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Das mit der Musik, dem Alter – und den Studien

Irgendwann mal hatte ich im Jetzt-Magazin der SZ gelesen, dass Menschen mit zunehmendem Alter auch eher „altbackene“ Musik hören. Also zumindest nicht wie in unserer Jugend nur die krass angesagten Künstler. Stimmt, trifft auf mich zu. Ich höre heute viel, ob in oder nicht, und stehe auch dazu, dass ich Radio höre. Und nicht nur die „hippen“ Sender, sondern immer öfter auch mal die, die ich früher mega-uncool fand.

Kürzlich hat eine wissenschaftliche Studie der Londoner Goldsmith University herausgefunden, dass regelmäßige Live-Musik das Leben verlängert. Den Wissenschaftlern zufolge steigern bereits 20 Minuten auf einem Konzert das persönliche Wohlgefühl um 21 Prozent, dieses Plus an „Sich-sehr-Wohlfühlen“ erhöhe sogar die Lebenserwartung. Ab sofort hab ich also sogar einen wissenschaftlichen Beweis, dass meine musikalische Leidenschaft mein Leben verlängert.

Die Zielvorgabe lautet: alle 14 Tage Livemusik. Und sollte ich das mal nicht schaffen, dann höre ich eben ganz viel meine Lieblings-Musik, das ist ja vor allem beim Autofahren fast das gleiche Glücksgefühl. Das nenn ich mal MEIN Gesundheitsrezept 😜🎶✔️

Jahresrückblick 2017

Der 5. Jahresrückblick auf diesem Blog, an und für sich ein kleines oder eher großes Wunder. Wer hätte zu Beginn geglaubt, dass ich das mehr als ein paar Wochen am Stück hinbekomme. Ja, das muss auch mal festgehalten werden. Zum Glück liefern die Patenkinder und meine Mitmenschen immer wieder Themen, die festgehalten werden „müssen“.
Wie in den Vorjahren halte ich mich an ein paar Fragen als Gedankenstütze:

Was hat mich in diesem Jahr besonders berührt? Welches ungewöhnliche Kompliment habe ich erhalten
Als ich der besten Freundin von Nichte 2.0 berichtet habe und ihre Antwort war: „Wie schön, das bedeutet, dass der Blog weitergeht, du noch einen Grund mehr hast, zu schreiben.“ Das war ein wundervolles Kompliment, das ich mit offenem, übervollen Herzen angenommen habe.

Welchen Menschen habe ich kennengelernt, der mein Leben neu bereichert hat?
Das ist ohne Zweifel Nichte 2.0. wie froh ich bin, dass du gesund bist, oft fröhlich lachst, sooooooo neugierig, dein offener Blick, dein Interesse für deine Welt und die Umgebung machen unendlich Spaß und Freude. Und zum Glück ist das Fremdeln nur immer eine ganz kurze Phase, weil es zerreißt mir schon das Herz, wenn ich der Auslöser fürs erschreckte Weinen bin.

Was waren meine Themen 2017?
Familie und Freundschaft. Fotografie und „Fernweh“.

Was habe ich in diesem Jahr erreicht?
Auch wenn es beruflich kein leichtes Jahr war, die Arbeit war nicht Priorität. Nach dem großen Umbauprojekt habe ich gefühlt mehr Ich-Zeit gehabt. Das hat gut getan, wurde auch gebraucht. Anders als früher kann ich leichter nein sagen, auch zu mir selber.

Was waren meine Highlights?
Das werde ich hoffentlich Jahr für Jahr wiederholen: Immer wieder jeder einzelne Moment mit meinen liebsten Menschen. Meine Freundschaften und meine Familie lassen jeden Augenblick mit ihnen zu einem Highlight werden.

Wann habe ich mich so richtig lebendig gefühlt?
2017 war ein LaHo-Jahr, schon wenn ich in diesen Wochen auf Landshut zugefahren bin, hat mich die Begeisterung so was von lebendig werden lassen …

Tun mir die Menschen in meinem Leben gut?
… auch hier wiederhole ich mich: Die meisten, ja. Für diejenigen, die mir, zeitweise oder permanent nicht guttun, habe ich gut funktionierende Routinen entwickelt.

Wofür bin ich besonders dankbar?
Für die paar Menschen in meinem Leben, auf die ich mich verlassen kann, die mich nehmen, wie ich bin, helfen, wenn sie dürfen oder müssen, ohne Forderungen zu stellen. Die da sind, auch wenn sie nicht immer da sind.

Was kam im Jahr 2017 dazwischen?
Ein wirklich sehr unglücklicher Ausfall im Team: ein Kollege hat, nachdem ich ihn 6 Monate eingearbeitet habe, im September aufgegeben. Seine Beweggründe sind klar und nachvollziehbar, dennoch war es für mich sehr unerwartet – und mit viel Mehrarbeit verbunden.

Über was habe ich mich geärgert?
Über die andauernden Schmerzen in meinem Handgelenk seit meinem Sturz im Juni. Dummerweise nehme ich die wohl mit rüber ins neue Jahr …

Das Beste, was ich für jemand anders gemacht habe?
Mir Zeit genommen, um Menschen zu sehen, die mir am Herzen liegen.

Das Beste, was ich für mich selbst gemacht habe?
Nein gesagt und auch mal unangenehme Situationen aussitzen, statt direkt einzulenken.

Aus welchem Erlebnis des letzten Jahres kann ich am meisten lernen?
Ich habe meine Singblockade durchbrochen, das war sehr wichtig. Singen und Musik sind ein Teil von mir, das wusste ich, aber in den letzten Monaten habe ich es auch wieder gespürt.

Habe ich genug von dem gemacht, was mich wirklich glücklich macht?
Am meisten macht mich der Moment glücklich, das bewusste Sein – und ja, zu meinem großen Glück durfte ich das mehr als oft genug spüren.

Habe ich den Menschen, die mir wichtig sind, dies oft genug gezeigt?
Ich hoffe, das habe ich.

Welches Ereignis hat meinem Leben eine neue Richtung gegeben?
2017 sind zwei gleichaltrige Bloggerfreundinnen gestorben. Beide an Krebs. Ich bin leider etwas nachlässig mit den jährlichen Check-ups beim Arzt, habe aber für Ende 2017 alle Vorsorgeuntersuchungen erledigt. Und Punkt.

Wer oder was hat mich herzlich zum Lachen gebracht?
Ich darf zu meinem großen Glück oft und viel lachen, aber einen Abend im trauten Freundeskreis aus diesem Jahr in unserem kleinen kroatischen Italiener ohne Türschild werde ich schon allein deshalb nicht vergessen, weil keiner mehr weiß, warum wir sooo lachen mussten, trotzdem konnte keiner aufhören, es begann immer wieder von vorne, Bauchmuskelkater am nächsten Morgen inklusive …

Wann und wodurch habe ich mich besonders geliebt gefühlt?
Beim Kommentar meiner Mutter nach meinem Gesang bei der Hochzeit meines kleinen Bruders: „Beim ersten Stück hab ich befürchtet, du schaffst es nicht – aber beim zweiten hast du wunderbar gesungen …“

Was hat sich zum Positiven gewendet?
Kann nicht oft genug dankbar erwähnt werden: Trotz einer problematischen Schwangerschaft ist das jüngste Familienmitglied gesund und munter. Die große Schwester meiner Schwägerin hatte über Wochen ernsthafte gesundheitliche Probleme, zum Glück war sie kurz vor der Hochzeit wieder fit und wir alle haben ein sehr schönes Familienfest feiern können.

Was ist mir besonders wichtig geworden, das es vor einem Jahr noch nicht war?
Meine Wohnung in München war ein paar Jahre mehr oder weniger notwendiges Übel. Durch die Bauzeit war ich ausschließlich mit dem Elternhaus beschäftigt, bei mir herrschte oft Chaos, ich war aber viel zu müde. Oder hatte etwas Besseres vor, als aufzuräumen. 2017 genieße ich meine Wohnung wieder, es ist aufgeräumt, ich lade ein zu mir und fühle mich wieder bei mir daheim.

Wem ich schon lange Danke sagen wollte?
Auch im 5. Jahr möchte ich mich bei allen Mitlesern bedanken: den stillen ebenso wie den aktiven, den neuen wie den treuen, den virtuellen wie den bekannten. Ein herzliches Dankeschön aus ganzem Herzen fürs Mitlesen, für den Gedankenaustausch und für die vielen Impulse.

Euch allen wünsche ich einen friedvollen Abschluss fürs Jahr 2017 mit einer Silvesterfeier nach euren Wünschen, kommt gut und sicher in 2018 an 🍾🥂🎇🎆🌃🌌💫

Durchatmen

Vor ein paar Monaten, um genau zu sein am Hochzeitstag des kleinen Bruders, fiel mir auf, dass sich ein Pigmentfleck in meinem Gesicht verändert hat. Genauer gesagt hat der plötzlich einen tastbaren Wulst gebildet. Da es ohnehin eine recht große Sommersprosse ist, die ich auch nicht – wie die unzähligen anderen – immer schon hatte, sondern die vor ca. 10 Jahren innerhalb von ein paar Monaten kam, dachte ich mir, geh ich mal zum Arzt.

So kam ich in den Genuss der Dermatologie. Ich war zwar mal mit Anfang 20 bei einer Hautärztin, weil ich monatelang sehr trockene empfindliche Haut hatte, aber das ist lang her. Und die Lösung war damals eine „Überweisung“ an die Apotheke, die mir seitdem Cremes, Duschöl und Shampoo „verschreibt“, wie meine Haut es gerade braucht …

Vor nunmehr 6 Wochen hatte ich also einen Termin bei der Dermatologin – zum eigentlichen Datum war ich wegen eines „Denkfehlers“ der MVV-App zu spät gekommen (ich weiß, ein anderes Thema). Da saß ich also im Wartebereich, die Dame neben mir sprach mich an, fragte, ob ich wegen der Pigmentstörung da sei und zeigte mir ihre makellose Wange: „Ich hatte an der Stelle das Gleiche wie Sie, schauen Sie, nichts mehr zu sehen – die Ärztin ist komisch, aber gut!“

Verwundert ging ich ins Sprechzimmer, und nach weniger als einer Minute verstand ich, was mir die Dame sagen wollte. Die Ärztin hat mich erst nach einem sonderbaren Vorgespräch untersucht, die Vorerklärung, also das Einverständnis zur OP hatte sie da bereits ausgefüllt, ohne sich meine Hautveränderung überhaupt angesehen zu haben … dann hat sie mir einiges erläutert. Recht sprunghaft und durcheinander. Da mein OP-Termin aber erst in 4 Wochen war hab ich mir das gemerkt, was ich wichtig fand, also wann ich, nicht nüchtern, da sein sollte, ich darf anschließend nicht Duschen, Autofahren, kein Sport, länger nicht schwimmen und keine Sauna … Rest würde sie mir sicher beim OP-Termin sagen. Dachte ich.

Vor zwei Wochen war dann der „OP-Termin“. Da sie mir das mit der Narkose nicht so ganz im Detail erklärt hatte dachte ich tatsächlich, ich bekomme eine. Wurde aber nur mit Spritzen betäubt, lokal, war auch alles super schnell vorbei. Ich hatte seitdem keine Schmerzen, die Wunde juckt und verheilt gut – und die entnommene Probe ist zwischenzeitlich untersucht wurden, alles unauffällig. Also alles gut soweit.

Fast. Denn direkt nach dem Eingriff, also auf der Heimfahrt hat mein Augenlid „geflattert“. Und ich hab links nur eingeschränkt gesehen. Seitdem fühl ich mich, als ob ein Schleier auf dem Auge wär. Auf Rückfrage, was das sein könnte, hieß es in der Praxis zunächst, das könne von der Narkose kommen. Darüber war die Ärztin jetzt im Gespräch ganz empört, denn das habe nicht das Geringste miteinander zu tun. Ich solle zum Augenarzt gehen, das sei gewiss eine ganz eigene Geschichte … Als Patient bringe man da gerne mal das eine mit dem anderen in Verbindung. Aber den Eingriff mache sie seit x Jahren und diese Folge habe es noch nie gegeben, kann also gar nicht sein. Und Punkt.

Gut, kann sein, kann aber auch anders sein. Auffällig ist, dass es eben unmittelbar nach der Betäubung kam, dass ich seitdem vor allem Abends nicht so gut sehe, was für mich weitere Konsequenzen hat, wie dass ich Termine absage, weil ich mich nicht wohlfühle …

Ich für meinen Fall bin jetzt froh, dass es von Tag zu Tag besser zu werden scheint. Im Zweifel werde ich einen Augenarzt aufsuchen, hoffe aber eigentlich, dass ich mich einfach bald wieder normal fühle und klar sehe. Und dass ich nicht so schnell wieder ein Routine-Fall für die Dermatologie werde. Und Punkt.

Spruch zum Wochenende: Schule des Lebens

So, heute ist also Zeugnistag für die drei großen Patenkinder? Unabhängig davon, wie die Beurteilungen ausfallen ist der letzte Schultag ein Meilenstein: das erste bzw. das fünfte Schuljahr ist bereits wieder rum, ihr habt so unwahrscheinlich viel gelernt, euch weiterentwickelt.  Ich hoffe, dabei war auch einiges, was euch lebenslang begleitet, ganz nach diesem Zitat:
„Wenn man also nicht für die Schule sondern fürs Leben lernt, sind die wichtigsten Schulfächer Gesundheit, Glück und Kommunikation. Wie gehe ich mit mir und anderen um, das zählt – in jedem Bundesland!“ (Eckart von Hirschhausen)

Schöne Sommerferien !!!