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Wiedersehen mit Nachklang

Ich habe eine Freundin aus Gründen viel zu lang nicht gesehen – jetzt hat sie ihre Dinge geregelt, lebt allein und hat die gedanklich lange verarbeitete Trennung vollzogen. Wie ich gehört sie zu den Menschen, die nicht tut, um dann zu verarbeiten, sondern verarbeitet – und dann vollzieht.

Und wie herrlich waren unsere Stunden. Wie erhofft haben wir zwei einen Strandkorb besetzt. So hat man im voll besetzten Biergarten von uns beiden nur viel glückseliges Lachen und unsere Stimmen mitbekommen. Gesehen haben die anderen Besucher tatsächlich nur unsere Beine, die unten raus ragten. Gut, bis auf eine kleine Besucherin in ihrem hübschen Sommerkleid. Sie hat immer wieder neugierig ihr Köpfchen geneigt, um nach uns zwei Versteckten auszuschauen …

Am schönsten war, dass wie wie immer so herrlich miteinander lachen konnten. Meine alte Sängerfreundin hat auch so ein glockenhelles, fast schon an eine Melodie erinnerndes Lachen. Und gemeinsam lachen tut einfach nur gut. War das schön. Das Lachen. Unsere Themen. Und dieses Gefühl, dass die paar Jahre, die wir uns nicht gesehen haben, gar nichts geändert haben … als ob wir uns grad erst beim letzten Musikprojekt gesehen hätten.

Da sind wir uns nur dummerweise beide so was von einig: gerne hätten wir das wieder, mit den Menschen von damals. Den Jetztzustand werden wir uns auch weiterhin sparen. Nicht wegen der Musik, die fehlt uns beiden. Aber die Menschen, die jetzt beim Ensemble dabei sind, die lachen nicht „wie wir“. Und Punkt.

Sonntagsfreude: 1000 gute Gründe

Heute ist einer dieser Tage, an denen man morgens aufsteht und schon ist dieses besondere Gefühl da: ein Freutag. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, alles fühlt sich nach Sommer an. Dazu ist es grün und bunt, wohin das Auge blickt, hach, wer heute keinen Grund zur Freude findet, der tut sich schwer im Leben …

Dazu ist der Geburtstags-Erdbeer-Schmandkuchen für meine Frau Mutter zwar von der Konsistenz ganz anders, als er sollte. Aber lecker! Und obwohl ihre beste Freundin sich gestern nicht gemeldet hat, hat sie sich heute früh umso mehr über das ausgiebige Telefonat gefreut. Und feiert heute ganz entspannt.

Die beste Freundin der Nichte durfte gestern nach urlaubsbedingter Abstinenz endlich wieder zum Spielen kommen, hach, und den neuen Schulranzen begutachten. Und ein ganz kleines bisschen neidisch sein …

Meine beste Freundin hat das irre Arbeitspensum der letzten Monate mit einem kleinen Rückwärtsgang in den vergangenen Wochen „geschafft“. Jetzt geht es in den Urlaub, der Dank langsamem Auto und aufmerksamen Mann hoffentlich genau die Erholung bringen wird, die sie so notwendig braucht. Zum Glück kann man manchmal einen Gang zurückschalten, sich auf sich selbst besinnen, die Ansprüche aus dem Umfeld ausblenden. Damit es nicht zu viel wird. Damit man vom zu viel nicht krank wird …

Ich hab heute aber noch einen Grund zum Freuen: Gestern oder Freitag hab ich meinen 1000. BlogEintrag hier veröffentlicht. Wahnsinn. Das hätte keiner, vor allem ich (nach vielen Jahren unerfolgreichen Tagebuchführens, vielen weiteren abgebrochenen Schreibprojekten …), für möglich gehalten. Ein großes und vor allem sehr herzliches Dankeschön, allen, die mich durch ihr Mitlesen und Kommentieren „am Laufen halten“. Und meinen Patenkindern, Familie, Freunden und allen anderen, die mein Leben um die Geschichten bereichern, die ich hier festhalten darf. ❤️

Mehr Sonntagsfreude sammelt Rita.

Musik am Mittwoch

Der Herbst ist die Zeit, in der ich immer, also schon seit Jahren, von schlechtem Gewissen geplagt werde – weil das Jahr fast vorbei und es so viele Menschen gibt, die ich lieber viel öfter, häufiger persönlich sehen möchte … Ja, es ist ein Zeitproblem. Und ja, es sind organisatorische Gründe. Trotzdem, viele hab ich lange nicht gesehen – all denen widme ich diesen kleinen, für mich so besonderen musikalischen Gruß 🙂