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Dankeschön – und ein paar Fragen hätte ich noch

Ein Dankeschön an alle, die mich durch Mitlesen, Kommentieren, Anregungen und Gedanken durch das Jahr begleitet haben, ich wünsche euch einen sicheren Rutsch und einen guten Start für 2015.  Rückblickend habt ihr mit mir  so oft herzlich gelacht, vielleicht auch mal geweint. Ihr habt durch das Lesen zugehört und mit mir geredet, nachgefragt oder einen Rat gegeben. Manchmal war es wie eine Party, aber es waren auch viele ernste Momente dabei. Manchmal habt ihr mit mir geträumt, vielleicht auch mal gesungen und getanzt – und das beinahe jeden Tag … Schön, dass es euch gibt. Ich freue mich, wenn ihr mich auch 2015 begleitet, sehr sogar.

Zum Jahresende reflektiert man gern, ich merke im Rückblick, dass mein Jahr 2014 intensiv, aber sehr balanciert war. Ich fühle mich sehr aufgeräumt, hatte ausreichend Zeit für Familie und Freundschaft, konnte kostbare Momente mit meinen liebsten Menschen genießen. Meine Gefühlswelt war stabil und ausgeglichen. Ich habe in diesem Jahr von meiner Lebenserfahrung profitiert: vieles, was mich früher belastet hätte, schüttle ich ab. Ich nehme die Probleme anderer nicht mehr als meine Aufgabe an, höre nur zu, grenze mich aber ab. Lernen muss ich, dass mich mein neues Zeitmanagement begrenzt: ich habe auch vorher viel gearbeitet, jetzt verbringe ich zusätzlich mehr als einen Arbeitstag auf dem Arbeitsweg. Das macht oft eine 7-Tage-Woche, das merkt mein Körper… Viel Zufriedenheit habe ich aus der großen Räumaktion in meinem Elternhaus erlangt, bin meiner Familiengeschichte ein Stück nähergekommen. Das gibt mir tiefe Wurzeln – und verleiht gleichzeitig weite Flügel.

Für das neue Jahr bin ich kürzlich auf diesen Spruch gestoßen, der perfekt zu meiner Erwartung passt: „Ich wünsche mir nicht viel vom neuen Jahr. Es soll kein großes sein und auch kein Meilenstein. Ein Jahr, so wie es tausend Mal schon war. Lasst uns bescheiden sein : Es werde klein, es sei eine Jahreszahl, die man flüchtig liest, die für die Geschichte später nicht wichtig ist. Ich wünsche mir ein unscheinbares Jahr, das nicht gemessen wird, von Hass zerfressen wird. Das bald vergessen wird, wie jedes gute Jahr.“ (Gerhard Bronner)

Es geht weiter, denn kürzlich wurde ich von Nadja nominiert. Das ist Auszeichnung und Aufgabe zugleich, gerne verlinke ich auf ihren Blog, auf dem ihre Ausbildung zur Yoga-Lehrerin und noch vieles mehr mitzulesen ist. Vielen Dank für die Fragen, die ich gerne beantworte.

Finde eine Metapher für dein Leben. Ist es zum Beispiel ein Puzzle, eine Schule, eine Liebesgedicht, ein Abenteuer, eine Reise, ein Fall oder … ?

(Er)Leben ist meiner Meinung nach schon Metapher genug. Wenn ich es sprachlich reicher machen möchte, so würde ich es als gutes, spannendes Drehbuch beschreiben: nach den ersten Seiten denkt der Regisseur, er habe eine Geschichte verstanden. Und wisse, wie er es spannender machen kann. Deshalb ändert er einzelne Szenen oder den Ablauf. Nimmt Protagonisten heraus, fügt andere dazu. Das ergibt nicht immer automatisch einen Sinn. Der Zuschauer, der den kompletten Film am Ende zu sehen bekommt, wird aber wissen, wofür es gut war …

Wer oder was inspiriert dich?
Menschen, Erlebnisse, Natur, Gedanken, Musik, Kultur und gelebtes Brauchtum.

Wenn du einen Tag lang unsichtbar wärst, was würdest du machen?

… mich für einen Tag im wahrsten Sinn des Wortes in Luft auflösen, Zeit für mich genießen 😉

Mit welcher Rolle (Roman, Film, Serie, …) identifizierst du dich am ehesten und warum?

In meinen bisherigen Theater-Rollen hab ich meist die jugendliche Liebhaberin gespielt, leider fällt mir tatsächlich keine andere Figur ein …

Ziehst du Energie eher aus der Außenwelt oder aus deinem Inneren – und wie zeigt sich das?

Das hält sich in der Regel sehr die Balance. In meinem Inneren sammle ich Eindrücke und Impulse aus der Außenwelt, die ich in Energie für mich, aber auch für andere umwandle.

Wenn du die Zeit anhalten könntest, was würdest du tun?

Wenn das bedeutet, dass mein Umfeld mit im zeitlosen Raum schwebt, dann würde ich die Zeit an einem Sonntag morgen anhalten, und einen unendlichen Tag mit Familie und Freunden verbringen. Zusammensein, am liebsten an einem langen Tisch im Freien, im Garten, bei Sonnenschein im Schatten der Obstbäume.  Reden, lachen, essen … Ohne, dass wir müde werden. Und ob ich die Uhr jemals wieder anstellen würde?

Was war für dich ein besonderes Aha-Erlebnis?

Ich erlebe regelmäßig außergewöhnliche Aha-Momente mit Kindern, sie öffnen Augen und Ohren.  Und Herzen. Meine Patenkinder haben jedes ihren ganz eigenen Blick auf ihre Welt. Ich hab für mich einiges dazugelernt, zum Beispiel, dass ich meine Kindheit nicht mit ihrer vergleichen darf – und dass sie später ähnlich intensive Erinnerungen haben werden, nur eben andere 🙂

Wie wichtig sind dir Klicks, Visitors, Follower etc.?

Wichtig ist mir Austausch, Mitlesen auf anderen Blogs, spannende Themen. Auch gerne Projekte, die Blickwinkel verändern. Ich freue mich über Leser, aktiv wie passiv, beobachte das auf meinem sehr privaten Blog aber keinesfalls unter einem professionellen Aspekt. Die schönsten Momente beim Bloggen haben nichts mit Zahlen zu tun, sondern mit Kommentaren oder Aufmerksamkeiten.

Wenn du zwei Leben gleichzeitig leben könntest, wie sähen die aus?
Ich würde mein berufliches und mein privates Ich trennen, dann hätte jedes einen 24-Stunden-Tag und eine 7-Tage-Woche – traumhaft 😉

Und noch ein bisschen Romantik zum Schluss: Glaubst du an die GROSSE Liebe?
Ja, und auch daran, dass man die mehr als einmal erleben kann.

Ich verzichte auf Nominierungen und lade ganz einfach jeden, der möchte, ein, die folgenden Fragen zu beantworten, die sich alle darum drehen, was euer Herz anspricht… Gerne in den Kommentaren – oder im eigenen Blog, ganz wie ihr mögt und Zeit habt ♡

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1 ♡ Bilder oder Worte, was berührt dein Herz mehr?

2 ♡ Wer oder was bringt dein Herz zum Schwingen?

3 ♡ Bei welcher Musik klopft dein Herz im Takt?

4 ♡ Entscheidungen, lässt du eher Herz oder Kopf entscheiden?

5 ♡ Ein Ort, an dem dein Herz ganz ruhig wird?

6 ♡ Gibt es in deinem Leben einen oder viele Menschen, mit dem/denen dein Herz im Gleichklang schlägt?

7 ♡ Was versetzt dein Herz am meisten in positive Aufregung?

8 ♡ Was tust du, um dein Herz gesund und kräftig zu erhalten?

9 ♡ Hast du ein Herz für Tiere?

10 ♡ Und last but not least: Woran hängt dein Herz? Wovon kannst du dich unter keinen Umständen trennen?

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Spruch zum Wochenende: Jedesmal

„Jedesmal, wenn zwei Menschen einander verzeihen, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn Ihr Verständnis zeigt für Euere Kinder, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn Ihr einem Menschen helft, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ein Kind geboren wird, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn Du versuchst, Deinem Leben einen neuen Sinn zu geben, ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn Ihr einander anseht mit den Augen des Herzens, mit einem Lächeln auf den Lippen, ist Weihnachten.“

(aus Brasilien)

Vorweihnachtlich?
Vorweihnachtlich?

Mit dem Blick von meiner letzten morgendlichen Fahrt in die Arbeit in 2014 verabschiede ich mich ins 4. Adventswochenende, allen ein schönes, wenn auch wohl kaum winterliches Wochenende – genießt die freien Tage!!!

PS: Interessant übrigens die Ausblicke – vorgestern hingen die Wolken tief, oben spitzten die Gipfel heraus, gestern sah man klar und deutlich die Berge, jede Nuance war deutlih zu erkennen, nur die obersten Spitzen hingen in den Wolken. Heute: tiefklarer, blauer Himmel, das komplette Panorama der Alpenkette zu sehen, allerdings etwas verschwommen 🙂

#Sonntagsfreude: Wiesn-Ausklang

München hat nicht nur 4 Jahreszeiten und den Fasching – in der bayerischen Weltstadt mit Herz gibt es eine 6. Jahreszeit: 16 Tage lang strömen Bewohner der Stadt und Besucher aus dem Umland wie aus aller Welt auf d’Wiesn. Dieses Jahr werden keine Rekordzahlen vermeldet, und trotzdem ist es irre, dass so viele Millionen Menschen Jahr für Jahr auf die Theresienwiese unterhalb der Bavaria pilgern, gerne und viel Geld ausgeben –  und sich wohlfühlen. Ich habe in den letzten Tagen viel gelesen, wie schlimm und hässlich dieses riesengroße Trinkgelage ist – und einfach mal trau ich mich, zu widersprechen. Denn Hand aufs Herz: nicht alles ist schön, aber es gibt einen Grund, warum so viele so gerne das Oktoberfest besuchen. Ja, es gibt Besucher, die die schönen Seiten der Wiesn nicht sehen, weil sie schlicht und einfach ins Zelt wollen, um sich zu betrinken. Aber es gibt viele, viele andere, die genussvoll, mit Zeit und Muse über das größte Volksfest der Welt schlendern, hin und wieder stehenbleiben, weil sie etwas Schönes entdeckt haben.

Und jetzt freu ich mich auf den letzten Abend, den ich heute sehr besonders verbringen werde: im Herzkasperlzelt auf der Oidn Wiesn. Bin schon sehr neugierig.

Bilder von „meiner“ schönen Oktoberfestzeit 2014:

Mehr Sonntagsfreude bitte hier nachlesen.

Warum ich mir manchmal die gute alte Zeit zurückwünsche

Ich bin gerne Patentante, nur: was die Vorbereitungen auf Geburtstage, Namenstage, Weihnachten und weitere „Schenktage“ angeht bin ich mal mehr, mal weniger mit mir zufrieden. Dieses mal war ich – im Vorfeld – sehr sehr glücklich mit mir: mit der Frau Mama hatte ich bereits abgestimmt, dass der Große ein Buch meines liebsten Schriftstellers Erich Kästner bekommen mag. Dieses wurde im Internet bestellt und wird von einem netten Boten bestimmt rechtzeitig persönlich angeliefert. Dachte ich mir so. Bin mir aber grade nicht mehr so ganz sicher … Dazu ist mir kürzlich ein Brief meines kleinen großen Mannes an mich in die Hände gefallen. Und ich hatte die Idee für einen besonderen, zeitgemäßen Geburtstagsglückwunsch per WhatsApp: ein Vorher-Nacher-Bild. Das Original mit weiterer künstlerischer Ausgestaltung durch mich – an ihn zurück. (Die Idee hatte ich übrigens, bevor ich im Süddeutschen Magazin über diesen wunderbaren Papa gelesen habe, der das auch sehr viel professioneller macht, als ich als Laie und Patentante das schaffe ;-))

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Gesagt getan: am Wochenende hab ich mich, mit meinen etwas unzureichenden Malstiften (Frau in meinem Alter hat anscheinend keine Buntstifte oder Malkreide mehr, obwohl ich mir ganz sicher war, dass in den Untiefen meines Schreibtisches noch etwas schlummert. Muss ich wohl tatsächlich in einem Anfall von Aufräumeritis entweder beim letzten Umzug entsorgt oder hoffentlich wenigstens an einen heranwachsenden Künstler weitergereicht haben?), aber gut Stabilos in allen Farben sind zumindest vorhanden. Persönlich bin ich mit dem Resultat meiner künstlerischen Aktivität zufrieden. Vorher hatte ich mit dem iPhone schon das Vorher-Bild gemacht, anschließend unser gemeinsames Kunstwerk noch nett mit Happy-Birthday-Geschenkpapier mit Piraten, Schatzsuchern und Zauberern verschönert, Bild gemacht. Fertig!

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Gestern dann der langersehnte Moment am Nachmittag, ich mache eine späte Mittagspause, stecke das iPhone ein, um in Ruhe zu telefonieren und beim persönlichen Geburtstagsgruß das Kunstwerk anzukündigen. Ich wähle, freue mich, das iPhone? Tut gar nix. Keinen Saft mehr. Kein Ladekabel dabei. Ich komme erst spät nach Hause – zu spät. Ich ärgere mich seit gestern. Über mich. Über die Technik. Darüber, dass keiner ein Ladekabel dabei hatte, das er mir hätte leihen können. Ach, über die moderne Welt so insgesamt. Ich will alles wieder so, wie es früher mal war. Die gute alte Zeit. Ohne Handys, ohne Internet, ohne Flatrates, ohne Skype, ohne Facebook, ohne WhatsApp. Fürs nächste Jahr verlass ich mich wieder auf die gute alte Post – und schicke einen handgeschriebenen Brief. Und Punkt.

Alles Liebe zum Geburtstag mein kleiner Großer, ich kanns kaum glauben, wie schnell die Jahre, vor allem, wie schnell dieses Jahr verflogen ist. Ich freu mich mit dir auf dein neues Lebensjahr, auf all die spannenden Momente, die vor dir liegen!