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Spruch zum Wochenende: Durchhalten

Mein Spruch zum Wochenende wird wohl das Mantra dieser Renovierung werden, wenn es um diesen einen Handwerker geht:

„Das Beginnen wird nicht belohnt, einzig und allein das Durchhalten.“ (Katharina von Siena)

Dann drückt mir mal schön die Daumen, dass heute – wie schon für letzten Freitag angekündigt – der Estrich kommt. Und ich konzentriere mich auf Geduld und so entspannende Sachen …

Baustellengeschichten: Das große Warten

Wir warten – und alle Handwerker bis auf den einen mit – seit 2 Wochen auf Beton. Also eigentlich seit 4-6 Wochen, aber dazwischen gabs immer irgendwas, was noch gemacht werden musste, bevor der Beton kommen konnte. Seit 2 Wochen waren aber alle Böden fertig vorbereitet, Abwasserrohre gelegt. Und der Termin gesetzt: am 23. betonieren wir. Vor exakt 2 Wochen wurde noch mal alles vermessen, bestätigt, dass die notwendigen Tiefen ausgehoben wurden, an die Wände Skizzen und Maße und jede Menge Orientierungspunkte aufgezeichnet. Das wirkte alles sehr gut vorbereitet? Ich bin nicht von Haus aus misstrauisch, aber mein Arbeitsweg wird aktuell genutzt, um Updates zu bekommen und mich mit den Handwerkern auszutauschen. Also hab ich heute morgen noch mal nachgefragt. „Nnnnnnnnnnnnnnnjjjjaaaa, wir versuchen, es diese Woche noch reinzubekommen …“. Wie bitte? Was? Warum? Wäääähhhhh?

Ja, war klar, dass es irgendwann hakt, stockt, dass so ein Bau „mal“ nicht so rund läuft. Aber muss das bitteschön ausgerechnet der Beton sein? Ohne den wirklich nichts weitergeht? Ich übe mich in Geduld – nur glaube ich nicht daran, dass ich irgendwann mal verstehen werde, warum ausgerechnet so ein elementares Ding mit so geringem Stundenaufwand sich jetzt so verzögern muss. Und Punkt.

Familiengeschichten: Baustelle

Ein Morgen unter der Woche, meine Eltern sind bereits wach, liegen plaudernd im Bett und warten auf den Wecker, um halb 8 kommen Handwerker. Es klingelt an der Tür, der Papa ist empört, wer bitteschön klingelt so früh? Es sind die Handwerker, 10 nach halb 8 – hm, schuld ist der, der vergessen hat, den Wecker zu stellen? Weit gefehlt: schuld ist meine Mutter, weil die jetzt immer mit Rolladen schlafen will. „Da soll ein Mensch wissen, wie spät es ist …“

Obwohl er wunderschön ist, wir müssen den Dachboden rausreißen. Die Bretter sind alt, faulen durch, … Auch wenn mein Herz geblutet hat, der obere Teil des Fellbodens muss raus. 3 Geschwister arbeiten, 1 sagt, dass jetzt keiner mehr auf eine Reihe Bretter darf. 10 Minuten später bin ich mittendrin im Sperrgebiet, breche fast durch. Entschuldigung, was muss ich mir noch alles merken? Bin schließlich ganz die Tochter meines Herrn Papa. Pffffh. Einen Tag später bricht mein Bruder – zwar an anderer Stelle – aber wirklich durch die Decke. Zum Glück stand drunter ein Schrank, auf dem und auf seinem Hintern ist er mitsamt der Latten „sicher“ gelandet. Glück gehabt, ziemlich viel sogar. Und ja, wir lachen immer noch.

Meine Mama hatte ihre Freundinnen zum Geburtstagnachfeiern in die Übergangswohnung eingeladen. Natürlich wollte die neugierige Truppe die Baustelle besichtigen, wo aber gerade einer am arbeiten war. Und für die Unterbrechung null Verständnis hatte – vor allem, weil er erst ein paar Minuten vorher wieder angefangen hat zu arbeiten. Davor war ihm eine Dichtung am Schlagbohrer gebrochen, er in Verzug, die Laune … Viel lustiger wäre natürlich gewesen, wenn das passiert wäre, als die Damen kamen? Sicher ein Bild für die Götter, wie sie dem wild züngelnden Schlauch aufgescheucht entflohen wären? Schade eigentlich … (Und ja, ich bin auch für absolutes Baustellenverbot für alle, die da nichts zu suchen haben! Wenn alles fertig ist gibts genug zu sehen. Und Punkt.)

Made my day

Samstag morgen, in 5 Minuten klingelt der Wecker … Ich bin schon vorher wach, weiß seit gestern Abend, dass ich dieses Wochenende einiges vorhabe, nicht nur vor mich hin in den Tag leben kann. Habe Termine mit einem Handwerker, gehe zu einer Beerdigung. Und dann war da noch der Muttertag, den ich vollkommen vergessen hab. Da ich vor dem Wecker wach bin habe ich sogar Zeit, mal wieder Social-Media-Kontakte zu „pflegen“. Und was les ich da? Eine Status-Meldung: „Sag mal gehts noch? Wenn Schwimmen schlank machen soll, was um Himmelswillen machen dann Wale falsch?“
DAS sind ECHTE Probleme. Und darüber kann ich jetzt mindestens eine Stunde lang immer wieder lächeln … WECKER!!!!