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Musik am Mittwoch: Sommerregen

Am Wochenende hab ich einen herrlich angenehmen Sommerregen erlebt, nach dem hitzigen Tag. Erst kamen ein paar vereinzelte dicke Tropfen, dann Gewittergrollen. Und dann hat es geregnet – nicht viel, aber genug, dass die Schwüle etwas abgekühlt ist. Ich fands herrlich. Und musste an den wundervollen Max Mutzke denken, warum nur?

Musik am Mittwoch: Mittelalter

scale-210-210-12.22860985.2Vor nicht ganz 1000 Jahren wurde ohne Verstärker musiziert, Minnesang, höfische und kirchliche Gesänge. Daneben gabs das fahrende Volk, Spielleute, die mit ihrer Musik Spaß verbreiteten, für wilde Tanzgelage in den Schankhäusern sorgten. Und mit Stimme, Rhythmus und Instrumenten mit manchmal wenigen Tönen auskommen mussten. Eine meiner liebsten Gruppen auf der scale-210-210-12.22860990.2Landshuter Hochzeit sind die Joculatores, zwischen all den anderen Musikgruppen relativ jung dabei. Warum sie mir so viel Freude bereiten ist schwer zu beschreiben, es hat etwas mit der Kombination aus Ausstrahlung der 5 Musiker, ihrem Spiel und dem besonderen Klang von Stimmen und Instrumenten zu tun.

scale-210-210-12.22859050.2Sie widmen sich der Musik des einfachen Mannes, den Volskweisen aus aller Herren Länder, entertainen in verschiedenen Sprachen und mit sehr unterschiedlichen Themen. Spielen mit ihren Zuhörern, provozieren, sehr charmant. Mir iscale-210-210-12.22861355.2st klar, dass es schwer nachzuvollziehen ist, dazu gibt es nur ein paar wenige Aufnahmen, nicht in bester Qualität (leider hat auch niemand an diesem Wochenende aufgezeichnet). Aber ich bin schon wieder am mitsummen und wippen. Man scale-210-210-12.22861311.2kann kaum stillsitzen, so sehr geht das Trommeln ins Blut …. Danke für einen weiteren unvergesslichen Abend bei schweißtreibenden Temperaturen auf der abendlich sonnigen Westterasse der Burg. War wieder so schee mit euch, bis zum nächsten Mal.

 

 

 

Das mit der Hitze

Das war ein heißer Tag heute, als Kind hätte ich den vermutlich im und ums Planschbecken verbracht? Als Jugendliche hab ich mich bei solchen Temperaturen morgens in den Bikini geworfen und einen Tag auf der Liege „gegrillt“. Ganze Tage in der prallen Sonne, zwischendurch mal kurz ins Wasser, aber eigentlich nur, um danach weiterzu“bräunen“. Das pack ich seit Jahren gar nicht mehr, am See oder im Schwimmbad verziehe ich mich auf einen Schattenplatz. Oder schwimme. Im Garten bleib ich ebenfalls unter den Bäumen. Oder bleibe so wie heute auch in der prallen Mittagshitze einfach im Haus. Ja, so ändern sich die Zeiten? Gerade genieße ich den lauen Sommerabend, an schlafen ist – obwohl ich nach zwei viel  zu langen Feiernächten echt durch wäre – bei den Temperaturen noch nicht zu denken. Hab alle Fernster und Türen auf und hoffe auf etwas Abkühlung. Solang sitz ich im Garten und genieße den Sommer: höre den Nachbarn zu, die dasselbe tun. Rieche den Grill, der gegenüber zum zweiten Mal heute angeworfen wird. Schaue in den Himmel – und denke mal zur Abwechslung nichts. Schön.

Alle reden drüber – wirklich alle?

Montag vormittag – auch das dritte Telefonat dauerte knapp 40 Minuten. Und bestand mindestens zur Hälfte aus dem beliebtesten Gesprächsstoff: dem Wetter.  Woher kommt das bloß? Und warum mache ich das mit? Gespräche könnten so schnell erledigt sein: Klingelzeichen – Ja bitte – Anliegen – ja/nein/vielleicht – wir verbleiben – tschüss. Statt dessen dauert der Smalltalk über das Wochenendwetter, die Aussicht auf „Sommer mit Schönheitsfehlern“, das Meckern, dass es fürs nächste Wochenende aber schon wieder nicht sooo gut werden soll … Bis ich beim Thema ankomme vergeht Zeit. Versteht mich bitte richtig: das ist durchaus nett, gerade bei Kontakten, die man weniger gut kennt. Schließlich ist es ein unverfängliches Thema, es geht uns alle an, da hat jeder was beizusteuern, gibt einem ein gutes Gefühl … Man stelle sich mal vor, auf Smalltalk müsste man sich vorbereiten, womöglich einlesen – puh!

P1020307Mit Kindern plaudere ich nie übers Wetter: die stört weder tagelanger Regen, noch finden sie Schneemassen störend. Der Frühling ist eine von 4 Jahreszeiten, über die sie im Kindergarten Lieder singen. Frühlings- oder Herbstwetter mit vielen Pfützen und Matsch: toll, kann man reinspringen. Am Sommer mögen sie am liebsten Eis, Schwimmbad, Planschbecken, draußen Spielen (geht auch bei Regen und in Gummistiefeln). Im Herbst muss man wieder mehr Klamotten anziehen – im Winter noch mehr. Bei schlechtem Wetter draußen kann man im Haus tolle Abenteuer erleben, Kinder beklagen sich selten, wenn es draußen heiß ist und Erwachsene lieber drinnen im Schatten bleiben.

Mit Kindern sprech ich nicht übers Wetter, sondern erlebe es? Auch mal einen Gedanken wert 🙂