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Musik am Mittwoch: Call my name

Samstag gehörten die viel mehr als Konzertfreundin und ich zum kleinen Kreis der Gäste, die im Technikum von Ryan Sheridan und seinem Drummer Ronan Nolan unterhalten wurden. Wenn zwei Musiker es binnen der ersten Takte schaffen, ihr Publikum so zu fesseln, dass alle tanzen, mitsingen, summen … versuchen, das, was sie erleben dürfen, zu fotografieren und filmen. Hach. Ich bin dankbar, dabei gewesen zu sein 😍

Und ihr dürft auch ein bisschen mit reinhorchen: Call my name

Mein eigener Versuch, etwas Ton aufzunehmen, ist übrigens gründlich gescheitert – die Drums haben mich förmlich mitbeben lassen 🥴

Sonntagsfreude: Ganz schön gut

Auch wenn intensive Zeiten immer pickepacke voll sind und man das Gefühl hat, nicht mehr wirklich Bodenhaftung zu haben: das Leben mit allen Sinnen zu spüren, das ist es doch, das sind die guten Zeiten. An die wir in nicht so guten lächelnd zurückdenken.

Diese Woche war sehr intensiv, bis oben voll mit Aktivitäten, unterwegs sein, erleben, aufsaugen. Sonntag mit meiner alten Sänger-Freundin, ihr zuhören, mit ihr gemeinsam analysieren, wo sie steht, wie ihre Gefühlslage ist. Sushi essen gehen, danach im Theater mit großen, leuchtenden Kinderaugen staunen, uns von Peterchens Mondfahrt für ein paar Stunden aus der Erwachsenen-Welt verabschieden. Danach so wunderbar mit unserem alten Freund, wegen dem wir schließlich da waren, reden, über alte und neue Zeiten, dabei die Zeit vergessen.

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Die Arbeitstage der Woche waren angefüllt mit Gesprächen über meine berufliche Zukunft, das schlaucht. Sich immer im besten Licht präsentieren, obwohl das potentielle Arbeitgeber nicht tun … trotzdem ist auch das wegweisend und hilft mir, die hoffentlich richtigen Entscheidungen zu treffen.

Der Ausflugstag nach spontan Kufstein mit der so viel mehr als Konzertfreundin war auch deshalb toll, weil meine beginnende Erkältung durch Kurkuma und Frischluft nicht gar so Entfaltungspotential bekommen hat. Ich komme wohl mit Hals-Aua, etwas lätschig-malad und sexy-heiserer Stimme davon.

Gestern waren wir zwei Konzertfreundinnen auf dem ersten Freisinger Uferlos Winterwunder Festival – haben uns in die Musiker und das Publikum verliebt …

Und heute mach ich mich durch den Nebel auf den Weg zu den Nichten, da soll der Himmel blauweiß sein. Und sie vermissen mich jetzt „langsam schon sehr“. Zudem müssen wir die Partyvorbereitungen für den bevorstehenden 8. Geburtstag der bezaubernden Nichte besprechen, sie feiert zum ersten Mal mit potentiellen neuen Freunden im neuen Zuhause, das ist neu und aufregend …

„Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine Sonntagsfreude sind.“ Leider hat Rita das schöne Projekt Sonntagsfreude eingestellt, ich teile meine persönliche weiter mit euch, denn mir geht es um den ursprünglich von Maria ins Leben gerufenen Gedanken – sich liebevoll an die vergangene Woche erinnern, nicht immer gleich zur Tagesordnung übergehen, sondern die kleinen Glücksmomente einfangen, um sich auch später daran zu erinnern.

Mein Herz tanzt #9

Lieber Ed Sheeran,

wenn du allein die Bühne betrittst, ist im Jahr 2018 niemand mehr wirklich überrascht, dass du ein Stadion mit 70.000 Menschen +x auf dem Olympiaberg gleich an zwei aufeinander folgenden Tagen entertainst. Ohne Show. Ohne Effekte. Nur du, deine Stimme, deine Gitarre und die Loop, mit der du dein ganzes Orchester beisammen hast. Schade, dass ich nicht zu den wenigen damals in Hamburg gehöre, die dir bei deinem ersten Auftritt in Deutschland spärlich und höflich applaudierten. Ich finde, du hättest mich als Fangirl der ersten Stunde mehr als verdient.

Ich hoffe sehr, ich hab das Montag als einer von 70.000 Background-Sängern und Showtänzern wenigstens ein bisschen gutgemacht? Ja, du hast an zwei Abenden Münchens größten Chor geleitet und jeden, sogar die eben nicht zu vernachlässigenden 2 Prozent Papas und Boyfriends, ohne die die zugehörigen Mädels nicht da wären, bei wenigstens einem Stück zum Mitsingen und -tanzen oder wenigstens applaudieren und klatschen bewegt. An dieser Stelle Grüße an den selbsternannt „gnadenlos peinlichen Papa“ vor dem Merch-Stand, den nicht mal eine Hornisse von seinem Vorhaben abhalten konnte, sich ein rosa Teddy-Cap zu holen 😊

Zurück zu Ed: Das alles machst du, ohne jegliche Allüre, du spielst, plauderst etwas mit deinem Publikum, erzählst über erfolglose Musik der Anfangszeit und lächelst glücklich, wenn heute gefühlt jeder im Stadion deinen Text mitsingen kann. Generell ermutigst du dein Publikum, erwähnst, dass du bei Konzerten nur einen einzigen Move draufhast und meist vor lauter Ehrfurcht eindimensional auf die Bühne starrst … no can’t, sing, dance, sweat, this is our night.

Ed, du hattest mich schon bei deinem grinsenden auf die Bühne kommen, vor „Castle on the Hill“ und „Eraser“, „The A Team“, „Don’t / New Man“, „Dive“ und „Bloodstream“ haben mich „Happier“ gemacht, nicht in „Tenerife Sea“, sondern im dann doch ganz schön engen Stadionkessel, in der guten alten Südkurve. Neben mir hat das „Galway Girl“ zu „Feeling Good / I See Fire“, „Thinking Out Loud“ und „One / Photograph“ so glücklich strahlend getanzt …
„Nancy Mulligan“ war „Perfect“ und die Aufforderung „Sing“ haben alle spätestens jetzt mehr als wörtlich genommen. Als Zugabe hast du uns „Shape of You“ und „You Need Me, I Don’t Need You“ geboten – wobei das keinesfalls dein Slogan des Abends war, also haben alle soooo sooo lange für dich weitergesungen und dir mit Standing Ovations und vielen Wooos applaudiert. Hach.

Es waren so unzählig viele schöne Momentaufnahmen, die nicht auf ein Foto passen und tief drin im Herzen bleiben dürfen. Besonders, wie oft das Publikum dir mit tausenden von Lichtern geleuchtet hat, Open Air in der Architektur des Münchner Olympiastadions und direkt neben „meinem“ Riesenrad, halt noch mal mehr romantisch.

Mein Herz tanzt trotz der Temperaturen weiter – und ich hoffe sehr, noch viel viel mehr von dir hören zu dürfen. Alt oder neu, vollkommen egal, alles einfach wunderbare Musik.

Danke Ed und danke lieber Wettergott, auch wenn gefühlte 40 Grad zu viel des Guten waren, es hat nicht geregnet. Für die Konzertfreundin , die ja eigentlich nie wieder ins Stadion gehen wollte, weil es ja regnen könnte. Oder sogar hageln 🙂

… und zum Nachberfolgen auf den sozialen Kanälen: