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Zuwachs

Im neuen Zuhause der Nichten gibt es schon wieder einen Neuzugang. Über die Tierarztpraxis hatten sie von einem Hasen erfahren, dessen Stallmitbewohner verstorben ist – und weil die Tierliebe ja unendlich, keiner allein bleiben soll, viel Platz da ist und noch dazu auch das Futter gut für einen mehr reicht, durfte der neue Graue letzte Woche einziehen.

Und wie bei Nichte 2.0 in der Krippe gibt’s grad Eingewöhnungstage im Hasenstall. Noch beschnuppern sich die 3 durch ein Gitter getrennt mit wohlwollendem Interesse 😉

Der ausgebüchste Hase und die Brille

Beim letzten Arbeitsbesuch im neuen Zuhause der Nichten hat sich meine Brille aus dem Staub gemacht.

Das kommt so: ich brauche die Brille ja nur, um auf die Ferne scharf zu sehen. Also wird sie beim Arbeiten prinzipiell irgendwo abgelegt. Und zwar so, dass ich sie hinterher wieder gut finden kann. Also in diesem Fall beispielsweise auf den Tisch auf der Terrasse. Da lag sie auch griffbereit, bevor wir in den Baumarkt gefahren sind.

Für die Fahrt hab ich sie aufgesetzt. Im Baumarkt haben wir das benötigte Material eingeladen, und ich bin mir sicher, dass die Brille da noch auf meinem Kopf war, hoch geschoben. Ich meine auch, dass ich sie auf der Rückfahrt noch auf hatte, sonst seh ich ja beim Autofahren nicht so gut …

Wie auch immer. Bei der Rückkehr aus dem Baumarkt habe ich kurz mit einer Bekannten telefoniert und bin dazu etwas im Garten herumspaziert. Dabei hab ich festgestellt, dass einer der zwei Hasen ausgebüchst war. Telefonat beendet, alle alarmiert und dem Hasen hinterhergejagt – der tatsächlich auf die Straße rennen wollte. Die Aufregung war groß, nach einer wilden Jagd durch den für einen Hasen unzählige Verstecke bietenden Garten konnten wir ihn endlich unter den wilden Weintrauben einfangen.

Er durfte zurück in seinen Stall, bekam zur Beruhigung etwas Nervennahrung. Und alle anderen durften auch erleichtert aufatmen …

Nur ist irgendwo unterwegs meine Brille auf der Strecke geblieben – und langsam geb ich die Hoffnung auf. Denn nachdem wir am Tag selbst gründlichst und ergebnislos danach gesucht haben hatten ja auch Nichten, Schwester und Schwager ein Auge drauf. Auf Rückfrage ist sie dummerweise auch nicht im Baumarkt liegengeblieben. Und bleibt seitdem spurlos verschwunden. Insofern: das war wohl der Tag, an dem der Hase ausbüchste und die Brille auf Nimmerwiedersehen verschwand.

Das mit der Jagd

Beim Picknick neben einem, wenn auch sehr kleinen, Hochsitz, sinnierte die bezaubernde Nichte kürzlich darüber, warum Menschen auf die Jagd gehen. Weil sie dabei ja Tiere töten. Und sie die so gern hat, lebendig. Wieder mal war ich auf das Thema unzureichend vorbereitet, konnte also nur damit argumentieren, dass der Urzeitmensch, der noch keine Wohlstandsgesellschaft und Überfluss kannte, sich mit Jagen Nahrung und damit das Überleben gesichert habe … nach der beidseitigen Feststellung, dass heute eine wesentliche Aufgabe des Jägers in der Hege von wilden Tieren bestehe, konnten wir uns dann auf das Beobachten der Natur konzentrieren. Gerade ist ja noch Schonzeit und ich hoffe sehr, dass die Jäger die großen Rehherden, die sich noch überall in der Region tummeln, nicht radikal dezimieren werden …

Spruch zum Wochenende: Ostertage

„All die Eier, all die Hasen, die aus Schokolade sind, liegen gut versteckt im Rasen. Und das nur damit ein Kind all die schönen Sachen find.“ (Berthold Brunnputz)

… oder viele Kinder. Auch erwachsene Kinder. Ostern ist dieses Mal noch um einiges aufregender als Weihnachten, so scheint es?

Die bezaubernde Nichte und ich verbringen gerade Mädelstage, Gründonnerstag, Karfreitag UND Ostersamstag. Und bislang klappt alles ganz gut. Also mit etwas Kompromiss auf jeder Seite 😉 heute waren wir sogar zum vorgezogenen Ostergeschenk im Kino: Peter Rabbit. Inspiriert von Beatrix Potter. Wir überlegen noch, wie uns der Film gefallen hat, gut gemacht ist er zweifellos.

Ein Thema hat uns seit gestern begleitet: Früher wohl ganz traditionell, dass man in der Hallertau zum Gründonnerstag eine Kräutersuppe gegessen hat. also eine grüne Suppe mit Kräutern. Meine Mutter erinnert sich aus ihrer Kindheit, dass es die Kerbelsuppe am Karfreitag gab, ich kann mich an einen Gründonnerstag zu Chorzeiten mit einer Vesper und anschließend Kräutlsuppal erinnern.

Warum es das bei uns nicht gegeben hat? Da schauen sich der Opa und seine Enkeltochter nur wissend an, weil sie das beide niemals nicht gegessen hätten. Kräuter? Suppe? „Bäh …“

Ich dagegen mag ja Kerbelsuppe gern, mein Rezept: Gut 2 Bund Kerbel (je eine gute Hand voll) waschen und kleingeschnitten in Butter andünsten. 4 gekochte Kartoffeln pellen, kleinschneiden und dazugeben. Alles mit Gemüsebrühe aufgießen und noch kurz köcheln lassen. Nach Geschmack pürieren, Sahne oder Schmand unterrühren. Fertig.

… oder meine Variante einer kräftigen Kräutlsuppe. Kartoffeln, Karotten, Sellerie, Lauch, Zwiebeln und was sonst an Gemüse da ist, sehr fein schneiden und zu einer Brühe kochen. Dazu kommen jede Menge frische Frühlingskräuter wie Bärlauch, Brennnessel, Brunnenkresse, Gänseblümchen, Giersch, Gundermann, Kerbel, Löwenzahn, Sauerampfer, Schaftgarbe, Schnittlauch oder Spitzwegerich, die entweder fein geschnitten kurz mit durchziehen. Wer mag kann auch pürieren.