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Familiengeschichten: Anrufe

Entschuldigung, das ist dieses Mal keine der durchaus amüsanten Anekdoten aus unserer Familiengeschichte. Wenn ich einen Anruf während der Arbeitszeit von meinen Familienmitgliedern bekomme, wenn es noch dazu an einem normalen Arbeitstag-Montag um die Mittagszeit ist, dann bedeutet das schlicht nichts Gutes. Vergangenen Montag war meine sehr gefasste Schwester am anderen Ende. Sie meldete sich aus dem Klinikum. Mein Schwager hatte sich morgens nicht wohl gefühlt und ist deshalb – direkt nachdem er Nichte 2.0 wohlbehalten im Kindergarten abgeliefert hat – zum Arzt.

Von dort aus ging es für ihn per Rettungswagen ins Krankenhaus, 3 Stents später lag er auf der Intensivstation. Um sich von einem Hinterwand-Herzinfarkt zu erholen. Sehr überraschend. Und natürlich ist er dafür viel zu jung. Zwischenzeitlich geht’s ihm zum Glück gut, er wartet auf die Informationen zur Reha, wo er sich umfassend zum Thema Ernährung und alles, was sonst noch zum gesunden Leben beitragen kann, weiterbilden wird.

Die beiden Nichten haben den Papa sehr vermisst, durften ihn aber jeden Tag besuchen. Und sie geben ihn jetzt gerne für die Kur frei, weil halt. Puh, war für alle ein richtig großer Schock. Und der sitzt uns allen noch tief drin, muss erst mal verarbeitet und verdaut werden.

Heimatverliebt: Bockerl – fahr zua

Vom Schreibprojekt „Heimatverliebt“ hab ich mir ein paar Gedanken aufgehoben, eine davon war das Holledauer Bockerl, die Zugverbindung der Hallertau – lang her. Gerade läuft eine Ausstellung, zum ersten Mal im Herzen der Holledau, in Au in der Hallertau. Und die Gelegenheit hab ich genutzt, um endlich mal wieder zu fotografieren …


Die wichtigsten Stationen der ehemaligen Bockerl-Strecke von Sandelzhausen bis Wolnzach und von dem Bahnhofsknotenpunkt Enzelhausen über Au bis Nandlstadt auf 50 Meter im Modell. 
Nicht nur uns Hallertauern geht da sHerzerl auf – es steckt ganz vui Heimatliebe PLUS Detailliebe drin.
Bockerl – fahr zua, nur vier Männer sind es, die die Geschichte der alten Zugverbindung am Leben halten.
Neben der puren Leidenschaft für Zugstrecke und Züge wird auch das Landleben in früheren Zeiten lebendig.
Die Sammlung ist mittlerweile sehr umfangreich.
Authentische Fuhrwerke der Zeit sind da zusammengetragen.
Überall entlang der alten Bahnstrecke werden Situationen aus dem Alltag ins Bild gerückt.
Die verschiedenen saisonalen Arbeiten im Hopfengarten.
Und mittendurch fährt das Bockerl .
Ich bin mir recht sicher, dass nicht jeder Besucher jedes Detail entdeckt – ich freu mich zum Beispiel über dieses Klohäusl, entdeckt inmitten einer Bauernhofruine.
Hier wird der Hopfen auf den Hof gefahren.
Die rote Ampel am Bahnübergang.
Erntearbeiten an der Bahnstrecke.
Hier löscht die Feuerwehr einen Scheunenbrand, im Hintergrund Polizei und Rettungshubschrauber.
Hippieleben in der Holledau.
In der Schnaps-Manufaktur.
Bockerl fahr zua.
Hopfabrock.
Romantische Platzerl gibts in der Holledau ganz viele – genau richtig für ein heimliches Stelldichein.
Auch neben dem Hopfen gibts in der Landwirtschaft immer genug zu tun.
Das Bockerl fährt durch den Zug-„Friedhof“ …
Immer was los auf dem Land.
Auch Kult: der Eicher. Könnte mein Papa mit seinem Oldtimer-Bulldog sein …
Bahnhofsstimmung …
Warten auf den Zug.
Beladen von Waggons.

Unbezahlte Werbung: Die Ausstellung in der Auer Hopfenlandhalle läuft noch am 23. & 24.03.2019. jeweils von 13 – 18 Uhr – zum Glück stellen die Modellbauer aber immer wieder in der Region aus, das nächste Mal wohl im Herbst, aktuelle Infos hier klicken, ich kann es nur empfehlen.

Musik am Mittwoch: Hold my heart

Ich hab seit Sonntag einen Ohrwurm, bedauerlich, dass ich dieses unfuckingfassbare Live-Erlebnis nicht in besserer Qualität für euch gefunden habe. Aber diese Stimme, diese Musiker, sprechen die Sprache meines Herzens, einfach nur wow. Rea Garvey feat. Ryan Sheridan – Hold my heart.

Sonntagsfreude: Festplatte

notebook-37337_640Um ein gängiges Klischee zu bedienen: Wenn die Welt mal soweit ganz in Ordnung wäre, dann kommt ja „immer“ etwas ums Eck, das einem dieses Wohlsein etwas verleidet. Das ist in meinem Fall ein technisches Problem, das mir richtig schwer im Magen liegt. Meine eine externe Festplatte verbindet sich nicht mehr mit dem Laptop. Nach etwas hin und her hab ich dann das Gehäuse aufgeschraubt, wodurch sich der ohnehin schon nicht mehr verbindende Kontakt final aus seiner Vorrichtung gelöst hat …

Auf der Festplatte tausende von Bildern aus den letzten mindestens 10 Jahren.

Mehr muss ich nicht schreiben. Mir geht es immer noch nicht gut, denn noch weiß ich nicht sicher, ob die Daten gerettet werden können. Aber gleich kommt ein alter Freund, der sich erstens viel besser auskennt als ich und mich zweitens beruhigt. So weit, so gut. Drückt die Daumen, auf dass meine Bildwelt bald wieder in Ordnung sein wird. Dafür lass ich heute sogar einen Festtag fürs Knipserherz, den Tag des offenen Denkmals ausfallen, so nervös bin ich …

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“