das Hinweisschild auf die Hallertau an der Autobahn-Ausfahrt Schweitenkirchen. Von da aus bietet sich eine schöne Rundtour durch den Hallertauer Westen an. Eine empfehlenswerte Route könnte sein:

  • Schweitenkirchen – Paunzhausen – Reichertshausen – Ilmmünster – Scheyern – Abstecher nach Jetzendorf – über Alberzell nach Gerolsbach – Schrobenhausen – an der Paar entlang nach Hohenwart – Pörnbach – Reichertshofen – Baar-Ebenhausen – St. Kastl – Langenbruck – je nach Zeit über Gambach, Rohrbach und Lohwinden gemütlich bis Pfaffenhofen.

Ca. 110 km – Reine Fahrtzeit in etwa 2 Stunden
Übernachtungstipp bei Pfaffenhofen: Hotel Strasshof

2. Unterwegs im Herzen der Hallertau

Die zweite Route startet wieder von Schweitenkirchen – mein Tipp ist: unbedingt weg von den großen Strecken. Hier kann man ebenfalls Lohwinden und Rohrbach unterbringen. 

  • Sonst seitlich der Autobahn über Sünzhausen, Dürnzhausen und Geroldshausen nach Wolnzach – Oberlauterbach, Niederlauterbach und Rottenegg nach Geisenfeld – Nötting – Unterpindhart – Aiglsbach – Sankt Anton/Ratzenhofen – Mainburg – jetzt ein Stück der deutschen Hopfenstraße folgen – Steinbach – Obderhinzing – Hüll – Osterwaal – Au – Sillertshausen – Reichertshausen – Attenkirchen.

Ca. 110 km – Reine Fahrtzeit etwa 2 Stunden
Übernachtungstipp bei Attenkirchen: Landgasthof Ostermeier Gütlsdorf.

3. Richtung Süd-Osten

Die dritte Tour führt östlich: 

  • Von Attenkirchen nach Gründl, der Ort ist der älteste beurkundete Ort im Hopfengebiet – jetzt über kleine Straßen Richtung Haag und Bergen – nehmt ruhig ein paar Umwege über die Hügel in die Auen der Amper Richtung Moosburg, grade Oberambach und Umgebung sind einen Blick wert. Dann „ganz grob“ nach Schweinersdorf, plant Zeit ein, um den Ausblick zu genießen, gen Süden schaut man geradeaus auf die die Alpen. Jetzt geht’s nach Mauern, über kleine Straßen (Schwarzersdorf oder Priel) nach Gammelsdorf. Weiter in den Norden-Osten über Attenhausen nach Furth – Stollnried – Egg – Pfeffenhausen – über Tabakried nach Attenhofen – Leibersdorf – Volkenschwand – Hebrontshausen – Tegernbach – Haslach – Nandlstadt.

Ca. 130 km – Reine Fahrtzeit etwas über  2 Stunden
Übernachtungstipp: Huberhof Airischwand

4. Im Nordwesten

  • Über Sielstetten nach Großgundertshausen, Oberempfenbach – Gaden – nach Ernsgaden und Münchsmünster – über Bad Gögging zum Limes – Altmannstein mit Tettenwang – ein Abstecher nach Riedenburg mit einem kurzen Fußmarsch zur Rosenburg, Blick übers Altmühltal, anschließend im Kloster Weltenburg einkehren – Eining – Sandhalanden – Abensberg – Biburg – Dürnbucher Forst – Siegenburg

Ca. 180 km – Reine Fahrtzeit etwa 3,5 Stunden (ihr müsst über die Donau, deshalb sind evtl. kleine Umwege notwendig)
Übernachtungstipp: möglicherweise gibt es auch was direkt in Siegenburg, da habe ich aber keine aktuellen Infos gefunden, deshalb ein paar Kilometer entfernt, mit tollem (selbst getestetem) Frühstück der Stadler Hof

5. Der Nordosten

Heute gehts durch das Storchenland, das haben die Nichte und ich in diesem Sommer vielfach „ausgetestet“ und bis zu 6 zum selben Zeitpunkt beim Futter sammeln erspäht – also Augen auf: 

  • über Wildenberg nach Rottenburg – Schmatzhausen – Hohenthann – Mallersdorf – zwischen Kleiner Laaber und Laber nach Schierling – Hellring – Langquaid – Rohr – Bachl – Herrnwalthann – Hausen – Teugn – Bad Abbach

Ca. 150 km – Reine Fahrtzeit etwa 2,5 Stunden

Die Streckenangaben sind sehr ungefähr, wer auf großen Straßen fährt wird etwa so hinkommen, wer wie ich immer mal wieder die kleineren Alternativen wählt kann auch locker mal 50-100 Kilometer mehr machen.

Reisezeit: ich mag meine Heimat immer, allerdings ist sicherlich DIE zu empfehlende Reisezeit im Juli-August, wenn die Hopfengärten schön grün leuchten. Außer für Feinschmecker, denn dann wäre eher die Spargelzeit im Mai anzuraten (es gibt in der Hallertau mit Abensberg und Schrobenhausen zwei Spargelgebiete). Und ganz ehrlich finde ich ja auch Tage wie heute, ob man sie nun Goldener Oktober, Altweibersommer, Indian Summer oder kunterbunter Herbst nennt, das perfekte Timing für eine Rundtour durch meine Heimat.

Empfehlungen, wo man unterwegs essen gehen kann und was man unterwegs anschauen kann habe ich bereits in der Rubrik „Heimatverliebt“ gepostet, ich spar mir die Wiederholungen. Natürlich lassen sich die umliegenden Städte „ergänzen“, Ingolstadt, Kelheim, Regensburg, Landshut, Moosburg, Freising, alle einen Besuch wert.

Meine ganz persönliche Empfehlung ist aber tatsächlich, in den kleinen Dörfern anzuhalten, und dann auf einem Spaziergang zum Beispiel einen Blick in Kirche und auf den Friedhof zu werfen. Auch mal um die Ecke schauen, denn im Hopfenland gibts oft einen sehenswerten Stadel oder ähnliches. Und es ist ja eine Fahrt durchs Landleben, insofern bietet sich immer an, Picknick einzupacken und da anhalten, wo sich ein schöner Ausblick bietet. Für eine Pause zwischendurch kann man das Auto stehenlassen und ein paar Kilometer über Feldwege zu wandern.

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Jule lädt zum Schreibprojekt „Heimatverliebt“, ich habe mich etwas von den Monatsthemen gelöst und widme mich einer Idee rund um „Travelguide für deine Heimat“. Und habe mich etwas von meinen bereits befahrenen Routen und von Ideen inspirieren lassen, was ich gerne sehen würde. Ich betone, dass es Empfehlungen sind, ich kann nicht für alles einschätzen, ob es die beste Route ist. Aber ich selbst hab mir fest vorgenommen, meinen Tourenvorschlag mal nachzufahren … Mehr Heimatliebe aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.

#Heimatverliebt – „Guad“ essen in der Hallertau

Italienisch, griechisch, asiatisch … die Auswahl an guten Essensangeboten ist heutzutage auch in ländlichen Regionen äußerst international geworden. Bei meinen Tipps konzentriere ich mich aber auf traditionell-bairische Küche aus und in der Hallertau, empfehlen möchte ich die Auswahl aus unterschiedlichen Gründen, vor allem, weil überall ein stimmiges Preis-Leistungsverhältnis geboten wird.

Zunächst der Alte Wirt in Mauern, eine Gastwirtschaft mit jahrhundertealter Tradition. Ob zum sonntäglichen Mittagstisch a la carte oder für Familienfeiern und Feste: die Küche ist gutbürgerlich, solide gemacht und schmeckt immer. Übrigens nicht nur die Klassiker, hier klappt auch saisonal oder eher ungewöhnlich.

Als Landgasthof mit Leidenschaft bewirbt sich das Gasthaus Rockermeier in Unterpindhart, die Karte setzt auf traditionell-bairische sowie mediterrane Gerichte. Zum baulichen Schmuckkasterl gehört auch ein schöner Biergarten und die hauseigene Brauerei. Eine Besonderheit sind mittelalterliche Feste mit historischen Mahlzeiten.

Auf genussvolle Abenteuer im Herzen der Hallertau lädt das Gasthaus Spitzer in Osterwaal ein. Inspiriert aus Bayern und Südtirol lässt sich Koch Stefan sogar über die Schulter schauen, er gibt Kochkurse. Kräuter und Gemüse kommen aus dem eigenen Garten, Fleisch und weitere Zutaten von Lieferanten aus der Region. Die etwas abgelegene Lage beitet übrigens einen großen Vorteil: beim Essen genießt man neben dem tollen Geschmack der Speisen dort auch einen wundervollen Blick aufs Hopfenland.

Auch im Gasthaus Ostermeier in Gütlsdorf hat Junior Josef gemeinsam mit seiner Schwester die Küche übernommen und konzentriert sich auf saisonale Besonderheiten wie Pilze, Wild & Co. Besonders beliebt sind Gourmet-Abende, thematisch inspiriert von regionalen Erzeugnissen, oft unerwartet, immer individuell verfeinert. Daneben setzen die Betreiber  auf eine eigene Burger-Karte – und haben zudem einen Obstgarten, in dem ich die Sommermonate zu gerne verbringen würde.

Urig ist’s beim Schofara in Siegenburg, vom ehemaligen Schafhof gibt’s noch viele typische Utensilien, daneben hängen Musikinstrumente. Tatsächlich sind es heute vor allem die Gänse (und Enten?), die das Jahr über aufgezogen werden, und im Herbst beim „Ganslessen“als Braten Gourmets aus der Umgebung anziehen. Fleisch, Wild und heimische Gemüse stammen aus der Umgebung, ich kann die Spargelsaison für einen Besuch sehr empfehlen. Oder die Wintermonate, da wird der offene Kamin angeheizt, in dem sogar gegrillt wird.

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Jule lädt zum Schreibprojekt „Heimatverliebt„, in diesem Monat lautet das Thema „Restaurants in deiner Heimat“. Mittlerweile hat die heimische Küche sogar den Hopfenspargel wieder als Delikatesse entdeckt. Generell hat die Hallertau viele Spargelbauern, deshalb wird in meiner Heimat die Spargelsaison überall mit heimischen Produkten zelebriert. Und nur als Tipp, bei uns sollte man eher nach einem Wirtshaus, Gasthaus oder Gastwirtschaft fragen, „Restaurant“ ist ein nicht sehr gebräuchlicher Suchbegriff. Mehr Heimatliebe aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.

Heimatverliebt: Winter in der Hallertau

Was neben den Vorbereitungen für Weihnachten und dem Feiern noch besonders typisch ist im Winter in meiner Heimat? Es ist die stade Zeit im Hopfenland, Zeit für Ruhe, für Erholung. Darüber hab ich schon mal hier „sinniert“. Aber mir ist dann doch noch etwas eingefallen, heute vielleicht nicht mehr ganz soooo auf den Winter reduziert. Aber traditionell eine Tätigkeit, für die früher nur in den Wintermonaten Zeit war: das Eisstockschießen. Im Vereinsarchiv der lokalen Stockschützen, die sich heute mehrmals wöchentlich ganzjährig auf einem asphaltierten Platz nebst gemütlichem Vereinsheim treffen, steht geschrieben:

Zu einer der beliebtesten und bekanntesten Freizeitbeschäftigung in den Wintermonaten gehörte in Bayern schon immer das Eisstockschießen. Auf den Eisweihern waren im Winter alle anzutreffen, die über einen gedrechselten Eisstock verfügten, um ihr Können, Treffsicherheit und Zielgenauigkeit zur „Daubn“ unter Beweis zu stellen.

Jeder Mann hatte einen eigenen Stock zu Hause, oft über Generationen vererbt. Und damit geht’s an den kalten Tagen statt in die Hopfengärten auf zugefrorene Weiher. Keine optimalen Bedingungen, nicht top präpariert. Meist mussten sich die Männer erst mal denSchnee  wegräumen, vielleicht auch Eisbrocken aus dem Weg schießen. 

Dann aber, von Mal zu Mal mehr, wurde die Eisfläche glatter und die Herren der Schöpfung konnten zeigen, wie geschickt sie ihren Stock am nächsten zum Ziel, der „Daubn“, zu platzieren wussten. Ich kann mich an Jahre erinnern, in denen die Männer des Dorfes das Eis vom ersten bis zum letzten Tag über Wochen ausnutzen konnten. Sogar auf der großen Fläche des nahegelegenen Naturschwimmbades bis zu 100 „Mann“ auf dem Eis …

Tatsächlich ist das Eisstockschießen eine wundervolle Kombination, es ist Bewegung an der frischen Luft, hat einen hohen geselligen Aspekt und es zählt die Geschicklichkeit. Gemeinsam lachen, ratschen, in den kalten Monaten zusammenkommen. Eine schöne Tradition. Bislang hat es in diesem Winter erst eine hauchzarte Eisschicht, aber ich drücke den Hallertauern die Daumen, auf dass es noch ein guter Eisstockwinter werde.

Achso, ja, ich selbst bin eher „mittelmäßig“ begabt. Meine ersten Versuche waren äußerst ambitioniert, ich habe den Stock dann auch eher fliegen denn gleiten lassen. Statt dem Ziel am nächsten zu kommen schaffe ich es definitiv fast immer, den, der am weitesten weg ist, noch weiter rauszuschießen – zufällig. So viel zu meinem Talent. Aber zuschauen macht auch großen Spaß 😉

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Jule lädt zum Schreibprojekt „Heimatverliebt“ , in diesem Monat lautet das Thema „Winter in deiner Heimat“. Mein Beitrag über die Hallertau ist bestimmt auch typisch für ländliche Gebiete in Ober- und Niederbayern. Ich kenne das Eisstockschießen auch als beliebte Winterattraktion auf dem Nymphenburger Kanal in München oder auf verschiedenen Seen im bayerischen Oberland. Mehr Heimatliebe aus unterschiedlichsten Regionen findet ihr unter dem Suchbegriff „Heimatverliebt“.