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Spruch zum Wochenende: Liebe macht blind?

„Meiner Meinung nach ist fast alles, was jemals über die Liebe geschrieben wurde, wahr. Shakespeare schrieb: „Die Reise endet, wenn Liebende sich treffen.“ Oh, was für eine außergewöhnliche Vorstellung. Ich persönlich habe nicht einmal annähernd irgendwas Vergleichbares erlebt. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Shakespeare es getan hat. Ich schätze, dass ich mehr über die Liebe nachdenke, als einem gut tut. Und dauernd staune ich über ihre ungeheure Kraft unser Leben zu verändern und uns zu beherrschen. Shakespeare war es allerdings auch, der schrieb: „Liebe macht blind.“ Das ist etwas, wovon ich genau weiß, dass es wahr ist. Bei einigen verblasst die Liebe nach und nach, auf sehr unerklärliche Weise. Andere haben sich schlichtweg verloren. Aber natürlich kann man die Liebe auch finden; und sei es nur für eine Nacht. Und dann gibt es noch eine andere Form der Liebe. Die grausamste von allen. Die, die ihre Opfer fast umbringt. Man nennt sie die unerwiderte Liebe. Und darin bin ich Expertin. Die meisten Liebesgeschichten handeln von zwei Menschen, die sich ineinander verlieben. Aber was ist mit den Übrigen? Was ist mit unseren Geschichten, bei denen sich nur einer verliebt? Wir sind die Opfer einer einseitigen Liebesaffäre. Wir sind die Verfluchten unter den Liebenden. Wir sind die Ungeliebten. Die mit dem leichten Knacks. Die Behinderten, die nicht in den Genuss von großen Parkplätzen kommen. Ja, Sie betrachten gerade so ein Individuum. Und ich habe diesen Mann bereitwillig geliebt. Seit mehr als 3 unglücklichen Jahren. Die definitiv schlimmsten Jahre meines Lebens, den schlimmsten Weihnachtsfesten, den schlimmsten Geburtstagen, Silvester bescherte mir immer Tränen und Valium. Diese Jahre, in denen ich verliebt war, war die düsterste Zeit meines Lebens. Und das nur, weil ich verflucht bin, einen Mann zu lieben, der mich nicht liebt oder nicht lieben will. Oh Gott, allein schon sein Anblick; ich bekomme Herzklopfen, einen Kloß im Hals und kann absolut nichts runterkriegen. Die üblichen Symptome eben.“ (Quelle: so beginnt „Liebe braucht keine Ferien“, Iris alias Kate Winslet sinniert oder besser reflektiert)

Vor einem Jahr habe ich eine Frau kennengelernt, die frisch um ihren Lebensgefährten getrauert hat. Er ist damals schwer erkrankt und gestorben, sie musste ihn schweren Herzens gehen lassen. Und fühlte sich unendlich allein. Wir sind uns mit dem Herzen begegnet, haben uns in dieser Woche wiedergesehen. Sie hat mich mit ganz wenigen Worten erneut tief berührt. Und mir einfühlsam etwas mit auf den Weg gegeben, das der Verstand längst weiß und verinnerlicht hat. Wäre da nicht das Unterbewusstsein. Wo eine Hoffnung sitzt.

Die üblichen Symptome eben?

Spruch zum Wochenende: Glaube

Wärmendes Feuer

„Ich habe lange gebraucht meinen Glauben zu finden, dafür musste ich Richtiges und Falsches erleben. Ich würde mir wünschen, dass jeder einen Glauben hat. Aber ich will kein Prediger sein.“ (Rea Garvey)

Reduziert schließe ich mich Mr. Garvey an und würde mir wünschen, dass zumindest jeder an sich selbst und das Leben glauben kann und darf.  Heute war mein Arbeitsweg eine echte Offenbarung: strahlender Sonnenschein, glitzernder Schnee – die Fahrt am Ammersee-Westufer entlang ein Genuss für die Augen, die komplette Bergkette vor einem klirrend-kalten Himmel, Kloster Andechs auf dem Heiligen Berg immer wieder im Blick. Es ist mir wichtig, kurz inne zu halten und solche Augenblicke zu bemerken, zu verinnerlichen und die Erinnerung in weniger guten Zeiten hervorzuholen. Das hilft.

Uns allen wünsche ich ein gutes letztes Wochenende in 2017, an dem wir uns von diesem Jahr verabschieden dürfen – und hoffentlich mit einem guten Gefühl ins Neue  starten werden.

Spruch zum Wochenende: Glaube – Liebe – Hoffnung

Bislang konnte, obwohl alle Hebel in Bewegung gesetzt wurden, kein passender Spender für Tobias gefunden werden.

7,3 Mio Menschen weltweit sind bereits registriert, der genetische Zwilling dieses kleinen, so tapferen, dabei aber auch hochsensiblen Kämpfers ist nicht dabei. Seine Mama, meine Kindergartenfreundin, bittet deshalb die Öffentlichkeit um Hilfe: „Tobias leidet an der seltenen und schweren neurologischen Erkrankung Adrenoleukodystrophy. Mit dramatischen Folgen, wenn er nicht den passenden Stammzellspender findet, denn seine Erkrankung findet im Gehirn statt. Motorische und sprachliche Fähigkeiten entwickeln sich immer weiter zurück. Eine Stammzellspende ist seine einzige Überlebenschance …

Seit der Diagnose bestimmen Angst und Unsicherheit unseren Alltag. Die im Dezember durchgeführte Transplantation mit den Stammzellen seines Vaters war leider erfolglos. Unser Sohn ist also auf die Stammzellen eines fremden Menschen angewiesen, doch dieser scheint noch nicht registriert zu sein.😭 Wer noch nicht als Stammzellspender registriert ist kann bei der DKMS einfach das Registrierungsset anfordern, mit den beiliegenden Wattestäbchen einen Wangenabstrich machen und alles wieder zurück an die DKMS senden.“ http://www.dkms.de/Tobias-1704

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (Aus Paulus 1. Brief an die Korinther, Vers 13) 

Nicht nur für Tobi, sondern auch für so viele andere weltweit, die hoffen …