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Sonntagsfreude: Sommerfrische

1d05c551-7ab3-48d5-a5b1-123696b7ea19Einst ein wundervoller Brauch: wir fahren in die Sommerfrische.

Die letzten Tage hatte ich so das Gefühl, dass ich ein bisschen besser verstehe, wie sich unsere Vorfahren dabei gefühlt haben mögen. Von Tag zu Tag sind die Temperaturen gestiegen. In der Stadt unerträglich heiß – wie glücklich bin ich jedes einzelne Mal, wenn ich mich Freitag nach der Arbeit (und das ist ja seit meinem Jobwechsel wirklich Freitag am Nachmittag :-)) auf den Weg aufs Land hinaus mache. Gefühlt ist das für mich jedes Mal: ab in die Sommerfrische. Auch wenn es durchaus gar nicht kühler ist, draußen auf dem Dorf.

Freitag sind auch schon die Nichten angereist, bedeutet: das Planschbecken war bereits befüllt und da herrschte Hochbetrieb. Gestern hab ich dann die noch etwas kühlere Morgenstimmung genutzt, um die Hälfte des Lavendels im Beet zu schneiden (in der Hoffnung, dass er im Herbst noch mal eine zweite Blüte einlegt). Die zweite Hälfte reicht noch locker aus, um tausende und abertausende von brummenden Pollensammlern mehr als glücklich zu machen.

Lang war ich nicht allein, schon saß Nichte 2.0 auf der Treppenstufe und hat mich beim Arbeiten beaufsichtigt. Trotz schweißtreibenden Temperaturen wurden wir zu dritt zum Einkaufen geschickt. Beim letzten Mal wollte 2.0 noch im großen Einkaufswagen sitzen, mittlerweile schiebt sie „meinen ganz eigenen“ Kindereinkaufswagen. Etwas herausfordernd, denn dass da auch andere Menschen sind stört sie nicht besonders … Egal, wir haben die Tour durch den Supermarkt ohne größere Blessuren überstanden. Beim Metzger musste sie plötzlich „schnell Pipi“. Puh, Tanten sind mit so was überfordert!!!! Gut, dass da auch gut organisierte Mamas unterwegs sind, die wissen, dass die Eingangstür zum Italiener und damit der Weg zum Klo offen ist.

Danach haben wir uns in den Schatten verkrümelt, Picknickdecken ausgelegt und viel Zeit im und ums Planschbecken vertrödelt. Gut, dass ich das riesengroße Wasser-Glas mit ein paar Brombeeren und Wasser gefüllt habe. So gabs immer Nachschub, weil „irgendwann muss das ja mal nach Brombeere schmecken“, oder?

Und im schattigen Garten, mit Hängematte, Liegen, Picknickdecken, Rutschen, Schaukeln und viel Platz – da fühlt es sich einfach herrlich nach Sommerfrische an. Das waren 24 Stunden, die sich ein klitzekleines bisschen wie Urlaubstage angefühlt haben.

Sommerzeit

BAE9C6D9-7153-423E-B9A8-E1BCBE8CE42EUnd jedes Jahr möchte ich es wiederholen: wie schön sind eigentlich diese heiß-heißer-am heißesten Sommertage? Früh am Morgen noch angenehm kühl, schon um 9 Uhr bin ich mehr als froh, auf der bald der Sonne abgeneigten Gebäudeseite arbeiten zu dürfen. Trotzdem ist das mit der Konzentration ein Ding der Unmöglichkeit – die Bewohner der südlichen Länder wissen schon, warum sie in den heißen Wochen einfach nicht arbeiten …

Auf der Heimfahrt dann die Frage: Fenster auf oder muss es doch die Klimaanlage sein? Und dann entspannt auslüften – am liebsten allein auf meinem Balkon. Aber auch meine wenig frequentierten Wanderstrecken funktionieren. Oder ein nicht zu voller Biergarten. Und sogar ich, die ich ja ein echtes Viel- und Lang-Schlafverhalten habe, hab aktuell lange und laue Abende. Und ab sofort werd ich Ausschau nach den Sternschnuppen halten – wenn sich schon der Komet vor mir bedeckt gehalten hat 😉

Ist das schön mit dir, Sommer, du darfst gern noch verweilen – ich mag auch den Sommer 2020 richtig gern ☀️🌤🌦🌈✨💫🌜

Musik am Mittwoch: Sommerregen

Am Wochenende hab ich einen herrlich angenehmen Sommerregen erlebt, nach dem hitzigen Tag. Erst kamen ein paar vereinzelte dicke Tropfen, dann Gewittergrollen. Und dann hat es geregnet – nicht viel, aber genug, dass die Schwüle etwas abgekühlt ist. Ich fands herrlich. Und musste an den wundervollen Max Mutzke denken, warum nur?

Musik am Mittwoch: Mittelalter

scale-210-210-12.22860985.2Vor nicht ganz 1000 Jahren wurde ohne Verstärker musiziert, Minnesang, höfische und kirchliche Gesänge. Daneben gabs das fahrende Volk, Spielleute, die mit ihrer Musik Spaß verbreiteten, für wilde Tanzgelage in den Schankhäusern sorgten. Und mit Stimme, Rhythmus und Instrumenten mit manchmal wenigen Tönen auskommen mussten. Eine meiner liebsten Gruppen auf der scale-210-210-12.22860990.2Landshuter Hochzeit sind die Joculatores, zwischen all den anderen Musikgruppen relativ jung dabei. Warum sie mir so viel Freude bereiten ist schwer zu beschreiben, es hat etwas mit der Kombination aus Ausstrahlung der 5 Musiker, ihrem Spiel und dem besonderen Klang von Stimmen und Instrumenten zu tun.

scale-210-210-12.22859050.2Sie widmen sich der Musik des einfachen Mannes, den Volskweisen aus aller Herren Länder, entertainen in verschiedenen Sprachen und mit sehr unterschiedlichen Themen. Spielen mit ihren Zuhörern, provozieren, sehr charmant. Mir iscale-210-210-12.22861355.2st klar, dass es schwer nachzuvollziehen ist, dazu gibt es nur ein paar wenige Aufnahmen, nicht in bester Qualität (leider hat auch niemand an diesem Wochenende aufgezeichnet). Aber ich bin schon wieder am mitsummen und wippen. Man scale-210-210-12.22861311.2kann kaum stillsitzen, so sehr geht das Trommeln ins Blut …. Danke für einen weiteren unvergesslichen Abend bei schweißtreibenden Temperaturen auf der abendlich sonnigen Westterasse der Burg. War wieder so schee mit euch, bis zum nächsten Mal.