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Durchatmen

Vor ein paar Monaten, um genau zu sein am Hochzeitstag des kleinen Bruders, fiel mir auf, dass sich ein Pigmentfleck in meinem Gesicht verändert hat. Genauer gesagt hat der plötzlich einen tastbaren Wulst gebildet. Da es ohnehin eine recht große Sommersprosse ist, die ich auch nicht – wie die unzähligen anderen – immer schon hatte, sondern die vor ca. 10 Jahren innerhalb von ein paar Monaten kam, dachte ich mir, geh ich mal zum Arzt.

So kam ich in den Genuss der Dermatologie. Ich war zwar mal mit Anfang 20 bei einer Hautärztin, weil ich monatelang sehr trockene empfindliche Haut hatte, aber das ist lang her. Und die Lösung war damals eine „Überweisung“ an die Apotheke, die mir seitdem Cremes, Duschöl und Shampoo „verschreibt“, wie meine Haut es gerade braucht …

Vor nunmehr 6 Wochen hatte ich also einen Termin bei der Dermatologin – zum eigentlichen Datum war ich wegen eines „Denkfehlers“ der MVV-App zu spät gekommen (ich weiß, ein anderes Thema). Da saß ich also im Wartebereich, die Dame neben mir sprach mich an, fragte, ob ich wegen der Pigmentstörung da sei und zeigte mir ihre makellose Wange: „Ich hatte an der Stelle das Gleiche wie Sie, schauen Sie, nichts mehr zu sehen – die Ärztin ist komisch, aber gut!“

Verwundert ging ich ins Sprechzimmer, und nach weniger als einer Minute verstand ich, was mir die Dame sagen wollte. Die Ärztin hat mich erst nach einem sonderbaren Vorgespräch untersucht, die Vorerklärung, also das Einverständnis zur OP hatte sie da bereits ausgefüllt, ohne sich meine Hautveränderung überhaupt angesehen zu haben … dann hat sie mir einiges erläutert. Recht sprunghaft und durcheinander. Da mein OP-Termin aber erst in 4 Wochen war hab ich mir das gemerkt, was ich wichtig fand, also wann ich, nicht nüchtern, da sein sollte, ich darf anschließend nicht Duschen, Autofahren, kein Sport, länger nicht schwimmen und keine Sauna … Rest würde sie mir sicher beim OP-Termin sagen. Dachte ich.

Vor zwei Wochen war dann der „OP-Termin“. Da sie mir das mit der Narkose nicht so ganz im Detail erklärt hatte dachte ich tatsächlich, ich bekomme eine. Wurde aber nur mit Spritzen betäubt, lokal, war auch alles super schnell vorbei. Ich hatte seitdem keine Schmerzen, die Wunde juckt und verheilt gut – und die entnommene Probe ist zwischenzeitlich untersucht wurden, alles unauffällig. Also alles gut soweit.

Fast. Denn direkt nach dem Eingriff, also auf der Heimfahrt hat mein Augenlid „geflattert“. Und ich hab links nur eingeschränkt gesehen. Seitdem fühl ich mich, als ob ein Schleier auf dem Auge wär. Auf Rückfrage, was das sein könnte, hieß es in der Praxis zunächst, das könne von der Narkose kommen. Darüber war die Ärztin jetzt im Gespräch ganz empört, denn das habe nicht das Geringste miteinander zu tun. Ich solle zum Augenarzt gehen, das sei gewiss eine ganz eigene Geschichte … Als Patient bringe man da gerne mal das eine mit dem anderen in Verbindung. Aber den Eingriff mache sie seit x Jahren und diese Folge habe es noch nie gegeben, kann also gar nicht sein. Und Punkt.

Gut, kann sein, kann aber auch anders sein. Auffällig ist, dass es eben unmittelbar nach der Betäubung kam, dass ich seitdem vor allem Abends nicht so gut sehe, was für mich weitere Konsequenzen hat, wie dass ich Termine absage, weil ich mich nicht wohlfühle …

Ich für meinen Fall bin jetzt froh, dass es von Tag zu Tag besser zu werden scheint. Im Zweifel werde ich einen Augenarzt aufsuchen, hoffe aber eigentlich, dass ich mich einfach bald wieder normal fühle und klar sehe. Und dass ich nicht so schnell wieder ein Routine-Fall für die Dermatologie werde. Und Punkt.

Spruch zum Wochenende: Schule des Lebens

So, heute ist also Zeugnistag für die drei großen Patenkinder? Unabhängig davon, wie die Beurteilungen ausfallen ist der letzte Schultag ein Meilenstein: das erste bzw. das fünfte Schuljahr ist bereits wieder rum, ihr habt so unwahrscheinlich viel gelernt, euch weiterentwickelt.  Ich hoffe, dabei war auch einiges, was euch lebenslang begleitet, ganz nach diesem Zitat:
„Wenn man also nicht für die Schule sondern fürs Leben lernt, sind die wichtigsten Schulfächer Gesundheit, Glück und Kommunikation. Wie gehe ich mit mir und anderen um, das zählt – in jedem Bundesland!“ (Eckart von Hirschhausen)

Schöne Sommerferien !!!

Sorgenvolle Zeiten

Wie oft ich den Spruch „Die Einschläge kommen näher“ in den letzten Jahren in meinem Umfeld gehört habe? Oder dieses „Jetzt trifft es eben auch uns“? Die meiste Zeit unseres Lebens streifen wir die Bedrohung von Krankheit und Tod ab, leben, unbewusst, vor uns hin. Dann wird ein lieber Mensch im Umfeld schwer krank. Und wir sorgen uns. Werden anders, gehen sorgsamer mit uns und unseren Liebsten um. Wollen näher dran sein, verändern unsere Gewohnheiten, um gemeinsam mit Krankheit oder Komplikationen klarzukommen.

So geschieht es in diesen Wochen in der Familie meiner Patenkinder. Der Opa von Mademoiselle und Monsieur ist schon seit langer, genau betrachtet sogar sehr langer Zeit kränkelnd, hat Probleme mit dem Herzen, seit einigen Jahren muss er als Diabetiker aufpassen. Die Patenkinder und auch ich haben ihn als kranken Mann kennengelernt, was man ihm aber nicht anmerkt. Es waren in Summe zwar viele, aber eben eher kleinere Baustellen. Mit denen er, trotz immer wieder und immer wieder neu, gut klarkommt. Sich arrangiert hat. Mit Medikamenten gut eingestellt war. Schon, seit er noch keine 40 Jahre alt war.

Als er im Frühsommer immer etwas antriebslos und matt war hat ihm der Hausarzt zunächst zwar zugehört, aber „irgendwelche“ Erklärungen aus den bekannten Krankheitsbildern gegeben. Jetzt war er bei einigen Spezialsten und hat eine neue Diagnose: auf seiner Niere wurde ein Tumor entdeckt, leider auch Metastasen anderswo. In den kommenden Wochen wird er sich anstrengenden Behandlungen unterziehen. Ich wünsche ihm – und seinen Liebsten  –  nur das Allerbeste.

Spruch zum Wochenende: Reichtum wahrnehmen

various 886Gesundheit ist der größte Reichtum. Zufriedenheit ist der wertvollste Schatz. Liebe ist der beste Freund des Herzens. Lachen ist die größte Freude.“ (Asiatische Weisheit)

Dann lasst uns mal die kommenden Tage nutzen, um unseren Reichtum zu vermehren, Schätze anzuhäufen, dem Herzen gut zutun und uns ausgiebig zu freuen 🙂 Habt ein schönes Wochenende, randvoll an Gesundheit, Zufriedenheit, Liebe und Lachen ❤