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Spruch zum Wochenende: Einfachheit

„Das Glück des Menschen – ich habe seine tiefsten Gründe gesucht, und das habe ich herausgefunden:

Der Grund liegt nicht im Geld oder Besitz oder Luxus, nicht im Nichtstun oder Geschäfte machen, nicht im Leisten oder Genießen. Bei glücklichen Menschen fand ich immer als Grund tiefe Geborgenheit, spontane Freude an den kleinen Dingen und eine große Einfachheit.

Bei glücklichen Menschen fehlt die verrückte Gier. Niemals fand ich bei glücklichen Menschen, dass sie ruhelos, gehetzt, getrieben waren, niemals den Hang zur Selbstherrlichkeit. Gewöhnlich besaßen sie eine gehörige Portion Humor.“ (Phil Bosmanns)

Die Gedanken gefallen mir, decken sich mit meinen eigenen Beobachtungen. In diesem Sinne: ein schönes Wochenende mit viel Freude an den kleinen, einfachen Dingen 😊

Spruch zum Wochenende: Zeit, die uns etwas gibt

„Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.“ (Ernst Ferstl)

Rückblickend hab ich diese Woche soooo schöne Stunden verbracht. Auch wenn die Zeit nur so verfolgen ist, die beiden Nichten und ich haben am Feiertags-Montag gefühlt jede gemeinsame Sekunde gefeiert. Und obwohl ich hundemüde war, bin ich Dienstag nach der Arbeit noch mal aufs Land rausgefahren, wo die kleinen Damen zum Ferienbesuch weilten. Das war genommene Zeit, die so viel zurückgegeben hat. Allein zwei glückselig lachende Kindergesichter, das Strahlen und sich immer wieder an mich schmiegen … hach, in dem Zitat steckt sooooo so so viel drin.

Spruch zum Wochenende: Haben und geben

„Nicht der ist reich, der viel hat, sondern der, welcher viel gibt. Der Hortende, der ständig Angst hat, etwas zu verlieren, ist psychologisch gesehen ein armer Habenichts, ganz gleich, wie viel er besitzt. Wer dagegen die Fähigkeit hat, anderen etwas von sich zu geben, ist reich.“ (Erich Fromm)

Ein guter Gedanke, über den ich gern und öfter nachdenke … und der gerade in vielen, unendlich vielen Gesprächen auftaucht: wie sehr uns dieses Haben doch manchmal am Leben, vor allem am zufrieden sein hindert.

Wie hat ein alter Freund kürzlich so treffend angemerkt: ich habe genug. Mehr kann mich weder glücklicher noch gesünder machen. Ich kann nur hoffen, dass ich es auch genießen darf, was ich habe. Wer weiß, wie lang ich noch hier sein darf. Nein, er ist nicht krank, aber ein bewusster Realist. Dessen Vater in seinem Alter die ersten deutlichen Zeichen von Alzheimer hatte …

Sonntagsfreude: Glückstage

Die letzten Tage haben mich sehr glücklich gemacht, einfach weil ich Menschen nach viel zu viel Zeit Wiedersehen durfte. Vielleicht kennt ihr das: eigentlich gibt es keinen Grund. Trotzdem sind Jahre vergangen seit unserem letzten Aufeinandertreffen. Im einen Fall hab ich mit meinem alten Schulfreund einfach da angesetzt, wo wir vor Jahren aufgehört haben. Wir sind bei einem Spaziergang nicht zu sehr ins Detail gegangen, haben uns dafür Bewegung an der frischen Luft und Vitamin D geholt und uns Aufmerksamkeit geschenkt. Und einmal mehr geht es nicht um die Dinge, die wir verpasst haben, sondern darum, im Moment gemeinsam zu sein, uns auszutauschen und füreinander da zu sein. Auf dem aufzubauen, was unsere Freundschaft ausmacht, und Gelegenheiten für die Zukunft zu schaffen.

Dann habe ich ja schon erwähnt, dass ich meine Kindergartenfreundin und ihre Familie sehen durfte. Scheint nur so, als ob das nichts Besonderes wäre … durch Tobis Erkrankung ist eine Auszeit mit mir eine Organisationsaufgabe. Und dass ich ihn wiedergesehen habe macht mich einerseits traurig, aber andererseits auch glücklich. Seine Adrenoleukodystrophie ist ein riesengroßes Arschloch, niemand weiß, wie was wann. Und trotzdem haben wir miteinander lachen können, er war so fröhlich. Ja, das möchte ich mir im Herzen aufbewahren, denn es ist so gar nicht selbstverständlich.

Zu diesen Emotionen kam der Frühling mit Sonne satt und warmen Temperaturen, ich hab mich im großen elterlichen Garten ausgetobt, die wilden Triebe der Kletterrose sind alle rausgeschnitten, auf dass in diesem Sommer alle Kraft in die pinke Schönheit fließen mögen. Dabei hätte ich beinahe das Nest eines Amselpaares zu sehr befreit. Im quasi letzten Moment bemerkt und seitdem überprüfe ich permanent, aber sie bebrüten weiterhin abwechselnd, also alles ok. Die 4 Kälber tollen überglücklich auf der Weide herum, um mich tanzen Schmetterlinge und es sind erfreulich viele Bienen unterwegs. Und ich habe eine Hummelbewohnerin auf der Wiese entdeckt: sie hat sich in einem Erdloch eingenistet, ich vermute, es ist eine Königin, die hier ihren Staat gründen wird? Werde das natürlich beobachten, Zeit haben ist herrlich.

Dazu bin ich in dieser Woche ruhiger geworden, habe den vergangenen Stress gefühlt besser abgeschüttelt. Ich habe Bücher gelesen, das Nichtstun genossen und bin fast nebenbei ein Jahr älter geworden. Der Tag war nicht ganz wie gedacht, aber immerhin sind die bezaubernde Nichte und ich für eine knappe Stunde mutterseelenallein zu unserem Picknick an den Waldrand gewandert. Dort haben wir es uns neben einem recht kleinen „Hochstand“ bequem gemacht, so weit das mit Ameisen und sonstigen Waldbewohnern eben möglich ist 😉

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.“